Obamas Twitterfoto: Glaube, Liebe, Berechnung

Scheinbar abgewandt von der Welt schließt der Präsident die Augen, die First Lady schmiegt sich an ihn: Barack Obamas Siegesfoto, verbreitet per Twitter, wirkt wie ein Moment der Ruhe - und ist doch berechnet: ein Feuerwerk der Symbole, ein Zeichen unerschütterlichen Selbstbewusstseins.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-865840.html
  1. #1

    Auf Kitsch...

    ...fahren die Amerikaner voll ab. Deshalb erscheint das Twitterfoto. Was aber hat das mit Politik zu tun? Nichts aber auch garnichts. Das ist so wie Wowi (Berliner Oberhäuptling) sagt, arm aber sexy. Dafür kann sich kein normaler Bürger was kaufen.
  2. #2

    Zuviel Interpretiererei!

    Also mal ehrlich - "scheinbar" ... "es scheint" ... "als wäre" ... "offensichtliches Zeichen" ... "man könnte (...) halten"...
    Ist das hier der Kunstkurs der Oberstufe, wo Bilder/Fotos analysiert/interpretiert werden müssen?

    Da wird so ein Foto in tausend Einzelteile auseinandergelegt und jedes Fitzelchen analysiert - vom grauen Himmel zu Frau Obamas Kleid... also wirklich!
    Hatte der Autor nichts Besseres zu tun?
  3. #3

    Zitat von SilverTi Beitrag anzeigen
    Also mal ehrlich - "scheinbar" ... "es scheint" ... "als wäre" ... "offensichtliches Zeichen" ... "man könnte (...) halten"...
    Ist das hier der Kunstkurs der Oberstufe, wo Bilder/Fotos analysiert/interpretiert werden müssen?
    [...]Hatte der Autor nichts Besseres zu tun?
    Scheinbar hat die freie Presse in Deutschland keine wichtigeren Themen zu beackern. Es scheint als sei die Welt in Ordnung, als wäre der Himmel über Europa, den USA und der Welt wolkenslos blau. Man könnte sogar meinen er hinge derart voller Geigen, dass die Interpretation eines einzigen Twitter-Fotos das einzige Ding sei, das die Welt in Atem hält.

    Nein, diese Erklärbär-Artikel fangen an zu nerven.
  4. #4

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Scheinbar abgewandt von der Welt schließt der Präsident die Augen, die First Lady schmiegt sich an ihn: Barack Obamas Siegesfoto, verbreitet per Twitter, wirkt wie ein Moment der Ruhe - und ist doch berechnet: ein Feuerwerk der Symbole, ein Zeichen unerschütterlichen Selbstbewusstseins.

    Barack Obama: Four more years Foto bei Twitter - SPIEGEL ONLINE
    Solche Fotos sind vor allem eines: wiederliche Propaganda, welche die Menschen auf den untersten Ebenen des Bewusstseins ansprechen will. Ein gewisser Hinkefuß hätte es in den 40er Jahren nicht besser machen können. Alles in allem war dieser 6 Milliarden Dollar (natürlich kann jeder Amerikaner Präsident werden, wenn er/sie in Dagoberts Tresor einbricht) die reinste Demokratie-Verarschung. Die Präsidentschaftskandidaten wurden durch Spenden massiv bestochen, Wähler wurden stellenweise am wählen gehindert, alternative Präsidentschaftskandidaten wurden nicht einmal erwähnt und mussten eine TV Debatte beim russischen Sender RT senden und natürlich haben sich die Medien mit sachlicher Kritik zurück gehalten. Bei den Analysen der TV Debatten ging es nur um die Außendarstellung und kein bisschen um den Inhalt. Wo bitte ist dies einer Demokratie würdig? (keinen Amerika-Bashing Vorwurft, bitte - ich halte den Zustand in Deutschland für kaum besser).
  5. #5

    bild

    Ich finde das Foto einfach schoen anzusehn,ohne jetzt da zuviel reinzuinterpretieren.Es ist angenehm es anzuschauen,die Obamas scheinen jedenfalls mit sich im reinen zu sein,das erklaert auch das vermeintlich uebertriebene Selbstbewusstsein Obamas.Die Familie gibt im Staerke.Hoffe nur das es hinter den Kulissen auch so harmonisch ist,wenigstens meistens.Aber ich glaub und hoffe schon.
  6. #6

    Boah

    wie früher im Deutschunterricht.
    Ein Autor rotzt im Suff ein paar Zeilen hin. Und Jahrzehnte nach ihm wird jedes Wort gedeutet und es wird interpretiert, dass sich die Balken biegen. Schonmal daran gedacht, dass der Autor es vielleicht ohne diese Hirnverschwurbelungen zu Papier gebracht hat?

    Sicherlich ist das Foto nicht zufällig ausgewählt. Aer jetzt den grauen Himmel als düstere zeiten und die Kleidung als amerikanische Farben zu deuten, ist wohl eher darauf zurückzuführen, dass der Autor des Artikels früher zu viele Interpretationen lesen musste.
  7. #7

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Wo bitte ist dies einer Demokratie würdig? (keinen Amerika-Bashing Vorwurft, bitte - ich halte den Zustand in Deutschland für kaum besser).
    Solche Bilder muss eine Demokratie aushalten. Und den Goebbels lass mal stecken. Gibt noch genuegend Foren hier ueber Pferdezucht, Medien und Politik sowie Tatort-Krimis, wo man den noch "sinnvoll" anbringen kann.
  8. #8

    @SilverTi

    Hier kann ich nur zustimmen!
    Ohne Zweifel liegt im gesamten Tun der Politik so viel Berechnung wie wohl sonst nirgends.
    Trotzdem finde ich es ermüdend, wenn in alles etwas herein interpretiert werden muss.
    Und alles eine berechnende Bedeutung haben muss.

    Mich erinnert das immer stark an Verschwörungstheoretiker, die in jedem Handeln von Person/Regierung/Institution eine Verschwörung sehen (wollen).
  9. #9

    An #4 forist frubi

    Insbesondere dem letzten Abschnitt Ihres Beitrages stimme ich zu.Es geht um Darstellung,und nicht um Inhalte.