Streit um deutsche Schule in Indien: Unterricht als Geschäftsmodell

Kaum ausgebildete Lehrer, selbst ausgestellte Zertifikate, Geschäftemacherei: Die Vorwürfe von Eltern gegen die Deutsche Schule im indischen Chennai wiegen schwer. Doch anstatt auf die Kritiker einzugehen, liefert sich die Schulleitung mit ihnen einen eigenwilligen Streit.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...-a-864250.html
  1. #1

    in der Mongolei reicht ein deutsches Abitur....

    und so wäre ich qualifiziert um auf der Schule 38 als Deutschlehrer zu arbeiten. Zum Glück hab ich ja ncoh eine DSB Trainerlizenz.... bin also pädagogisch legitimiert :-)
  2. #2

    Als ehemalige Schülerin zweier Deutscher Auslandschulen (Tokyo und Den Haag) weiss ich um den Wert und die Bedeutung dieser Einrichtung für die beteiligten Kinder, Eltern und deren Arbeitgeber. Die Alternative ist oftmals nur, die Kinder in Deutschland in ein Internat zu geben, was in meinem Umfeld auch schon Familien zerstört hat, da Kinder den Eletern vorwarfen, eigene Interesse vor die Familieninteressen zu stellen.
    Umso wichtiger ist es, sich auf diese Institutionen und Ihre Qualität verlassen zu können. Die Schulen haben es dabei nicht leicht, denn entgegen der Vermutung wird Ihnen nur ein geringfügiger Teil der Kosten vom Staat ersetzt - sie müssen vielmehr selbst "wie ein Unternehmen" wirtschaften. Hier hat sich aber immer das Modell bewährt, das Eltern in Form eines Beirates, Trägerveines o.ä. einbezieht und sich so konstruktiv auswirkt. Dies u.a. auch deshalb, weil die Schüler in einer engen Gemeinschaft aus Lehrern und Eltern eingebunden sind und negative Einflüsse oder Verhaltensweisen der Kinder sofort auffallen. Die Vielzahl meiner KlassenkameradInnen und ich sind uns einig darüber, dass hierin ein wesentlicher Grund für den durchweg überdurchschnittlichen späteren Lebens- und Berufserfolg dieser Auslandsschüler liegt. Wenn hier aöso ein Modell die Eltern bewusst ausschliesst, kann es nicht erfolgreich sein ! Ich würde meine Kinder niemals zu so einer Schule geben !
  3. #3

    Zitat von rennschnecke Beitrag anzeigen
    Die Vielzahl meiner KlassenkameradInnen und ich sind uns einig darüber, dass hierin ein wesentlicher Grund für den durchweg überdurchschnittlichen späteren Lebens- und Berufserfolg dieser Auslandsschüler liegt. Wenn hier aöso ein Modell die Eltern bewusst ausschliesst, kann es nicht erfolgreich sein ! Ich würde meine Kinder niemals zu so einer Schule geben !
    Ich halte einen anderen Grund für weit wichtiger. Da ich nie auf so einer Schule war, kann ich nur vermuten.
    Ist es nicht so, dass die Eltern die im Ausland arbeiten und ihre Kinder auf so ein Schule schicken, nicht selber durchweg über dem deutschen Bildungsschnitt liegen.
    Wäre es nicht denkbar, dass durch diese genetische Vorauswahl und das höher gebildete Umfeld beim Aufwachsen, eine gute Entwicklung in den meisten Fällen nahezu erzwungen wird?

    Wie bereits gesagt ich vermute nur ...

    Grüße Sebastian
  4. #4

    Zitat von rennschnecke Beitrag anzeigen
    Als ehemalige Schülerin zweier Deutscher Auslandschulen (Tokyo und Den Haag) weiss ich um den Wert und die Bedeutung dieser Einrichtung für die beteiligten Kinder, Eltern und deren Arbeitgeber. Die Alternative ist oftmals nur, die Kinder in Deutschland in ein Internat zu geben, was in meinem Umfeld auch schon Familien zerstört hat, da Kinder den Eletern vorwarfen, eigene Interesse vor die Familieninteressen zu stellen.
    Die Alternative ist die Kinder in eine lokale oder andere internationale Schule zu schicken. Die Sprache lernen die Kinder schnell.
  5. #5

    Ich weiss ja nicht, wie auf dem indischen Subkontinent die Schulen aussehen, und inwieweit sich der Staat in die Lernpläne privater Schulen einmischt, aber an sich sind alle Auslandsschulen Unternehmen, da sie normalerweise nur zum Teil von der deutschen/französischen/japanischen/etc. Regierung gefördert werden.

    Oft gibt es nur einen geringen Anteil an Schülern, die aus dem jeweiligen Staat sind; der Rest sind Einheimische.

