Vorwurf der Abzocke: Ramsauer verteidigt geplante Bußgeld-Erhöhung

dapdBundesverkehrsminister Peter Ramsauer will Verkehrssünder stärker zur Kasse bitten. Doch sein Vorhaben, die Bußgelder zu erhöhen, stößt auf viel Kritik. Nun hat er seine Pläne verteidigt - die Lage auf den Straßen mache die Verschärfung dringend nötig.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/r...-a-866759.html
  1. #240

    Ambivalent

    Zitat von torben40 Beitrag anzeigen
    Gut, dann sind Sie also auch der Meinung, dass Fußgänger und Radfahrer nicht häufiger die Verkehrsregeln missachten. Erschreckend übrigens mittlerweile, wie auch auf Schulwegen das Rotlicht von Autofahrern missachtet wird...
    Natürlich ist so etwas nicht zu tolerieren. Allerdings sollte man das Problem insgesamt verstehen. Manchmal habe ich den Eindruck, es gibt einfach zu viele Ampeln, gerade im großstädtischen Verkehrsraum. Umso mehr wächst die Neigung mancher Verkehrsteilnehmer, noch eben schnell "durchzuschlüpfen." Haben sie Pech, ist die Ampel zu diesem Zeitpunkt bereits auf Rot umgesprungen. Manche scheinen sich da überhaupt nicht mehr zu genieren.

    Es gibt Kreuzungen, da hat man drei Ampeln nacheinander im Abstand von zwanzig Metern, wobei man an jeder anhalten muss aufgrund der ungünstigen Schaltung.

    Ich weiß leider auch keinen Königsweg. Es ist einfach so: Je mehr Verkehrsteilnehmer, desto enger der Verkehrsraum, der wird dann vielfach als Zwangsjacke empfunden. Dabei verlangt der dichte Verkehr umso mehr Disziplin und Rücksichtnahme von allen. Aber kurioserweise sind immer weniger dazu bereit. Jeder fühlt sich von jedem behindert.

    Manchmal denke ich, dass man mit weniger Ampeln auskommen könnte. Die aber sollten am besten alle mit einer Überwachung ausgerüstet sein. Anders können Rotverstöße wohl nicht gebremst werden.
  2. #241

    Unverantwortlich

    Zitat von torben40 Beitrag anzeigen
    ...Erschreckend übrigens mittlerweile, wie auch auf Schulwegen das Rotlicht von Autofahrern missachtet wird...
    Es sind dabei sogar Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen.
  3. #242

    So schlimm mit der Bußgelderhöhung wird es nicht kommen.
    In Deutschland haben Bußgelder die Funktion von Gelddruckmaschinen der Kommunen!
    Also nicht zu hoch . Die Verkehrsverstöße sollen doch auf keinen Fall abnehmen. Eher werden
    gut zu kontrollierende Tatbestände neu erfunden oder Regeln so gestaltet, dass die Zahl der Sünder
    ordentlich steigt.
  4. #243

    Zitat von götzvonberlichingen_2 Beitrag anzeigen
    Es ist klar das auch hier wieder das Wort "Abzocke!" aus den typischen Ecken gerufen wird.
    Die Rufer dieses Wortes zeigen doch eigentlich nur, das sie die Grenzdebilität beinahe erreicht haben. Abzocke bei einem Bußgeld?
    Eine Geldbuße soll letztendlich abschreckenden Charakter besitzen.
    Es ist ganz einfach - es.....
    Klar. Man führt aus politischen Gründen ein Tempolimit von 10 km/h ein und zwingt sie, auch 100km entfernte Arbeitsstellen anzunehmen. Und nun halten Sie sich mal an die Regeln. Jetzt kapiert?
  5. #244

    Zitat von EH-DD Beitrag anzeigen
    ...statt ständig Strafen zu erhöhen wäre es vielleicht sinnvoller, mehr zu kontrollieren. Nicht unbedingt "lohnende" Punkte, sondern auch mal vor neuralgischen Punkten. Innerstädtisch nimmt "Nicht-blinken", Abbiegen an verbotenen Stellen und Telefonieren am Steuer immer weiter zu - weil einfach die Kontrolle fehlt...
    Endlich wieder zurück zur Stasi-Totalüberwachung! Auch in der DDR hatte schließlich nichts zu befürchten, wer sich an alle Regeln hielt. Und nun? War ein toller Staat, nicht wahr?
  6. #245

    Nicht sehr plausibel

    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    Klar. Man führt aus politischen Gründen ein Tempolimit von 10 km/h ein und zwingt sie, auch 100km entfernte Arbeitsstellen anzunehmen. Und nun halten Sie sich mal an die Regeln. Jetzt kapiert?
    Eine Geschwindigkeitbegrenzung von 10 km/h bedarf einer Begründung, die gerichtlich überprüfbar sein muss!

    Eine Arbeitsstelle, die 100 km vom Wohnort entfernt ist, braucht man nicht anzunehmen.
    Dann aber sollte man von der Gesellschaft keine Unterstützung fürs Nichtstun verlangen.
  7. #246

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Eine Geschwindigkeitbegrenzung von 10 km/h bedarf einer Begründung, die gerichtlich überprüfbar sein muss!
    Die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 20 oder 30 km/h, die auf jeder Straße mehrfach vorhanden sind etwa nicht?

    Eine Arbeitsstelle, die 100 km vom Wohnort entfernt ist, braucht man nicht anzunehmen.
    Dann aber sollte man von der Gesellschaft keine Unterstützung fürs Nichtstun verlangen.
    Eben. Nur wovon wolen Sie dann leben, wenn es in Wohnnähe keine freie Arbeitsstelle gibt?
  8. #247

    So ist das Gesetz

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Eine Geschwindigkeitbegrenzung von 10 km/h bedarf einer Begründung, die gerichtlich überprüfbar sein muss!
    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    Die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 20 oder 30 km/h, die auf jeder Straße mehrfach vorhanden sind etwa nicht?
    Jede Beschränkung der Fahrgeschwindigkeit kann man gerichtlich überprüfen lassen.

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Eine Arbeitsstelle, die 100 km vom Wohnort entfernt ist, braucht man nicht anzunehmen.
    Dann aber sollte man von der Gesellschaft keine Unterstützung fürs Nichtstun verlangen.
    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    ....
    Eben. Nur wovon wollen Sie dann leben, wenn es in Wohnnähe keine freie Arbeitsstelle gibt?
    Wenn in der Nähe keine freie Arbeitsstelle vorhanden ist, muß ich eben pendeln oder umziehen.
    In den USA sind es manchmal 1000 km.
  9. #248

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Jede Beschränkung der Fahrgeschwindigkeit kann man gerichtlich überprüfen lassen.
    Kann man. Haben Sie so viel Zeit (und Geld), immer die Aufgaben anderer zu übernehmen? Das haben nur Arbeitslose.

    Wenn in der Nähe keine freie Arbeitsstelle vorhanden ist, muß ich eben pendeln oder umziehen.
    In den USA sind es manchmal 1000 km.
    Sie sagen es! Pendeln, denn das eigene Haus zieht selten um...
    Und dann hat man mit solchen absurden Geschwindigkeitsbeschränkungen ein Problem! Da hilft nur ignorieren oder Job verlieren. Schön, daß Sie es endlich verstanden haben!