Presseschau: "Amerika droht eine politische Lähmung"

APBarack Obama bleibt US-Präsident - überraschend deutlich hat er gegen seinen Herausforderer Mitt Romney gewonnen. Doch die Kommentatoren zeigen sich alles andere als euphorisch. Ein Blick in die Zeitungen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-865763.html
  1. #1

    Erstaunlich nüchtern aber richtig diese Analysen …

    … und gehen wir gleich mal einen Schritt weiter. Es ist völlig wurscht ob nun Obama oder Romney gewählt wurde, denn sie hätten und haben in keinem Falle ausreichende Macht um die Fehler des Systems zu beheben. Und das System wehrt sich mit Händen und Füßen. Hier nur einer der traurigen Rekorde:

    King of Debt – Obamas Change hits 16 Trillion … und es ist absehbar, dass jetzt unter Obama auch die 20 Billionen Dollar (amerikanisch Trillion) Staatsverschuldung noch geknackt wird. Es ist das kaputte Geld-System gegen das er sich nicht wehren kann. Er ist bei rund 10 Billionen zugestiegen und durfte damit in jeder Hinsicht als Präsident Rekordhalter in Sachen Schulden machen werden … und sei es auch nur für die Zinsen, die durch neue Kredite gedeckt werden müssen.

    Das Schicksal des letzten Präsidenten, Kennedy, der eben diesen Zirkeln den Kampf ansagte, ist hinlänglich bekannt. Er wollte die Geldschöpfung wieder in Staatshände legen, weg von der privaten FED. Seither hat auch nie wieder ein Präsident probiert dieses Problem offensiv anzugehen. Genau da wird auch Obamas Untergang liegen.

    Seine weiteren Verfehlungen als Friedensnobelpreisträger, der die Todeslisten der per Drohnenattacken zu tötenden Menschen noch selbst durchgeht, sollen hier gar nicht weiter ausgebreitet werden. Ein gutes Ende ist da nirgends in Sicht. Könnte also ein Pyrrhussieg gewesen sein.
  2. #2

    Pest und Cholera

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Mittelschicht, dezimiert durch die Folgen der Globalisierung und der 2008 ausgebrochenen Krise, braucht etwas Luft zum atmen. Ein neues Gleichgewicht muss in den wirtschaftlichen und strategischen Beziehungen mit China gefunden werden, ohne die Stabilität der asiatisch-pazifischen Region zu gefährden.[/url]
    Alles Übel (= Globalisierung, für uns alle und unsere Renten der Krisengrund) in einem Satz zusammengefasst, das finde ich stark.

    Zu Satz zwei: Entweder zurück zur Goldwährung, dann ist logischerweise nie genug Geld für irgendwelche Kriege da.
    Oder es braucht wieder Krisen/Kriege ohne Ende, um die Gesellschaft zusammenzuschweißen und einen Grund für die Produktion von Stahl und Supplys aller Art zu forcieren und zumindest die jetzigen Arbeitsplätze zu sichern.
    Na, raten wir mal zu welcher Lösung wir tendieren...
  3. #3

    Obamas Wahlsieg,das bessere Übel!

    Neue Initiativen sind in den US schon lange ein Tabu, dafür sorgt schon die politische Strukturierung dieses Landes.
    Dort, wo nur das Kapital entscheidet, wird jeder Anstoß einer Neuerung
    im Keim erstickt.
    Bei den letzten Demonstrationen hat die Geldmacht bewiesen,wie sie
    im Stande ist, ihre Pfründe effektiv zu verteidigen .
    Obama hat die Initiative des Volkes ignoriert. Wer wird sich jetzt noch
    opfern wollen, wo so vielen beherzten Demonstranten der Prozess
    gemacht wurde.
    Ob in naher Zukunft die Republikaner von ihrem hohen Ross herabsteigen
    werden, um mitzuwirken, das Land in Schwung zu bringen, ist sehr fraglich, denn hierzu fehlt ihnen der Weitblick, oder ganz einfach, die Liebe zum Nächsten.
  4. #4

    Obama twittert sich zur Wiederwahl

    Ich hatte definitiv auch mit einem engeren Wahlergebnis gerechnet. Aber vor allem in den sozialen Netzwerken, welche zunehmend auch in der Politik an Bedeutung gewinnen, hatte sich früh gezeigt, dass vor allem junge Wähler noch immer hinter Obama stehen. Habe hier auch einen interessanten Artikel darüber gefunden. Ob in Deutschland die nächste Wahl wohl auch zum Teil Online stattfinden wird?
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Barack Obama bleibt US-Präsident - überraschend deutlich hat er gegen seinen Herausforderer Mitt Romney gewonnen. Doch die Kommentatoren zeigen sich alles andere als euphorisch. Ein Blick in die Zeitungen.

