S.P.O.N. - Der Kritiker: Der deutsche Selbsthass

Barack Obama ist cool, stilvoll, ruhig - und genau deswegen beargwöhnt ihn der Berliner Politikbetrieb. Denn der US-Präsident erinnert daran, dass schöne Worte viel mehr sein können als nur schöner Schein. Deutschland hat dagegen eine Kanzlerin, die Worte am liebsten abschaffen möchte.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-866301.html
  1. #1

    optional

    Wie soll jemand erklaeren, was er will, wenn dies am naechsten Tag durch neue Fakten wieder alternativlos unmoeglich gemacht wird ?
  2. #2

    Erklären

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Barack Obama ist cool, stilvoll, ruhig - und genau deswegen beargwöhnt ihn der Berliner Politikbetrieb. Denn der US-Präsident erinnert daran, dass schöne Worte viel mehr sein können als nur schöner Schein. Deutschland hat dagegen eine Kanzlerin, die Worte am liebsten abschaffen möchte.

    US-Wahl: Wie die deutsche Presse Obama und die Politik verachtet - SPIEGEL ONLINE
    "Merkel muss erklären was sie will" lautet der letzte Satz. Nun, ich denke, uns allen ist klar, was Frau Merkel wollte, heute will und auch in Zukunft noch wollen wird: An die Macht kommen und an der Macht bleiben, so lange es irgendwie geht.

    Das ist wirklich alles. Als noch lebender Maßstab dient Helmut Kohl, der es erstaunliche 16 Jahre geschafft hat, Bundeskanzler zu werden und zu bleiben. So lange wie noch niemand vor ihm.

    Wobei Kohl wahrscheinlich wirklich politische Vorstellungen von der Zukunft hatte; da war am Anfang die von ihm kreierte geistig moralische Wende und später das Vorantreiben der europäischen Einigung.
    Die Macht wird also nun von Frau Merkel verwaltet und es geschieht nichts, was das Land irgendwie voranbringen könnte. Bei Peer Steinbrück wissen wir, dass ihn genau dieselben Motive antreiben, wie die Kanzlerin. Es geht ihm, - da können wir sicher sein - außerdem um die Maximierung der persönlichen Einkünfte.

    Man könnte Amerika beneiden. Vielleicht ist das auch der Grund für soviel journalistische Gehässigkeit gegenüber dem Land.
  3. #3

    Zu diesem Artikel

    fällt mir nichts ein,zu dumm das Ganze zu primitiv,einfachnur leeres Geschwätz.
  4. #4

    Liebe ist ...

    ein verstohlener Blick in glühender Verehrung auf Baracks graziösen Körper.
  5. #5

    Sehr guter Artikel! Man kann auch dann, wenn man eine gelassene, distanzierte Haltung zu Obama hat, erkennen, dass die Deutschen bzw. ihre Öffentlichkeit auf eine Weise auf Obama reagiert, die höchst fragwürdig ist. Eine Mischung aus Unterwürfigkeit und Überheblichkeit, ganz eigenartig... dabei schwant einem, dass Obama hierzulande nur Migrationsdezernent in Herne geworden wäre, was nicht an ihm gelegen hätte. Sie beneiden für etwas, was sich die Deutschen nicht trauen. Schade.
  6. #6

    Im Gegenteil...

    Zitat von Lemmi42 Beitrag anzeigen
    fällt mir nichts ein,zu dumm das Ganze zu primitiv,einfachnur leeres Geschwätz.
    Ich finde das ist ein zwar nicht analytischer, aber im Grunde schöner Artikel, der zumindest mal ein Schlaglicht auf die beiden unterschiedlichen politischen Kulturen wirft.

    Vor langer Zeit, nach der ersten Wahl Obamas, hatte ich einen Artikel gelesen, in dem stand, dass in unserer politischen Kultur und dem alltäglichen Parteibetrieb ein Politiker wie Obama nicht möglich wäre. Nun würde ich hinzufügen, dass wiederum eine Politikerin wie Merkel in den USA nicht vorstellbar wäre. Das ist etwas wahres dran.
  7. #7

    Also ich weiß nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Barack Obama ist cool, stilvoll, ruhig - und genau deswegen beargwöhnt ihn der Berliner Politikbetrieb. Denn der US-Präsident erinnert daran, dass schöne Worte viel mehr sein können als nur schöner Schein. Deutschland hat dagegen eine Kanzlerin, die Worte am liebsten abschaffen möchte.

    US-Wahl: Wie die deutsche Presse Obama und die Politik verachtet - SPIEGEL ONLINE
    Ist es nicht ein bisschen merkwürdig, wenn der Kritiker so vom "Körper Obamas" schwärmt? Und vom "Gleiten" seiner Rede? Meist drängelt sich im dt. Fernseher ja immer gleich ein Übersetzer vor, aber ich finde Obamas Redeweise alles andere als wohlklingend. Sie ist irgendwie abehackt, näselnd und unverständlich. Da finde ich ein Wort wie "alternativlos" schon wesentlich prägnanter und zutreffender. Die Kanzlerin hat es ja auch nur 1 x und das im richtigen Zusammenhang benutzt. Nö, ich glaube, der Kritiker ist einfach sexistisch und leidet offensichtlich unter deutschem Selbsthass.
  8. #8

    Sie erklärt es doch dauernd

    "Wir brauchen in der Krise nicht weniger Europa, sondern mehr Europa".Alternativlos.Doch wenn sie die Raute zeigt -was will sie uns damit sagen ?
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Barack Obama ist cool, stilvoll, ruhig - und genau deswegen beargwöhnt ihn der Berliner Politikbetrieb. Denn der US-Präsident erinnert daran, dass schöne Worte viel mehr sein können als nur schöner Schein. Deutschland hat dagegen eine Kanzlerin, die Worte am liebsten abschaffen möchte.

    US-Wahl: Wie die deutsche Presse Obama und die Politik verachtet - SPIEGEL ONLINE
    Toller Artikel. Mal ohne die üblichen Ressentiments und Schubladen.