Rockstar-Mitgründer Dan Houser: "Unsere Spiele sind antikapitalistisch"

Rockstar GamesEs ist raus: "Grand Theft Auto V" kommt, im Frühjahr 2013. Der Brite Dan Houser, Mitgründer der Firma Rockstar Games, ist für Geschichte und Spielwelt verantwortlich. Im Interview spricht er über antikapitalistische Botschaften, eine bahnbrechende Neuerung - und den amerikanischen Alptraum

http://www.spiegel.de/netzwelt/games...-a-866662.html
  1. #1

    10%

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist raus: "Grand Theft Auto V" kommt, im Frühjahr 2013. Der Brite Dan Houser, Mitgründer der Firma Rockstar Games, ist für Geschichte und Spielwelt verantwortlich. Im Interview spricht er über antikapitalistische Botschaften, eine bahnbrechende Neuerung - und den amerikanischen Alptraum

    Grand Theft Auto V: Interview mit Dan Houser von Rockstar Games - SPIEGEL ONLINE
    Ich denke etwa 10% der SPON-Leser (qua Selbstproklamation sog. "Bildungsbürgertum") haben die Aussagen von Dan Houser begriffen. Solange es in Deutschland zum gedanklichen Mainstream gehört, jede Form von Video- und Computerspielen zu einer niederen, nicht intellektuellen Unterhaltungs-, Erzähl- und Kunstform zu erklären, wird sich daran auch nichts ändern. Ja ja, man kann im Spiel Menschen erschiessen, buhu... Deutschland - Land der Komplexe...
  2. #2

    optional

    Das ist wirklich das Eigenartige. Nicht selten wird GTA für Gewaltverherrlichung kritisiert. Aber wer sich wirklich damit auseinandersetzt, dann ist es genau das Gegenteil.
  3. #3

    Top!

    Durch und durch ein gelungenes Interview und obwohl ich GTA IV nicht gespielt habe, werde ich GTA V wohl mit Vorfreude erwarten.
  4. #4

    Antikapitalistisch

    Mag sein, dass die Thematik des Spiels antikapitalistisch gepräge ist, aber die Vermarktung leider überhaupt nicht. Die bisher schlampigen PC-Portierungen und klare Bevorzugung der Konsolen schreien nämlich geradezu nach Kapitalismus!

    PS ich besitze sowohl PS3 als auch PC und mir wäre eine vernünftige PC-Version tausend mal lieber.
  5. #5

    Feuer mit Feuer

    In Stanley Kubricks "Full Metal Jacket" oder Coppolas' "Apocalypse Now" wird auch viel gemordert und geschossen. Dennoch gelten beide als glorreiche Anti-Kriegsfilme.

    Manchmal muss man eben den Finger in die Wunde stecken, um den Schmerz zu fühlen. Das ist bei Videospielen nicht anders.

    Ein weiteres tolles Beispiel für Satire oder Zynismus ist übrigens "Fallout" - Eine Rollenspielreihe in einer Zukunft, in welcher die Erde durch einen Atomkrieg mehr oder weniger unbewohnbar gemacht wurde. Die wenigen Überlebenden kämpfen ums blanke Überleben.

    Als Spieler gelangt man zum Beispiel in eine Stadt, in der eine nicht explodierte Atombombe als Schrein angebetet wird, inklusive einer dazugehörigen schrägen Nuklear-Religion. Auch das in Staub und Asche liegende New Vegas (entstanden aus den Ruinen des alten Las Vegas) zieht weiterhin die Konsum-Zombies an, die sich mit Drogen und Knarren um mutierte Stripperinnen prügeln.

    Das, was wir in der Fiktion als Horror wahrnehmen, ist mancherorts Realität. Und immer stellt sich die Frage: "Was würde ich in einer solchen Situation tun? Wäre ich gutmütig und gnädig oder hart und brutal?" Viele Spiele eignen sich hier als Experimentierbaukasten. Man sollte aber mit den Konsequenzen leben können. Neu laden geht in der Realität leider nicht.
  6. #6

    Wirklich nur für Konsolen

    Ich frage mich gerade ob es wirklich nur für Konsolen raus kommt. Denn ich als PC-Daddler hab schon einiges für die GTA-Reihe ausgegeben und würde es wieder tun, da es sich hier um ein Spiel handelt welches nicht nach 10Stunden rum ist.
  7. #7

    hmm?

    also tut mir leid, ich finde diese spiele durchaus gewaltverherrlichend. ich meine. was macht man denn anderes in den spielen? ja ok die birne muss man auch ab und an anstrengen. aber ansonsten renn ich da rumm und "töte".und das wird immer realistischer. es macht solangsam echt angst. deshalb leuchtet es mir nicht ein warum das immernoch runtergespielt wird von den "zockern"?? und bevors jetzt hier wieder losgeht, ich spiele selber pc games und kenne mich durchaus aus.erkenne es auch als kunstform an. doch es gitb grenzen!!!!
  8. #8

    Zitat von cor Beitrag anzeigen
    Mag sein, dass die Thematik des Spiels antikapitalistisch gepräge ist, aber die Vermarktung leider überhaupt nicht. Die bisher schlampigen PC-Portierungen und klare Bevorzugung der Konsolen schreien nämlich geradezu nach Kapitalismus!

    PS ich besitze sowohl PS3 als auch PC und mir wäre eine vernünftige PC-Version tausend mal lieber.
    Ach, gerade third-person-Spiele wie GTA lassen sich doch viel "vernünftiger" mit Gamepad zocken, während man gemütlich auf der Couch sitzt. Bei Egoshootern verstehe ich ja dass man den PC bevorzugt, aber hier nicht.

    Und spätestens seit der Dominanz der Konsumentenentrechtung durch Aktivierungszwänge und den ganzen DRM-Gedöhns ist pc-gaming für mich sowieso gestorben. Bei GTA IV musste man sich sowolh mit steam als auch noch mit GfWL herumärgeren. Dieses Gewürge tue ich mir sicherlich nicht an.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist raus: "Grand Theft Auto V" kommt, im Frühjahr 2013. Der Brite Dan Houser, Mitgründer der Firma Rockstar Games, ist für Geschichte und Spielwelt verantwortlich. Im Interview spricht er über antikapitalistische Botschaften, eine bahnbrechende Neuerung - und den amerikanischen Alptraum

    Grand Theft Auto V: Interview mit Dan Houser von Rockstar Games - SPIEGEL ONLINE
    Soll man den Typen jetzt toll finden, dass er die Heuchellei, die der Anti-Kapitalismus darstellt, nutzt, um bei seinem Publikum zu punkten.

    Er wäre sicher revolutitionärer, wenn er nicht dümmliche Ressentiments bestätigt.