Hohe Abbrecherquote im Mathe-Studium: "Wir Professoren sind schuld"

CorbisFrust hoch drei: Obwohl sie sehr gute Job-Aussichten hätten, brechen acht von zehn Studenten das Mathe-Studium ab. Günter Törner, seit mehr als 30 Jahren Professor, spricht über Kollegen, die knallhart aussieben, und erklärt, warum Frauen besondere Unterstützung verdienen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-863412.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frust hoch drei: Obwohl sie sehr gute Job-Aussichten hätten, brechen acht von zehn Studenten das Mathe-Studium ab. Günter Törner, seit mehr als 30 Jahren Professor, spricht über Kollegen, die knallhart aussieben, und erklärt, warum Frauen besondere Unterstützung verdienen.

    Törner erklärt, warum 80 Prozent der Mathematik-Studenten abbrechen - SPIEGEL ONLINE
    Ach? Frauen werden bei ihm im Studium zum Schweigen gebracht? Von wem denn? Mehr weibliche Absolventen als männliche bringt der Professor auch hervor und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen überwiegen gegenüber den Mitarbeitern und trotzdem will er Frauen mehr "an die Hand nehmen". Vielleicht sollte man ganz einfach den Männern das Mathematikstudium verbieten, wenn doch Frauen angeblich sowieso mehr Leistung in diesem Bereich zeigen.
  2. #2

    Ne, ne, ne, ne...!!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frust hoch drei: Obwohl sie sehr gute Job-Aussichten hätten, brechen acht von zehn Studenten das Mathe-Studium ab. Günter Törner, seit mehr als 30 Jahren Professor, spricht über Kollegen, die knallhart aussieben, und erklärt, warum Frauen besondere Unterstützung verdienen.

    Törner erklärt, warum 80 Prozent der Mathematik-Studenten abbrechen - SPIEGEL ONLINE
    Das mit den "Kunden und entgegenkommen" will ich mal überhört haben! Erstens gibt es an der Uni keine Kunden und zweitens: Nur weil unsere Kultusministerpflaumen durch ihre jahrelangen, extrem dummen Reformen, nunmehr Abiturienten produzieren, die den Anforderungen an ein richtiges Studium nicht mehr gewachsen sind, ist es nicht notwendig die Studienlanschaft anzupassesn. Was wir brauchen sind Menschenmassen die sich bei denen beschweren und richtig Dampf unterm Kessel machen. Der Wähler und sein Kreuzchen ist also gefragt!!!
    Frauen besonders fördern! Wieso? Gerade vorhin habe ich noch gelesen, dass Frauen intelligener als Männer seien. Also, wo haben die Mathestudentinnen diese Intelligenz nur so gut versteckt?
  3. #3

    Unsinn...

    "Frauen sind allerdings häufig bescheidener, in gemischten Übungsgruppen werden sie meistens völlig unbegründet zum Schweigen gebracht."

    Unsinn Herr Professor! Man sollte Politik nicht mit Wissenschaft mischen, wie Sie es tun!

    Ich habe in den 90er Jahren erfolgreich Mathematik und Physik studiert und musste feststellen: In keinem anderen Fach wurden Frauen so integriert wie in Mathematik. Vor allem in den Übungsgruppen - sie waren vollständig gleichberechtigt. Das hiess aber auch: Keine extra Rechte!
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frust hoch drei: Obwohl sie sehr gute Job-Aussichten hätten, brechen acht von zehn Studenten das Mathe-Studium ab. Günter Törner, seit mehr als 30 Jahren Professor, spricht über Kollegen, die knallhart aussieben, und erklärt, warum Frauen besondere Unterstützung verdienen.

    Törner erklärt, warum 80 Prozent der Mathematik-Studenten abbrechen - SPIEGEL ONLINE
    Nebenbei: Meine Frau und ich erleben im täglichen Geschäftsleben Frauen zunehmend als Besserwisserisch, sich überlegen fühlend, dominieren wollend, kritikresistent und vor allem bestimmen wollend.

    Das trifft sehr selten auf Frauen 45+ zu, selten auf Frauen mit naturwissenschaftlich oder medizinischer Ausbildung, überproportional aber auf Frauen mit mittlerer (akademischer) Bildung aus der Mittelschicht zu, die aufgrund politischer Vorgaben meinen sie seien die Krone der Schöpfung.

