Schnäppchenportal: Anleger verramschen Groupon-Aktie

Getty ImagesGroupon macht 32 Prozent mehr Umsatz und überzeugt die Anleger dennoch nicht. Denn im Vergleich zu früheren Zahlen fiel das Wachstum des Schnäppchenportals mau aus - auch weil Europa das US-Unternehmen ignoriert. Die Aktie ist nun zum Ramschpreis zu haben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-866216.html
  1. #1

    "vor allem in Europa ... gebe es "anhaltende Herausforderungen", sagte Gründer und Firmenchef Andrew Mason." -- Zitatende -- Noch so einer, der diesen widerlichen Euphemismus für das Wort "Probleme" verwendet. Kein Wunder, dass es da nicht klappt.
  2. #2

    hmmm

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Groupon macht 32 Prozent mehr Umsatz und überzeugt die Anleger dennoch nicht. Denn im Vergleich zu früheren Zahlen fiel das Wachstum des Schnäppchenportals mau aus - auch weil Europa das US-Unternehmen ignoriert. Die Aktie ist nun zum Ramschpreis zu haben.

    Groupon legt schwache Zahlen vor und stürzt an Börse ab - SPIEGEL ONLINE
    Trotz Querlesen in den Links und Wikiartikel (kannste vergessen) - ich kapier das Geschäftsmodell nicht.
    Irgendwo steht "Für die Firmen ist das im besten Fall eine gute Werbung. Für die Groupons ein gutes Geschäft." So sehe ich das irgendwie auch gerade mal.

    Nur - warum macht man überhaupt solche Deals mit Groupon, wenn letztlich nur die Gewinn machen?
    Mir scheint, wenn irgendwo einer eine auch noch so blöde Idee hat, dann wird da massenweise aufgesprungen - Hauptsache neu und Web-aktiv. Nachdenken später dann.
    So verquer kann man eigentlich kaum denken, was da im Netz alles an Ideen angeboten und sogar vertickt wird. Siehe auch Facebook und Twitter.
  3. #3

    optional

    Ich habe den vermeintlichen Erfolg von Groupon nie verstanden...ich lade eine neue Bekanntschaft zum Essen ein und zücke ganz stolz meinen Gutschein...schau mal was ich für ein Sparfuchs bin...gehts schäbiger?
  4. #4

    Groupon

    Groupon-Kunden sind nicht an neuen Alternativen interessiert (Essen, Trinken, Ausgehen, Wellness), sondern einzig und allein auf Schnäppchenjagd. Was den einzelnen Betrieben als Werbekampagne angeschwatzt wurde, ist wirtschaftlich oft kaum zu bewältigen. Vor allem, wenn auf einmal 1000 Gäste ein Schnitzel für 4 Euro haben wollen und die Hälfte von diesen schon mickrigen Einnahmen erstmal an den Vermittler geht.

    Der Kunde hat ebenso das Nachsehen: Er kriegt oft lieblos hingeklatschtes Essen in Mini-Portionen und lustlose Massagen. Eben weil man als Groupon-Kunde das Stigma des geizigen Feilschers hat, der ja eh nur kommt, weil er das Angebot unfassbar günstig erstanden hat.

    Der einzige Gewinner war lange Zeit nur Groupon selbst. Zum Glück geht das Geschäftsmodell nicht wirklich auf.
  5. #5

    Etwas beruhigend ...

    das sich angelsächsische "Geschäftspraktiken" nicht ohne weiteres auf Europa übertragen lassen (siehe Starbucks-Meldung vor kurzem).

    Trotzdem bin ich überzeugt, dass der Verdummungsprozess sich auch in Europa weiter fortsetzen wird ... nur eben nicht in dem Tempo wie es sich Anteilseigner und Investoren wünschen.

    Dranbleiben, das wird schon. In Europa ist noch einiges zu holen.

    Viele Grüße

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Groupon macht 32 Prozent mehr Umsatz und überzeugt die Anleger dennoch nicht. Denn im Vergleich zu früheren Zahlen fiel das Wachstum des Schnäppchenportals mau aus - auch weil Europa das US-Unternehmen ignoriert. Die Aktie ist nun zum Ramschpreis zu haben.

    Groupon legt schwache Zahlen vor und stürzt an Börse ab - SPIEGEL ONLINE
  6. #6

    Wachstumsgeilheit

    Was erwarten die Leute eigentlich? Irgendwann ist der Markt gesättigt, dann gibt es eben kaum noch Wachstum. Das gehört zum BWL Ein-Mal-Eins.
  7. #7

    Groupon ist nur Augenwischerei...

    Die vermeintlichen Schnäppchen sind oft keine. Wertschöpfung des Unternehmens ist ähnlich wie bei facebook gleich Null. Daher ist der Verfall der Aktie zu begrüssen und entspricht mehr und mehr dem realen Wert des Unternehmens.
  8. #8

    Ein Tipp für Investoren

    Was haben Groupon und Griechenland gemein?

    Nein nicht nur dass sie mit G anfangen.

    Beide können nur mit entsprechendem Wachstum überleben... und das wird nicht kommen.

    Die Pleite lässt grüssen.
  9. #9

    Undurchdachtes Konzept

    Ich kenne einige Händler/Gastronomen, die hier in Hamburg ihr Angebot bei Groupon platziert haben. Wenn man alles für ca. 50% günstiger anbietet und von dem Rest auch noch die Hälfte an Groupon abführt, kann man sich an einer Hand abzählen, was das genau bedeutet. Also: Man muss solche Aktionen mit einem Marketing-Budget bezahlen. Für Neueröffnungen, Läden in der Pampa, unausgelastete Zeiten, Restposten und Automaten-Dienstleistungen kann das ganz okay sein, aber dann auch nur als einmalige Aktion. Und dann wird es schon schwierig für Groupon, weitere Partner in einer Stadt zu finden. Irgendwann sind alle abgegrast.