US-Präsidentschaftswahl: Die Multikulti-Sieger

REUTERSLatinos, Schwarze, Frauen: Diesen Bevölkerungsgruppen hat Barack Obama seine Wiederwahl zu verdanken. Auch langfristig verschiebt der demografische Wandel die Mehrheiten zu den Demokraten. Das traditionelle Amerika - weiß, angelsächsisch, protestantisch - hat ausgedient.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-865998.html
  1. #1

    Allgemeinplätze

    Warum weiß ich bereits nach dem Lesen der Einleitung, dass Herr Pitzke auch hier wieder nur ein paar Allgemeinplätze zusammengetragen und dann zusammengemixt hat?
  2. #2

    Im Grunde...

    ...sind alle gleich. Sobald die Latinos die Mehrheit bilden, werden sie einen der ihren zum Präsidenten wählen. Und zwar aus dem selben Grund, warum die Weißen für Romney gestimmt haben. Für einen Schwarzen wird dann wieder kein Platz sein.

    Letzten Endes bleibt nur die Frage, wer sich dann den Mitleidsbonus als diskriminierte Volksgruppe anheften darf.
  3. #3

    Dann bin ich mal gespannt, ob diese Gruppen das Land weiterbringen.

    Weiterbringen im Sinne von aus eigener Kraft zu leben. Bis jetzt habe ich den Eindruck, dass ein Großteil dieser Wählergruppen eher darauf spekuliert, vom Staat etwas zu bekommen, als etwas zu geben. Dafür ist dann die schrumpfende Zahl der WASPs zuständig?
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Latinos, Schwarze, Frauen: Diesen Bevölkerungsgruppen hat Barack Obama seine Wiederwahl zu verdanken. Auch langfristig verschiebt der demografische Wandel die Mehrheiten zu den Demokraten. Das traditionelle Amerika - weiß, angelsächsisch, protestantisch - hat ausgedient.

    US-Wahl: Demografischer Wandel ermöglicht Obamas Sieg - SPIEGEL ONLINE
    Fragt sich nur, ob the members of the tea party sich das "gefallen" lassen werden. Solange die "Demokratie" ihnen die Macht sicherte war ja alles wunderbar und die schrecklichen Sonntagsreden konnte man gequält lächelnd überstehen.

    Es ist ziemlicher wahrscheinlich, dass totalitäre subversive Bewegungen dieser feinen Gesellschaft zu verzeichnen sein werden.
  5. #5

    Irgendwie verwundert es mich nicht,...

    ...dass in diesem Artikel nicht ein Wort zum Thema Wirtschaft fällt.
  6. #6

    Ich find es immer wieder erstaunlich wie sehr alle Minderheiten in den USA in einen Topf geworfen werden - und dieser Topf wie selbstverständlich auf den demokratischen Herd gestellt wird.

    1. Die Schwarzen haben seit dem Rollentausch von Demokraten und Republikanern eine Präferenz für die Demokraten. Die Kandidatur Obamas hat noch mal bisher nicht erreichte Wählerreservoirs ausgeschöpft. Dennoch ist diese Präferenz nicht in Stein gemeißelt. Wenn in vier Jahren mit Hilary eine weiße Frau kandidiert und die Reps einen halbwegs anschaubaren Kandidaten nominieren, kann das schon wieder ganz anders aussehen. Außerdem sinkt die demografische Bedeutung der Schwarzen. Ihr Anteil an der Einwanderung ist gering. Ihre Geburtenraten gehen zurück. Ironischerweise vor allem durch die Reform der Sozialhilfe unter Clinton, wodurch sich viele Kinder für Sozialhilfeempfänger nicht mehr lohnen.

    2. Die Asiaten sind zahlenmäßig relativ gering vertreten. Ihre Anzahl steigt auch nur langsam, da sie zwar einen immer größer werdenden Teil der Einwanderschaft stellen, sich aber schnell integrieren und die niedrigsten Geburtenraten aller ethn. Gruppen haben.

    3. Entscheidend werden die Latinos sein, deren Anzahl durch hohe Geburtenraten und v.a. Einwanderung immer weiter steigt. Und gerade bei denen ist die Bindung zu den Demokraten am geringsten. Traditionell sind sie eher konservativ und wählen eigentlich republikanisch. Allerdings haben die Republikaner es geschafft, diese Wählergruppe durch Anbiederung an den "white trash" mit Forderungen nach Abschiebung der illegalen Latinos und Schließung der Grenzen massiv zu verärgern. Dennoch bleibt die eigentliche Nähe zu den Republikanern. Wenn diese über ihren Schatten springen können, werden sämtliche Karten neu gemischt. Ich sehe Frau Clinton noch lange nicht im weißen Haus. Jedenfalls nicht wenn die Republikaner ihren rechten Flügel unter Kontrolle kriegen und wieder zur Vernunft kommen...
  7. #7

    Politische und ökonomische Macht sind zwei Paar Schuhe…

    Über Bürgerrechte und gesellschaftliche Liberalisierung zu votieren ist das Eine – wo aber zum Anderen die ökonomische Basis so unangetastet bleibt, sind Konflikte unausweichlich. Das betrifft nicht nur die Oberfläche des politischen Alltagsdiskurses, sondern richtet sich vor allem auf die Frage nach der Akzeptanz, Wertschätzung und Honorierung von Aktivitäten außerhalb der warenfetischistischen Zusammenhäng. Solange das Gieren nach finanziellem Gewinn die Dimensionen seiner Hervorbringung ausblendet, kann der Bruch nur größer werden. Zu wünschen ist eine wachsende Einsicht in diesen Zusammenhang. Wer kann ihn leisten?
  8. #8

    Demokraten sind das aber auch nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Latinos, Schwarze, Frauen: Diesen Bevölkerungsgruppen hat Barack Obama seine Wiederwahl zu verdanken. Auch langfristig verschiebt der demografische Wandel die Mehrheiten zu den Demokraten. Das traditionelle Amerika - weiß, angelsächsisch, protestantisch - hat ausgedient.

    US-Wahl: Demografischer Wandel ermöglicht Obamas Sieg - SPIEGEL ONLINE
    Soll auch heißen, die Ausbeutung der Völker kennt keine Hautfarben
  9. #9

    Schlimm

    Wirklich schlimm das die deutschen "Qualitätsmedien" nicht zu einer vernünftigen Analyse fähig sind. "Multikulti" ist das Hauptargument von ARD bis Spiegel, war es auch schon bei Hollandes Sieg. Es stimmt zum großen Teil einfach nicht und gibt die Komplexität der amerikanischen Gesellschaft nicht wieder . Es gibt auch Latinos und Schwarze in der Tea Party. Romney hat 47% der Wähler erreicht mehr als Steinbrück wahrscheinlich stemmen wird.

    Können wir einfach akzeptieren das die Religionszugehörigkeit auch ein Thema war. Mormonen und Katholiken (gelten dort sogar als links) unterscheiden in den USA Welten. Das Steuersystem ist ein ganz anderes und die Amerikaner wollen zum Teil ihre Freiheit und nicht ihr Ganzes Geld dem Staat geben. Viele Demokraten sind patriotischer als der gesamte "Sozialdemokratenblock" der hier von Obama profitieren möchte.
    Der "War of Women" hat auch eine Rolle gespielt und wurde bisher nicht erwähnt, selbst vom Spiegel.
    Wer sich Qualitativ über die US Wahl informieren möchte muss sich auf US Magazine konzentrieren.