Wlada in Amerika: Lass dich erobern, New York

Antje KrögerIn New York gilt: Du bist, wo du wohnst. Vor der Hektik in Manhattan flüchtet Studentin Wlada Kolosowa, 25, und züchtet lieber Tomaten in Brooklyn. Sie findet die Stadt überraschend gemütlich. Nur die Betreuung an der Uni ist ihr zu persönlich: Sie muss erklären, warum ihre Handgelenke verbunden sind.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-864318.html
  1. #1

    Schön geschrieben..

    ..allerdings (ohne mich der in diesem Forum oft so nervigen Besserwisserei verdächtig machen zu wollen) ist Long Island keiner der 5 Boroughs.Dafür Staten Island. Gute Zeit wieterhin!
  2. #2

    Schade...

    Wladas Russland-Kolumne habe ich so gerne gelesen, diese Episoden waren so witzig und mit so viel Charme und Esprit geschrieben. Davon hätte ich ganz locker noch zwanzig oder dreißig mehr lesen können, ohne mich zu langweilen.
    Doch diese Kolumne finde ich sehr farblos und langweilig. Das Thema New York ist so ausgelutscht... Über Amerika hat der Durchschnittsdeutsche so viel mehr gehört, gelesen oder gesehen als über Russland.
    In den Geschichten ber letzteres passten die ganzen metaphorischen Vergleiche so schön - weil die Thematik so unbekannt war, es vermittelte EIndrücke und Bilder. Was New York betrifft... Da hat sich doch nun wirklich jeder schon ein Bild (oder auch mehrere) davon gemacht - sei es durch Urlaube, oder auch Bekannte, die aus Amerika/bzw. spez. NY kommen, oder durch die unzähligen Spielfilme und Serien, die ihr im Fernsehen rauf und runter laufen.

    Ich finde es schade, dass Wlada ihr Aufbaustudium nicht in Japan, Südamerika, am Himalaya oder in Russland macht - ich denke mit Geschichten über die Alltagserfahrungen in diesen Ländern könnte man den Großteil der deutschen Leserschaft weitaus besser unterhalten... Schade - an Erzählungen über NY ist dieses Talent m.E. eher vergeudet...
  3. #3

    Verzoegerung

    Also der Artikel muss vor "Sandy" geschrieben worden sein. Die Zerstoerung durch den Hurrikan ist doch im Moment das bestimmende Thema in der Gegend. So herzlos koennte Wlada nie sein von der heilen Welt zu berichten, wo doch zigtausende Menschen obdachlos geworden sind.

    Aber ansonsten schoen geschrieben.

    Georg aus Florida
  4. #4

    Spray cheese

    es gibt Über 30.000 Restaurants, Kennzeichnen die Weltklassenküchenchefs und Speise von überall auf der Welt in NYC und allen Sie können berichten ist Spritze Käse und Nutella Marshmellow Pizza kann, Propaganda anekelnd! Bessere linke Seite für Bild
    Magazine oder RTL 2.Können Sie nur eine Wassermelone in Deutschland finden? hmmm
  5. #5

    Immer diese Romantik...

    Schoen geschrieben aber die Realitaet voll verpasst.
    So schreiben nur Leute, die hier als Studenten oder Touristen kommen.
    Allein schon die U-Bahn. Wer diese anderthalbstuendige Tortur jeden Tag machen muss, nur um zur Arbeit zu kommen, der findet das sicher nicht so romantisch. Wie romantisch ist es, direkt unter der verschwitzten Armachsel eines Mitfahrers stehen zu muessen? Die Mitfahrer sind keine Fremden? Aber natuerlich! „Team mates“ weichen nicht einander aus, schauen sich in die Augen, hoeren nicht lieber laut Musik auf dem iPod und vermeiden nicht jegliche Kommunikation. Wer zuerst zuckt, hat verloren.
    Diese Romantik nervt mich als Einwohner. New York City ist nicht nur Manhattan oder das ach so hippe und „gruene“ Brooklyn. Und die Bronx ist auch nicht mehr das Viertel, in dem man jeden Tag erschossen wird. New York ist eine Stadt wie jede andere, nur etwas groesser und mehr oberflaechlicher Glitz. Die Armut ist groesser als in anderen Staedten, aber das faellt ja immer unter den Tisch, denn (a) es passt nicht zum Image und (b) leben Studenten ja auf Pump. Die Rechnung ueber 100k Kredit kommt dann mit dem Master von Columbia University ^^
    Bei dem Artikel kann ich nur den Kopf schuetteln.
  6. #6

    Ich empfehle einen Umzug.

