Republikaner vs. Einwanderer: Letzte Hoffnung Rubio

REUTERSInmitten all der republikanischen Verlierer gibt es einen Sieger: Floridas Senator Marco Rubio. Dem Sohn zweier Exil-Kubaner dürfte in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle zukommen - er soll die Konservativen mit den Einwanderern versöhnen. Keine ganz leichte Aufgabe.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-865988.html
  1. #1

    Oje...

    Nach der verlorenen Wahl 2008 hat die GOP versucht ihren eigenen afroamerikanischen Kandidaten aufzubauen um den Vorwurf des Rassismus zu entkräften - der Mann scheiterte in den vergangenen Vorwahlen.

    Jetzt bastelt man sich einen Kandidaten mit lateinamerikanischem Hintergrund der auch so aussieht - Romney selbst hat ja auch ein paar dürre Wurzeln in Mexiko durch seinen aus- und wieder eingewanderten Grossvater. Aber das hat nicht gereicht um das xenophobe Gerede grosser Teile der GOP zu entschärfen.

    Mal sehen obs diesmal klappt. Wenn der Zug nicht bereits abgefahren ist.
  2. #2

    Die Republikaner sollten neue Antwort finden

    Einwanderung :
    Man öffnet den Qualifizierten die Türen, um so der eigenen Wirtschaft und Gesellschaft zu dienen.
    Illegale Unterqualifizierte werden in das Land ihrer Herkunft zurückgeschickt
    Freie Bahn dem Tüchtigen

    Bidlung :
    Strikte Durchsetzung der Schulpflicht, mit Anhebung des Anforderungsniveaus. Mindestens zwei Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften bis zum Abschluss der Schule

    Gesundheit:
    Ausbau des Gesundheitssystems in Anlehnung an Obamacare

    Außenpolitik:
    Konsequente antiiranische Haltung, mit Ausweitung des Embargos
    Kompromisslose Unterstützung Israels
    Disengagement mit China

    Innenpolitik

    Harte Linie im Kongress " Fiscal Cliff"
    Null-Toleranz gegenüber Kriminellen
    Abtreibungsfreigabe bis zur 12. Woche
    Schwule können heiraten,wen sie wollen
  3. #3

    Naja, das wird wohl nicht gelingen. Der typische Rep-Wähler glaubt, er sei etwas besseres weil es sein Großvater war, der vom Boot gestiegen ist und nicht er selber. Xenophob, Immigrantenfeindlichkeit und ein Hauch white supremacy, dieser Wähler wird sich von der GOP anwenden, wenn diese anfängt sich den Latinos anzubiedern.

    Wer seine Freizeit damit verbringt, private Grenzpatrouillen durchzuführen um dann auf alle "illegals" scharf zu schießen, braucht sich nicht wundern wenn er von denen nicht gewählt wird.
  4. #4

    Zitat von nickleby Beitrag anzeigen
    Die Republikaner sollten neue Antwort finden

    Einwanderung :
    Man öffnet den Qualifizierten die Türen, um so der eigenen Wirtschaft und Gesellschaft zu dienen.
    Illegale Unterqualifizierte werden in das Land ihrer Herkunft zurückgeschickt
    Freie Bahn dem Tüchtigen

    Bidlung :
    Strikte Durchsetzung der Schulpflicht, mit Anhebung des Anforderungsniveaus. Mindestens zwei Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften bis zum Abschluss der Schule

    Gesundheit:
    Ausbau des Gesundheitssystems in Anlehnung an Obamacare

    Außenpolitik:
    Konsequente antiiranische Haltung, mit Ausweitung des Embargos
    Kompromisslose Unterstützung Israels
    Disengagement mit China

    Innenpolitik

    Harte Linie im Kongress " Fiscal Cliff"
    Null-Toleranz gegenüber Kriminellen
    Abtreibungsfreigabe bis zur 12. Woche
    Schwule können heiraten,wen sie wollen
    Das ist doch im Wesentlichen das Programm der Demokraten (abgesehen natürlich vom Umgang mit der "fiscal cliff"). Wäre es da nicht einfacher die Demokraten zu wählen, anstelle auf eine Einsicht der Republikaner zu hoffen ?
    Absolute Loyalität zu einer Partei ist in einer Demokratie nicht wirklich hilfreich. Wenn eine Partei (die Republikaner) die eigenen Vorstellungen nicht mehr vertritt, dann muss man eben eine andere Partei wählen. Sollten dann später die Republikaner ihre Positionen revidieren, dann kann man ja wieder Ihnen seine Stimme geben.
  5. #5

    Schuster ...