    Meine Frau muss diesen Damen im gleichen Alter meist erstmal den Kopf waschen, bis man mit ihnen in einer angemessenen Art und Weise kommunizieren kann.

    Ach ja: Den Gang zum Chef empfinden die Meisten sofort als persönliche Beleidigung.

    Wir haben kein Gleichberechtigungsproblem: Wir haben ein Erziehungsproblem.
  5. #5

    Mathematik ist kein Zuckerschlecken

    Mathematik ist klar und eindeutig. Da komm ich halt nicht so einfach zum Dr. Titel vor allem das plagieren ist hier fast unmöglich. Auf der anderen Seite ist ein Hochschullehrer mit einer Bestehenquote von 8% ganz bestimmt nicht in der Lage so einen Stoff seinen Studenten beizubringen. Es liegt allso wie meistens an beiden: Studenten, die merken dass Mathematik eben nicht einfach ist und Hochschulehrer mit schlechten pädagoischen Vorraussetzungen um diesen Stoff an die Studierenden zu bringen!
  6. #6

    Meiner Beobachtung nach werden Frauen bereits derart bevorteilt, dass ein natur- bzw. strukturwissenschaftlicher Abschluss für sich zunächst nicht mehr ernst zu nehmen ist. Erst wenn die "Frau" Leidenschaft und spielerischen Umgang mit der Materie demonstriert, bekommt sie meine Anerkennung.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frust hoch drei: Obwohl sie sehr gute Job-Aussichten hätten, brechen acht von zehn Studenten das Mathe-Studium ab. Günter Törner, seit mehr als 30 Jahren Professor, spricht über Kollegen, die knallhart aussieben, und erklärt, warum Frauen besondere Unterstützung verdienen.

    Törner erklärt, warum 80 Prozent der Mathematik-Studenten abbrechen - SPIEGEL ONLINE
    Bei uns lag die Abbrecherquote 1994 in Mathe- und Physik zusammengenommen bei 50%...

    Das heißt aber nicht, dass aus diesen Abbrechern Nichts geworden wäre: 60% der Abbrecher wechselten zu den Ingenieurswissenschaften, schafften ihren Abschluss und arbeiten nun in der Industrie.

    Die restlichen 40% habe ich leider nicht verfolgen können, da sie auch die Stadt für das Studium wechselten.

    Heißt: 80% aller Anfänger in Mathe- und Physik erreichten ein Diplom, wenn vielleicht auch in einem anderen Studiengang - meist aber ohne Verzögerung, weil Leistungen gegenseitig anerkannt wurden.
  8. #8

    jein

    Leider finden sich in dem Artikel neben ein paar richtigen Bemerkungen viele falsche Behauptungen und falsche Schlussfolgerungen.
    Tatsächlich haben die meisten Mathematikstudenten aus ihrer Erfahrung im Mathematikunterricht in der Schule völlig falsche Vorstellungen vom Mathematikstudium. Von abstraktem Denken, vom Beweisen, von Modellen haben nur die wenigsten je gehört geschweige denn Erfahrung gesammelt. Eine Überarbeitung der Lehrpläne und Lernziele wäre dringend nötig, ebenso eine geänderte Aus- und Weiterbildung der Mathematiklehrer.
    Für eine Sonderbehandlung von Frauen gibt es überhaupt keinen Grund. Frauen haben die gleichen Chancen wie Männer, gerade in Mathematik, und es gibt einige Frauen, die in diesem Fach Höchstleistungen erbringen. Allerdings haben offensichtlich nur relativ wenige Frauen Interesse an diesem Fach, und dies ist eine völlig wertfreie Feststellung. Dass Verbesserungen in der Lehre, insbesondere auch in den ersten Semestern, nötig sind, ist richtig. Allerdings darf das nicht in der Weise missverstanden werden, dass die Anforderungen in den ersten Semestern heruntergeschraubt werden. Dies würde nur dazu führen, dass die Studenten später als zurzeit ihr Mathematikstudium aufgäben, was sicher nicht wünschenswert wäre.
  9. #9

    Tja

    Mathematik muss man nunmal leider irgendwie auch können. Aus mir wird ja auch nie ein passabler Musiker werden, und wenn mich Beethoven persönlich an die Hand nähme.