    Presseschau zur US-Wahl: "Amerika droht eine gefährliche Lähmung" - SPIEGEL ONLINE
    Als Europäer ist es so wie so unverständlich wie man zwischen Demok. oder Reps einen Unterschied machen kann, zwei Wörter übrigens die das Gleiche meinen. Trotzdem haben sich die Amis für das kleinere Übel entschieden und ich glaube vorallem die Frauen haben Obama gewählt, denn Rommney ist für die Frauenwelt ein totales "no go" !
    So lange die Reps keinen moderaten, intelligenten und realitätsbewussten Kanditadent/-in aufstellen, kann ich mir kaum vorstellen, dass die Amerikaner die Reps so bald wieder wählen.
    Die USA MÜSSEN modernisiert werden wenn sie nicht untergehen wollen und dass auf allen Ebenen, auch ihre Mentalität. Wer nicht mit seiner Zeit geht, wird früher oder später verschwinden.
    Wer diesen Prozess in gang bringt, ist der Gewinner, kommt nur darauf an wer es am schnellsten kapiert. Die erzkonservative Sparte der Reps hat sich auf die Seite geschalgen von ung. 75 Mio Amis. Ung. so viele hartgesottene "Gläubige" hat das Land, eine Minderheit und was haben sie für die Restlichen 240 Mio zu bieten, denn die werden sich nicht einfach überrollen lassen.
  6. #6

    denn sie wissen nicht, was sie tun

    Zitat von gracie Beitrag anzeigen
    Als Europäer ist es so wie so unverständlich wie man zwischen Demok. oder Reps einen Unterschied machen kann, zwei Wörter übrigens die das Gleiche meinen. Trotzdem haben sich die Amis für das kleinere Übel entschieden und ich glaube vorallem die Frauen haben Obama gewählt, denn Rommney ist für die Frauenwelt ein totales "no go" !
    So lange die Reps.....
    Es bleibt eine nach wie vor schwierige Situation für Obama, wenn die Republikaner quasi alles boykottieren können. Später heißt es dann wieder, ihm sei keine einzige Reform gelungen. Kein beneidenswerter Job!
  7. #7

    frankklinger heute, 11:11 Uhr
    Ob in Deutschland die nächste Wahl wohl auch zum Teil Online stattfinden wird? Zitatende---der Trend geht auf alle Fälle dahin, dass konnte man sehr schön anlässlich der letzten NRW Wahl zB bei Facebook sehen. Da hatte sich ein unionsnaher Werbefuzzi mit einer Schmierkampagne gegen Hannelore Kraft (weniger Kraft) versucht.
  8. #8

    Parteien in den USA

    Zitat von gracie Beitrag anzeigen
    Als Europäer ist es so wie so unverständlich wie man zwischen Demok. oder Reps einen Unterschied machen kann, zwei Wörter übrigens die das Gleiche meinen. Trotzdem haben sich die Amis für das kleinere Übel entschieden und ich glaube vorallem die Frauen haben Obama gewählt, denn Rommney ist für die Frauenwelt ein totales "no go" !
    Also haben Sie auf den sehr erheblichen Unterschied zwischen den beiden Parteien genau hingewiesen. Man muss eigentlich hier wohen, um diesen Unterschied richtig erkennen zu können. Ebenso finden wir es nicht leicht, praktische Unterschiede zwischen der SPD und den Union-Parteien zu verstehen. In Deutschland sowie in den USA haben die wichtigen Parteien ihre philosophische Grundlagen, die sich ziemlich schroff voneindander unterschieden; jedoch in der Realpolitik des Kompromisses (dekl.?) treten die Unterschiede weniger hervor.

    Ich hätte es viel lieber, dass die Demokratische Partei eine im europäischen Sinne echt linke Partei wäre. Allerdings bin ich mit diesem Wahlergebnis sehr froh.