    Die Autor weiss ledier wenig ueber die Strukur der lateinamerikanischen Minderheit. Die kubanische Gruppe unterstuetzt die Republikaner ausschliesslich aufgrund deren halter Haltung gegenueber Castro. Der Rest (Mexikaner, Venezulaner, Kolumbianer, etc.) hat keine derartigen Beweggruende ... und die haben Obama in Florida zum Sieg verholfen. Rubio ist beim "Rest" alles anderen als angesehen ... sonst haette er mit seinem persoenlichen Einsatz Florida fuer Romney geliefert.
  6. #6

    melting pot

    Dachte immer die USA seien der melting pot aller Kulturen, was soll das nun wieder werden ??
  7. #7

    GOP - immer was zu lachen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Inmitten all der republikanischen Verlierer gibt es einen Sieger: Floridas Senator Marco Rubio. Dem Sohn zweier Exil-Kubaner dürfte in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle zukommen - er soll die Konservativen mit den Einwanderern versöhnen. Keine ganz leichte Aufgabe.

    Senator Rubio soll die Konservativen mit den Einwanderern versöhnen - SPIEGEL ONLINE

    Achja, wenn die GOP sich an Minderheiten ranzuschleimen versucht, die sie qua Ideologie eigentlich verachtet, gibt's immer was zu lachen.
    Hier mal ein paar "fun facts" für deutsche Leser, die sich mit der Lationothematik wahrscheinlich nicht so auskennen.

    1. Rubios Geschichte vom "armen Exilkubaner der vor Castro flüchtete" ist arg wunderlich, wenn man bedenkt, dass seine Eltern 1956 - Jahre vor Castros Machtübernahme in die USA einwanderten. Für himmelschreiende Armut in seinem Elternhaus gibt's abgesehen von Rubio eigenen Erzählungen auch nicht viel Belege...

    2. Die GOP scheint nicht verstehen zu wollen, dass man nicht von "den Latinos" oder "den Hispanics" sprechen kann, genauso absurd wäre es, wenn sich in Europa eine Partei an "die Christen" oder "die Europäer" wenden wollte. Die Latinogemeinschaft ist politisch, ethnisch und kulturell heterogen.

    3. Aus dem katholisch geprägten Wertkonservatismus in Familienfragen vieler Latinos (z.B. zu Geschlechterrolle, Familie als Ideal, Ehe wichtig, restriktive Abtreibungsregeln) wird regelmässig der Fehlschluss gezogen, dass viele Latinos automatisch auch in Sozial- und Wirtschaftsfragen auf GOP-Linie seien (wenig Sozialprogramme, Private Bildung, keine Konjunkturprogramme etc.) - dem ist nachweislich nicht so. Die meisten Latinos kennen aus ihren Heimatländern einen aus GOP-Sicht "linken Staat" und halten einen solchen auch nicht für schlecht.

    4. Soziale Akzeptanz haben Latino-Aufsteiger fast ausschliesslich von Mitte-Kreisen, bzw. den Demokraten erfahren. Der typische Republikaner ist aus Sicht der meisten Latinos dagegen ein rassistischer, überheblicher Weisser mit ausgeprägter Verachtung, für alles, was nicht in sein Denkschema passt. Das äussert sich etwa in solchen Erklärung von GOP-Grössen bei Fragen nach der Rolle des Spanischen in der US-Gesellschaft wie: "dass die englische Sprache, die Sprache der Zivilisation" sei

    Richtig nette Leute - oder?
  8. #8

    Zitat von gg1963 Beitrag anzeigen
    Dachte immer die USA seien der melting pot aller Kulturen, was soll das nun wieder werden ??
    Jedes Grüppchen kocht sein Süppchen.

    Aber Mischung gibt es trotzdem.
  9. #9

    Klare Trennung

    Zitat von gg1963 Beitrag anzeigen
    Dachte immer die USA seien der melting pot aller Kulturen, was soll das nun wieder werden ??
    Die USA sind und waren nie ein melting-pot.
    Ich nehme immer die "internationalste" Stadt der USA als Beispiel: New York, dort leben X verschiedene Voelker aber fast gaenzlich Nebeneinander. Rasse oder ethnische Herkunft sind bis heute eine inoffiziele Barriere fuer die gesellschaftliche Stellung

    Schauen sie sich mal um in NYC, wo trinken Schwarz, Weiss, Braun, etc mal zusammen. Wo sieht man in den NYC oder USA Gruppen von Menschen mit verschiedener Hautfarbe die zusammen in den Urlaub fahren, Besichtigungen machen was-auch-immer (bitte das Militaer und Personal aussen vor lassen, da ist ist anders)
    Wieviel US Filme und Serien kennen sie, wo es "gemischte" Paare gibt? Wieviele Schauspieler, Politiker, Menschen im oeffentlichen Leben?