Einstiegsgehälter: Kein Lohn zu verjubeln

APHaben Sie Architektur studiert oder wollen nach dem Abschluss was mit Kultur machen? Dann müssen Sie ganz tapfer sein: In Ihrem ersten Job werden Sie wohl wenig verdienen. Eine neue Studie belegt ernüchternde Startgehälter für junge Akademiker in manchen Branchen und Regionen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-866150.html
  1. #1

    Verhältnismäßigkeit

    Es ist hier von Eintrittsgehältern die Rede. Mehr Geld, als viele nach vielen Jahren harter, körperlicher Arbeit je verdienen werden. Ein Satz wie "Erst recht nicht für knapp 3000 Euro im Monat" ist überheblich, arrogant und bar jeder Verhältnismäßigkeit.
  2. #2

    Artikel kommt für mich zu spät

    "Wer auf ein ordentliches Gehalt aus ist, sollte am besten einen Bogen um alle Stellenausschreibungen machen, die für Jobs ... in Druckindustrie und Verlagen ... werben - denn dort gibt es gerade einmal 2650 Brutto-Monatslohn für die erste Stelle nach dem Studium." Den Hinweis hätte ich mal vor 15 Jahren bekommen sollen - auch jetzt sitze ich noch mit weniger als 3.500 Euro brutto fest, trotz Berufserfahrung. Aber es gibt ja noch was anderes im Leben als ein "ordentliches Gehalt"...
  3. #3

    optional

    Das meiste Geld bekommt man im Vertrieb, das sollte man wissen, wohin das gehen kann zeigt Carsten Marschmeier, wer im Rechnungswesen einsteigt, der braucht lange bis er ans dicke Geld kommt,
    ansonsten gibt es noch Unternehmensberatungen auch da muß man nichts wirklich können und verdient einen Haufen Geld.
    Natürlich gibt es noch Börsen InvestmentsFund und vieles mehr.

    was man in Deutschland verpasst hat mit Bachelor und master ist die chance zum geteilten Studieren,
    Louis Begley hat einen BA in englischer Literatur und einen Master in Law, war Anwalt und wurde dann schriftsteller.

    auch Clinton hat erst Recht im Master studiengang studiert hier werden die menschen 5 jahre mit dem immer gleichen gequält.
  4. #4

    Noch viel zu viel

    für knapp 3000 Euro im Monat. Wenn ich als Physiker soviel bekommen hätte, hätte ich nicht nochmal studiert.
  5. #5

    Zitat von Artikel
    Wer auf ein ordentliches Gehalt aus ist, sollte am besten einen Bogen um alle Stellenausschreibungen machen, die für Jobs in der Bauwirtschaft, in Druckindustrie und Verlagen und eben auch in der Kultur-, Sport- und Unterhaltungsbranche werben - denn dort gibt es gerade einmal 2650 Brutto-Monatslohn für die erste Stelle nach dem Studium.
    ....und um den öD: Einstiegsgehalt im TVöD gehobener Dienst (Abschluss Bachelor oder Diplom FH): 2370 Euro; höherer Dienst (Abschluss Master oder Diplom Uni): 3220 Euro.
  6. #6

    Zitat von mertenju Beitrag anzeigen
    Es ist hier von Eintrittsgehältern die Rede. Mehr Geld, als viele nach vielen Jahren harter, körperlicher Arbeit je verdienen werden.
    Die, die körperlich schon hart gearbeitet haben, steigen aber für gewöhnlich viel früher in den Beruf ein. Das Geld muss der Akademiker erst einmal verdienen/erhalten.

    Zitat von mertenju Beitrag anzeigen
    Ein Satz wie "Erst recht nicht für knapp 3000 Euro im Monat" ist überheblich, arrogant und bar jeder Verhältnismäßigkeit.
    Warum? Wer sich zu billig verkauft, der hat eben keine Ambitionen. Und solange es Arbeitgeber gibt, die mehr als 3000 Euro zahlen, solange kann man die Forderung stellen. Zur Erinnerung: wer 35 Jahre lang konstant 2.500 Euro Brutto erhalten hat, bekommt als Rente nur die Grundsicherung.
  7. #7

    Zitat von mertenju Beitrag anzeigen
    Es ist hier von Eintrittsgehältern die Rede. Mehr Geld, als viele nach vielen Jahren harter, körperlicher Arbeit je verdienen werden. Ein Satz wie "Erst recht nicht für knapp 3000 Euro im Monat" ist überheblich, arrogant und bar jeder Verhältnismäßigkeit.
    Sie vergessen, dass ein Studium viel Zeit und harte Arbeit bedeutet. Einen Abschluss bekommt man schließlich nicht geschenkt! Somit finde ich es gerechtfertigt, wenn man statt einer normalen Ausbildung Abitur macht und ein Studium erfolgreich abgeschlossen hat, ein entsprechendes Gehalt hat. Als armer Student wird man von Freunden in einer bezahlten Ausbildung auch gerne mal etwas belächelt. Das Grinsen ist dann natürlich schnell weg wenn man nach dem Studium einen tollen Job mit vernünftiger Bezahlung gefunden hat. Im übrigen steht es jedem frei zu studieren....
  8. #8

    Glaube ich nicht

    Den Statistiken auf lohnspiegel.de kann ich nicht glauben, die scheinen mir nicht repräsentativ zu sein, worauf auch z.B. das völlig unglaubwürdige Verhältnis Bachelor FH zu Bacherlor Uni hindeutet. Das zeigt doch, dass hier statistisch einiges im Argen liegt (a la werfe ich eine Münze nur 100mal kann ich schnell zu dem Schluss kommen, dass Zahl mit 60% Wahrscheinlichkeit auftritt).
    Zudem muss ich aus persönlicher Sicht sagen, dass fast alle Leute die ich kenne deutlich mehr verdienen, als hier angegeben.
    Ich vermute zudem, dass bei solchen Lohnportalen sich vermehrt die Leute umschauen und eintragen, die mit ihren Lohn unzufrieden sind und daher die Zahlen allgemein (deutlich) zu niedrig sind.
    Warum schreibe ich das? Weil das zu einem Teufelkreis führt. Die Löhne in Deutschland sind eh zu niedrig (vor allem im Verhältnis der Gewinne der Unternehmen der letzten Jahre).
    Wenn nun Berufsanfänger sich an solchen Gehältern orientieren werden sie auch nicht mutig genug sein mehr zu verlangen und dann selbst wieder ein niedriges Gehalt angeben, woran andere sich orientieren etc.
  9. #9

    Abgesehen davon,

    dass die hier genannten Einstiegsgehälter sehr auskömmlich sind (ich kann sie fast nicht glauben), gilt halt auch hier das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Ingenieure und Vertriebler sind als Mangelware eben gefragter als der zweimillionste SozPäd.