    Zitat von mimmelit Beitrag anzeigen
    ... Wer diese anderthalbstuendige Tortur jeden Tag machen muss, nur um zur Arbeit zu kommen, der findet das sicher nicht so romantisch. ... Wer zuerst zuckt, hat verloren. ... New York ist eine Stadt wie jede andere, nur etwas groesser und mehr oberflaechlicher Glitz. ... leben Studenten ja auf Pump. Die Rechnung ueber 100k Kredit kommt dann mit dem Master von Columbia University ^^
    Bei dem Artikel kann ich nur den Kopf schuetteln.
    Ich kann bei Ihrem Kommentar nur den Kopf schuetteln.

    Wenn Sie 1 1/2h mit der Metro brauchen, dann wohnen Sie aber ausserordentlich abgelegen ... daraus eine allgemeine Aussage zur Verkehrslage in der Stadt abzuleiten halte ich fuer gewagt. Ich wuerde behaupten, dass 80% der Bewohner weniger als eine Stunde fuer den Commute brauchen ... und die Autorin weist hier ebenfalls darauf hin, dass Sie in 10 Minuten in Manhattan ist.

    Auch zu behaupten New York ist eine Stadt wie jede Andere, scheint mir etwas merkwuerdig. New York ist unglaublich divers, von einer Strasse zur naechsten, kann sich die Atmosphaere von beschaulich zu glamouroes zu hip zu intensiv veraendern. Jede neighborhood hat eine eigene unverwechselbare Identitaet, und die Bewohner leben Ihre Eigenheiten und Interessen in einer expressiven Art und Weise aus, wie es sich kaum an einem anderen Ort finden laesst.

    Und Ihre Bemerkung zu den Studenten macht nun ueberhaupt keinen Sinn ... nicht nur dass die meisten Studenten in den USA ihr Studium mit Loans finanzieren, das gesamte amerikanische Gesellschaftssystem basiert auf 'Pump' - was sich in NYC schon daran zeigt, dass es ohne ausgezeichneten Credit Score nahezu unmoeglich ist eine vernueftige Wohnung zu finden. Weiterhin gibt es so gut wie keine Loans fuer international students, Sie koennen also davon ausgehen, das die Autorin entweder ein Stipendium hat oder das Studium aus eigenen Mitteln finanziert. Abgesehen davon studiert die Autorin nicht an der Columbia.

    Beste Gruesse aus Brooklyn.
  7. #7

    Witziger Artikel.
    Das ist so lustig mit der Miete, dabei ertappe ich mich immer selbst :)

    Gruesse aus Manhattan
  8. #8

    U-Bahn-Fahrplan ?

    Gemeint ist ja wohl die Subway Map, mitnichten ein Fahrplan. Den kennt sowieso niemand in/von NYC, am wenigsten die Subway Employees. Die Subway kommt, wenn sie da ist, so einfach ist das in NYC. Und auch das nicht richtig verstanden "Ich habe die Sache mit Downtown und Uptown gecheckt, aufgehört, den Taxis mit ausgemachten Lichtern herzuwinken (besetzt!)", den das Out of Duty sign (beleuchtet) bedeuted prakisch das Gleiche, keine Chance es zu ergattern.
  9. #9

    Tip: Erkunde das Umland

    Zunächt Gratulation zum Studium an der NYU. Eine fantastische Uni mit vielen hervorragenden und interessanten Professoren und Studenten.

    Bezüglich Romantik: sicher wird New York City oft überschätzt. Es hat all die Nachteile, die große Städte nun einmal haben. Es ist laut, stressig, und oft dreckig. Es gibt eine recht ekelige Hipsterkultur, aber unangenehmen Snobismus kennen wir in Deutschland auch - siehe München.

    Andererseits sollte man die Stadt auch nicht unterschätzen. Für Menschen, die kreativ und kulturell interessiert sind, gibt es kaum Städte, die mehr bieten und die nützlicher sind, um Kontakte zu knüpfen. Wenn man zuvor in Berlin gewohnt hat, wird einen New York sicher nicht vom Hocker reißen, aber innerhalb der USA gibt es kaum interessantere Flecken.

    Kleiner Tip für die Zukunft: erkunde auch das Umland. Insbesondere der Norden bietet kleine Orte an Seen in Wäldern, interessante Parks, Museen, gute Kinos, etc. Alles sehr stilvoll und geruhsam. Die Menschen sind zwar oft relativ wohlhabend, aber sie haben auch einen kleinen "Alternativstich" wie man ihn aus Kalifornien, insbesondere aus dem Umland von San Francisco, kennt. Und alles weniger als eine Stunde von Manhattan entfernt.