Alter Präsident, neue Mannschaft: Obama setzt auf ein Kabinett der Versöhnung

DPABarack Obama bleibt Chef im Weißen Haus. Aber der US-Präsident wird nicht so weitermachen wie bisher: Im Kabinett stehen mehrere Wechsel an. Es ist seine Chance, den Republikanern Signale für eine Zusammenarbeit zu senden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-865964.html
  1. #20

    Worauf er setzt, ist eine Sache. -

    Was er bekommt, ist eine ganz andere.

    Was ist von einer Administration zu erwarten, die von 48 % der Wähler nicht gewollt wird?

    Obama hat das Land gespalten. - Versöhnung kann es erst nach ihm geben.
  2. #21

    Die Leute werden sich noch wundern was in Europa und Amerika auf sie zukommt. Griechische Verhältnisse ganz sicher. Jetzt ist Frankreich dran, dann Deutschland als nächster, wie Draghi heute verkündet hat. Die deutsche Industrie verzeichnete im September das grösste Auftragsminus seit einem Jahr. Aber keine Angst, Mutti Merkel wird es schon richten.
  3. #22

    Kaffeesatzleserei ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Barack Obama bleibt Chef im Weißen Haus. Aber der US-Präsident wird nicht so weitermachen wie bisher: Im Kabinett stehen mehrere Wechsel an. Es ist seine Chance, den Republikanern Signale für eine Zusammenarbeit zu senden.

    Obama besetzt nach Wahlsieg sein Kabinett um - SPIEGEL ONLINE
    ... mit Namen, die auch dem leidlich an Außenpolitik interessierten SpOn-Leser völlig unbekannt (mit Ausnahmen) sein dürften. Das ist in etwa so, als wollte man dem Leser in München die Personalbewegungen im Stadtrat von Kiel nahebringen wollen. Also lieber mal abwarten und dann über die Zusammensetzung der Mannschaft berichten, aber auch mit den entsprechenden Hintergrundinformationen.
  4. #23

    Versöhnung, die zweite

    Und wieder werden es nur warme Worte bleiben.
  5. #24

    Zitat von ZzaiH Beitrag anzeigen
    ... Ich finde Obamas zugehen auf die Republikaner von ihm ein schwaches Zeichen. Er ist in seiner zweiten Amtszeit, kann also die unpopulären Dinge machen, denn er muss sich nicht mehr um eine Wiederwahl kümmern, warum also nicht seinen Kurs durchsetzen...aber nein er will nach rechts rücken...ganz schwach...
    Sie wissen aber schon, daß die Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus besitzen und damit Gesetzesvorhaben von Obama zu Fall bringen können, oder? Ob er will oder nicht, er muß mit den Republikanern kooperieren.
  6. #25

    Roosevelt 1904? Kann nicht sein

    Roosevelt hat 1936 mit seinem "New Deal" gewonnen und nicht 1904!! Das sollte ein SPON Redakteur mit etwas Geschichtswissen eigentlich wissen.
  7. #26

    Zitat von eb1202 Beitrag anzeigen
    Roosevelt hat 1936 mit seinem "New Deal" gewonnen und nicht 1904!! Das sollte ein SPON Redakteur mit etwas Geschichtswissen eigentlich wissen.
    ich weiß zwar nicht, ob sie es noch lesen, aber es ist nicht so einfach immer recht zu haben:
    Theodore Roosevelt
  8. #27

    Rohrkrepierer !

    @ eb1202 (Beitrag 25): Ich gebe ja zu, es macht Spaß, Spiegelredakteure zu "bashen". Aber in Ihrem Fall ging der Schuß eher nach hinten los. Im Artikel ist von Teddy (Theodore) Roosevelt die Rede und der hat die US Präsidentschaft 1904 gewonnen, wie vom Spiegel-Redakteur völlig korrekt angeführt. Sie beziehen sich auf einen zweiten US Präsidenten Roosevelt, der hieß aber Francis Delano mit Vornamen.
  9. #28

    @ b-oreily: genau recherchieren:

    Wenn der Autor wirklich Teddy Roosevelt meint dann dann kann er die Wahlen 1904 nicht mit "Fair share" gewonnen haben. Davon sprach er nämlich erst 1910. Und Erdrutschartig war 1904 gar nichts. Im gegensatz zum von mir erwähnten 1936!! Siehe Wikipedia: "Der amtierende Präsident Franklin D. Roosevelt arbeitete noch immer daran, die Maßnahmen seiner New Deal genannten Wirtschaftspolitik durch- und umzusetzen. Roosevelt gewann die Wahl am 3. November überwältigend; die meisten Amerikaner waren der Ansicht, dass die Konzepte Roosevelts die Situation eher verbessern würden als die einer neuen republikanischen Regierung.

