Urteil in Frankfurt: Makler dürfen lügen

dapdDie Angaben von Maklern zur Wohnfläche sind laut einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt nicht bindend. Im konkreten Fall müssen die Bewohner die volle Miete zahlen, obwohl die Wohnung kleiner ist als in einer Annonce angepriesen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-866340.html
  1. #1

    Ganz normal

    Blöde, reißerische Überschrift.

    Es ist eine ganz simple Tatsache, dass wichtige Dinge wie z.B. die Wohnungsgröße in einen Vertrag gehören. Wie kann man so dämlich sein und sich auf eine mündliche Aussage verlassen ohne diese in den Vertrag schreiben zu lassen?
  2. #2

    Nur weiter so! Jetzt wird mangelnde Seriosität also auch schon juristisch unterstützt! Ich weiß nicht, wohin diese Aufweichung traditioneller Werte noch führen soll.
    Auch wenn der Mieter prinzipiell sicher auch selbst in der Verantwortung steht, muss er sich doch bei einem schriftlichen Angebot auch auf dessen Stichhaltigkeit verlassen können.
  3. #3

    Wenn ich also in einer Anzeige

    ein Kilo Kaffee bewerbe und anschließend 800gr verkaufe ist das ok, solange keine Gewichtsangabe auf der Packung ist?

    Wenn ich mir vorstelle, dass Makler und Vermieter damit durchgekommen sind, wird mir ganz schlecht!
  4. #4

    Wofür?

    Und wofür bekommen dann Makler ihre Provision?
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Angaben von Maklern zur Wohnfläche sind laut einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt nicht bindend. Im konkreten Fall müssen die Bewohner die volle Miete zahlen, obwohl die Wohnung kleiner ist als in einer Annonce angepriesen.

    Urteil: Makler dürfen bei Immobilien lügen - SPIEGEL ONLINE
    Das ist ja interessant. Die Lebensmittelhändler können nun auf ihren Anzeigenblättern eine andere Preisangabe machen als tatsächliche Kosten im Laden.
  6. #6

    Toller Rechtsstaat und zeigt die Inkompetenz unserer Richter

    Der Richter, der dieses Urteil verfasst hat, hat die typische Haltung eines Abnickers und Ignoranten gegenüber klaren technischen Gegebnheiten. Die Mietfläche ist nun mal eindeutig ausrechenbar, es gibt eindeitige Regeln bei schrägen Wänden und wenn die Annonce einen falschen Wert ausweist, dann ist das bewusste Täuschung des Maklers. Wahre Werte dann zu ignorieren und dem Täuscher noch Recht zu geben ist eine grobe gedultete Verletzung der Rechte des Privatbürgers. Hier urteilen mal wieder Richter nach dem Willen von Lobbyisten.
    Dieses Urteil ist eine Schande für den Rechtsstaat.
  7. #7

    Schlechtes URTEIL

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Angaben von Maklern zur Wohnfläche sind laut einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt nicht bindend. Im konkreten Fall müssen die Bewohner die volle Miete zahlen, obwohl die Wohnung kleiner ist als in einer Annonce angepriesen.

    Urteil: Makler dürfen bei Immobilien lügen - SPIEGEL ONLINE
    War nur nen Amtsrichter, aber selbst die sollten etwas weiter denken.
    Der Mehrwehrt eines Maklers liegt bei Null und das ganze Gewerbe ist reine Abzocke. Gerde deswegen kann man als derjenige der den Makler bezahlen muss erwarten, das die Wohnungsgröße als entscheidene Angabe stimmt!
    Das ist Täuschung und Betrug!
    Unsere politis. Repräsentanten tun aber wieder mal gar nicht und beim Volk macht sich Zynismus breit.
  8. #8

    optional

    Nein, Makler dürfen nicht lügen - auch wenn SPON hier so gerne zündeln möchte.

    Makler übernehmen die Angaben vom Eigentümer oder aus der Teilungserklärung - sollten sie bewusst gelogen haben, würden sie selbstverständlich zur Rechenschaft gezogen.
    Wenn die Angaben des Vermieters oder in der TE nicht stimmen, dann kann man das zur Recht nicht dem Makler anlasten - so steht es auch meist in Exposes.
  9. #9

    Ich denke

    Ich denke da sofort an arglistige Täuschung. Aber bin auch kein Richter, sondern nur normaler Mensch. :D