    Da sich viele Schulen am lokalen Standard orientieren, gibt es grosse Qualitäts- und Anforderungsunterschiede, grösser noch als innerhalb Deutschlands. Und ja, es sind Geschäftsmodelle, wenn kein staatlicher Standard verbindlich ist. Manchmal reicht es ausschliesslich Muttersprachler einzustellen, um dem Konzept gerecht zu werden.
  6. #6

    Abzocke - für die die es nicht gemerkt haben

    die allermeisten entsendeten Mitarbeiter kriegen die Schule bezahlt, und das nehmen so machne Schulbetreiber zum Anlaß, jenes Geld einzustecken und dafür keine entsprechende Gegenleistung zu liefern. Beschwert man sich, dann stänkern die auch noch beim entesendenden Arbeitgeber rum, das ist üble Nachrede. Also so geht das nicht, die Schule ist Toast. Viele Schüler gibts ja ohnehin nicht mehr, aber mit ca. 1100 Euro im Monat kann man für jeden Schüler in Indien einen Privatlehrer einstellen.... oder für kleine Klassen halt gute Lehrer nehmen. Aber die Betreiber haben es auf Abzocke abgesehen und deren Verhalten ist unterstes Kaliber. In Ulaanbaatar kostet ein Jahr 2000 $ an der deutschen Schule, pro Klasse vielleihct ein Kid von nem Expat und 20 mongolische Kinder.
  7. #7

    Spitzen Wert

    Zitat von rennschnecke Beitrag anzeigen
    Als ehemalige Schülerin zweier Deutscher Auslandschulen (Tokyo und Den Haag) weiss ich um den Wert und die Bedeutung dieser Einrichtung für die beteiligten Kinder, Eltern und deren Arbeitgeber. Die Alternative ist oftmals nur, die Kinder in Deutschland in ein Internat zu geben, was in meinem Umfeld auch schon Familien zerstört hat, da Kinder den Eletern vorwarfen, eigene Interesse vor die Familieninteressen zu stellen.
    Umso wichtiger ist es, sich auf diese Institutionen und Ihre Qualität verlassen zu können. Die Schulen haben es dabei nicht leicht, denn entgegen der Vermutung wird Ihnen nur ein geringfügiger Teil der Kosten vom Staat ersetzt - sie müssen vielmehr selbst "wie ein Unternehmen" wirtschaften. Hier hat sich aber immer das Modell bewährt, das Eltern in Form eines Beirates, Trägerveines o.ä. einbezieht und sich so konstruktiv auswirkt. Dies u.a. auch deshalb, weil die Schüler in einer engen Gemeinschaft aus Lehrern und Eltern eingebunden sind und negative Einflüsse oder Verhaltensweisen der Kinder sofort auffallen. Die Vielzahl meiner KlassenkameradInnen und ich sind uns einig darüber, dass hierin ein wesentlicher Grund für den durchweg überdurchschnittlichen späteren Lebens- und Berufserfolg dieser Auslandsschüler liegt. Wenn hier aöso ein Modell die Eltern bewusst ausschliesst, kann es nicht erfolgreich sein ! Ich würde meine Kinder niemals zu so einer Schule geben !
    hat die Deutsche Schulbildung.
    Dazu muss man natürlich ein
    Institut erwischt haben.
    das Spitze ist.
    Und dann muss man
    das unabhängig von
    den Noten mitbekommen haben,
    und dann und dann ....
    und dann wird man merken,
    dass andrere Länder auch gute Ausbildungen
    haben, und dass man selbst in irgendeinem
    Sumpf steckengeblieben ist.
    Deutsche Bildung ist total untelregen.
  8. #8

    Zitat von keksguru Beitrag anzeigen
    die allermeisten entsendeten Mitarbeiter kriegen die Schule bezahlt,
    Ok, und?

    ... und das nehmen so machne Schulbetreiber zum Anlaß, jenes Geld einzustecken und dafür keine entsprechende Gegenleistung zu liefern. Beschwert man sich, dann stänkern die auch noch beim entesendenden Arbeitgeber rum, das ist üble Nachrede.
    An vielen Standorten wo Deutsche meist im Ausland arbeiten gibt es viele andere internatioale Schulen oder gute lokale Schulen.
    Also so geht das nicht, die Schule ist Toast. Viele Schüler gibts ja ohnehin nicht mehr, aber mit ca. 1100 Euro im Monat kann man für jeden Schüler in Indien einen Privatlehrer einstellen.... oder für kleine Klassen halt gute Lehrer nehmen.
    Es gibt keine Schüler? Viele internationale Schulen sind komplett voll. Wenn man private Lehrer nimmt, wer bestimmt dann den Lehrplan?

    Aber die Betreiber haben es auf Abzocke abgesehen und deren Verhalten ist unterstes Kaliber. In Ulaanbaatar kostet ein Jahr 2000 $ an der deutschen Schule, pro Klasse vielleihct ein Kid von nem Expat und 20 mongolische Kinder.
    Deswegen besser nur an Orte mit einem guten Schulsystem ziehen oder eine andere Schule wählen.
  9. #9

    Deutsche Auslandsschulen

    Artikel und Diskussionen sind etwas undifferenziert. Die typische Deutsche Auslandsschule vergibt offizielle deutsche Bildungsabschlüsse und kommt daher um einen Zusammenarbeit mit den deutschen Kultusbehörden nicht umher. Alles andere ist keine Deutsche Auslandsschule, sondern vielleicht eine Schule, in der die Unterrichtssprache deutsch ist. In diesem Fall kann man in der Tat seine Kinder auf eine x-beliebige internationale Schule schickem, wenn diese bessere Lehrpläne / besseres Personal hat.
    Ebenfalls typischerweise werden Deutsche Auslandsschulen von eingetragenen Vereinen getragen, die per definition ohne Gewinnerzielungsabsicht arbeiten. Insofern muss sich keiner Gedanken machen, abgezockt zu werden.