    Es war der bis dato höchste Sieg der Demokratischen Partei im Popular Vote, wobei Roosevelt auf 60,8 Prozent der Stimmen kam. Nur bei der Wahl von 1964 konnte Lyndon B. Johnson dieses Ergebnis (61,1 Prozent) noch übertreffen" http://de.wikipedia.org/wiki/Präsidentschaftswahl_in_den_Vereinigten_Staaten_19 36
  10. #29

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gern wäre Barack Obama in der Wahlnacht wie Teddy Roosevelt gewesen. Denn Roosevelt verbuchte 1904 einen Erdrutschsieg. Er hatte für soziale Gerechtigkeit geworben, für faire Chancen und Teilhabe aller. Die Leute bescherten ihm daraufhin die größtmögliche Legitimität, Roosevelt konnte als echter Volkspräsident regieren.
    Nur einmal gerade hierzu, auch wenn es eigentlich "off-topic" ist im Hinblick auf die Kabinettsbesetzungen.

    Teddy Roosevelt war ein Republikaner. Und dass jetzt Obama das gleiche Vokabular verwendet wie Roosevelt, sagt einiges über die amerikanische politische Landschaft aus, und speziell darüber wie de facto das Zentrum der republikanischen Partei nach rechts gerückt ist, bzw. nach rechts gerückt wurde unter dem Einfluss der Tea Party (die ja im Grunde nichts anderes ist als eine Fusion der schon vorher existierenden christlichen Rechten und den wirtschaftlich Konservativen bzw. Libertären). Jetzt erwidern manche dass auch in der demokratischen Partei fringe-Elemente zu finden sind die jegliche Kooperation mit den Republikanern ablehnen, was natürlich auch stimmt. Abgesehen von dem zahlenmäßigen Unterschied ist aber der entscheidende Punkt, dass die Demokraten diesen Leuten nicht erlauben ihre eigene Partei neu zu definieren, was die Republikaner effektiv tun. Egal bei welchem Thema, sei es Obamas Geburtsurkundengeschichte, oder die Idee dass in jeder Situation Steuersenkungen immer zu erhöhten Investitionen in die Wirtschaft führen, oder die Debatte über Abtreibung, überall ist es die rechte Flanke der Republikaner die den Ton angibt. Deshalb hat sich Mitt Romney ja auch in den primaries in eine Ecke gestellt, die er in den letzten Wochen vor der Wahl unter allen Umständen verlassen wollte. (Und, die Tatsache dass es gerade sein Umschwung zu einem Moderaten war, der die Wahl in letzter Minute doch noch spannend gemacht hat, zeigt dass es keineswegs so ist dass amerikanische Wähler diesen ultrakonservativen Quatsch tatsächlich mehrheitlich wollen.)

    Von daher bleibt abzuwarten ob es für Obama überhaupt möglich ist, mit moderaten Republikanern einen Deal zu machen, weil letztere um ihre eigene Macht fürchten wenn sie auf Obama einen Schritt zu gehen. Das ist ja auch schon letzten Sommer passiert, als House Speaker Boehner beinahe einen Deal mit Obama gemacht hat was die Schuldenobergrenze anging, aber ihm dann seine eigenen Leute unter Führung von Eric Cantor die Unterstützung verweigert haben. Das bedeutet natürlich nicht dass Obama es nicht versuchen sollte, und sollte Erskine Bowles tatsächlich Kabinettsmitglied werden, ist das schon ein großer symbolischer Schritt in Richtung von Budgetkürzungen die manche demokratischen Einflussgruppen, allen voran die AARP (Senioren), mit Sicherheit nicht gerne sehen werden.