Schwarz-Gelb: Bundeskabinett beschließt Ende der Praxisgebühr

DPADie Bundesminister haben die Beschlüsse des Koalitionsausschusses gebilligt: Ab 2013 soll es keine Praxisgebühr mehr geben. Außerdem stellte Merkels Kabinett die Weichen für Änderungen beim geplanten Betreuungsgeld. Beide Projekte sollen Ende der Woche vom Bundestag verabschiedet werden.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-865828.html
  1. #1

    Endlich

    haben sie eingesehen, dass absolute Beträge, die gezahlt werden, asozial sind. Geringverdiener stärker belasten um Vielverdiener zu entlasten, wenn das mal nicht verfassungsfeindlich asozial ist. Oh Moment, die Praxisgebühr wird aufgrund von Mauscheleien abgeschafft, und nicht weil die Herrn und Frauen Politiker endlich zur Besinnung gekommen sind. Na dann kann die Kopfpauschale ja (endlich!) kommen!
  2. #2

    längst überfällig

    das hat niemandem genutzt u war nur ein geldverschiebegeschäft mit ärgernissen. wer quartalsmässig seine medikamente benötigte muss zum arzt, mit oder ohne zuzahlung.
  3. #3

    Schade, dagegen;

    nun muß ich ab Januar wieder zur Bank, um mir mein Taschengeld abzuholen. war doch bisher so bequem, Bargeld direkt aus der Kasse in die Tasche und dem Bündel 10er zum Einkaufen. Jetzt hab ich wieder längere Wege. Ich bin aus oben genannten Gründen gegen die Abschaffung der Kassen-Hilfsgebühr. Außerdem, was fange ich oder meine Helferin mit der gewonnen Zeit nun an? Weniger Bürokratie - igitt! (Satire Ende!)
  4. #4

    FDP nie

    Auch wenn die FDP sich damit mal für etwas Vernünftiges eingesetzt hat, was bei dieser Partei ja Seltenheitswert hat: Meine Stimme bekommt sie nicht.
  5. #5

    Reines Verschauckeln der Wähler

    Das Betreuungsgeld wird wohl von Randgruppen in Anspruch genommen. Das sind auf der einen Seite Menschen die keine Arbeit finden, aus welchen Gründen auch immer, die werden das Geld benötigen um die notwendigen Kosten des Haushaltes zu decken. Was ich zum Teil nachvollziehen kann.
    Die zweite Gruppe, und das sind die eigentlichen großen Nutznießer, benötigen das Geld eigentlich nicht da das Einkommen es zulässt, dass die Ehefrau das Kind selbst erzieht bzw. eine Tagesmutter, deren Kosten als Haushaltsnahe Leistung wiederum steuerlich geltend gemacht werden, beschäftigt. Diese Gruppe wird das Geld wohl in eine Ausbildungsversicherung oder in die Altersvorsorge anlegen. Und hier kommt dann das weitere Klientel ins Spiel das bedient werden sollte, die Versicherungswirtschaft.
    Ein Schelm der etwas anderes denkt. Außerdem will Mutti einfach nur Ruhe in ihrem Sauhaufen und nach außen glänzen.
    Die nächsten Wahlen machen hoffentlich mit diesem Spuk ein Ende.
  6. #6

    Nachfrage

    Zitat von Waldmann Beitrag anzeigen
    Das Betreuungsgeld wird wohl von Randgruppen in Anspruch genommen. Das sind auf der einen Seite Menschen die keine Arbeit finden, aus welchen Gründen auch immer, die werden das Geld benötigen um die notwendigen Kosten des Haushaltes zu decken. Was ich zum Teil nachvollziehen kann.
    Wissen Sie das genau? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schwarz-Gelb ein Gesetz verabschiedet, welches Arbeitslosen mehr Geld beschert.
  7. #7

    eigentlich so hier nur eine Klientel befriedig werden

    natürlich nicht der Patient ;-) nein die Ärzte, denn es werden jetzt wieder schneller zum Arzt gegangen und der Arzt hat schnell wieder mehr Laufkundschaft!
    Der Patient wird es in einen oder zwei Jahren mit höheren Zusatzgebühren bezahlen, wetten und das ist der FDP auch wieder recht.

    Also die FDP tut nichts gutes vor allen nicht bei den Typen die jetzt den Ton bestimmen.
    Aber vom Prinzip ist die Gebühr Blödsinn, wie Flaschenpfand, oder Sommerzeit
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesminister haben die Beschlüsse des Koalitionsausschusses gebilligt: Ab 2013 soll es keine Praxisgebühr mehr geben. Außerdem stellte Merkels Kabinett die Weichen für Änderungen beim geplanten Betreuungsgeld. Beide Projekte sollen Ende der Woche vom Bundestag verabschiedet werden.

    Bundeskabinett beschließt Ende der Praxisgebühr - SPIEGEL ONLINE
    Hach, ich bin schon gespannt, welche "Steuerkeule" uns ab Oktober 2013 treffen wird......

    Und ich freue mich schon auf die Berichte von enttäuschten Wählern, die CDU/CSU/FDP gewählt haben, "nur" weil die die Praxisgebühr gesenkt haben.

    Oder welche Leistungen von den KK dann gekürzt werden, die der Patient dann selber tragen darf. Abgesehen von den Steigerungen der Sozialversicherungsabgaben, die mit Sicherheit kommen werden, natürlich nur für den Arbeitnehmer, weil man ja Angst hat mit Herrn Hundt Ärger zu bekommen...., die Zukunft bleibt spannend.
  9. #9

    Andere Ansicht

    Zitat von spon-facebook-10000232216 Beitrag anzeigen
    natürlich nicht der Patient ;-) nein die Ärzte, denn es werden jetzt wieder schneller zum Arzt gegangen und der Arzt hat schnell wieder mehr Laufkundschaft!
    Ich hatte meinen Hausarzt um Thema Praxisgebühr befragt. Er meinte, das Problem wären nicht die Leute die zu oft zu ihm kämen, sondern diejenigen die zu wenig kommen. Während z.B. ein hartnäckiger Husten noch verhältnismäßig einfach zu kurieren wäre, könne sich dieser ohne Behandlung zu einer Bronchitis auswachsen die dem Gesundheitswesen deutliche Mehrkosten bringen würde.

    Das Problem mit den Leuten die zu oft oder zu spät zu ihm kommen würden, hätte es schon vor Einführung der Praxisgebühr gegeben, durch diese hätte sich aber das Problem noch verstärkt.

    Ob das richtig ist was mein Hausarzt sagt weiß ich nicht, es hört sich aber evident an. Was sagt ihr Hausarzt dazu? Gibt es Studien dafür?