Renaissance des Cargobikes: Lastesel zum Treten

Amac Garbe / DLRWendig, schnell und voller Technik: Transporträder erleben ein überraschendes Comeback. In staugeplagten, notorisch zugeparkten Innenstädten ersetzen die neuen Cargobikes Lieferwagen und den Familien-Van.

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...-a-865412.html
  1. #40

    Das geht auch besser

    Vor ca 30Jahren habe ich einen Fahrradanhänger, Kettler Transit. In seine Alukiste mit Deckel passen 2 Getränketräger so sicher, daß selbst bei Umkippen nichts kaputtgeht. Bis zu 50 Kg habe ich damit problemlos transportiert, der Hänger wiegt geschätzte 7kg, so die ganze Fuhre unter 20kg. Dazu brauche ich keinen Hilfsmotor, meine 300W Beine reichen vollauf.
  2. #41

    Zitat von microscooter Beitrag anzeigen
    Motorisierte Lastendreiräder - wie der von founder angeführte E-Roller - auch. Seit 1969 im Angebot von Piaggio: die APE 50 für einen Straßenpreis um die 4000,- Euro.
    Die Teile gab's bei uns in Spanien schon lange vorher, allerdings nicht als APE, sondern Vespacar. Vorm Hauptpostamt Barcelona stand schon 1963 ein riesiger Fuhrpark. Wobei Verbrennungsmotoren hier OT sind.
  3. #42

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    Die Energie für den Lastentransport muß ja irgendwie aufgebracht werden. Der Mensch ist aber eine besonders ineffektive Antriebsmaschine mit einer desaströsen Energie und CO2-Bilanz.
    Ich habe errechnet, daß unter Berücksichtigung aller internen Verluste, also bei hochgegriffenen 300 W Leistung und somit 1200 W Gesamtumsatz, und dabei 26 km/h Tacho-Durchschnitt ein Radfahrer die Energie aus weniger als 0,52 l Benzin auf 100 km verbraucht.
  4. #43

    Das ist ja unglaublich...

    da sterben täglich zehn Menschen im deutschen Straßenverkehr, fünf davon ohne selbst in/auf einem KFZ zu sitzen. Die tödlichen Verkehrsunfälle ohne KFZ Beteiligung gehen vermutlich gegen nahe Null.
    Und da ist hier von Kampfradlern (danke Herr Ramsauer ) und Rowdys die Rede. Selbst die Schlimmsten "Kampfradler" töten oder verletzen auch nur annähernd so viele Menschen der Otto-Normal-Autofahrer.
  5. #44

    Bedeutung bak

    Bak bedeutet im Niederländischen übrigens Kasten, womit man die großen Transportfahrräder besser mit Kastenfahrrädern übersetzt. Bakker bedeutet Bäcker im Niederländischen.
  6. #45

    Zitat von 7eggert Beitrag anzeigen
    Ich habe errechnet, daß unter Berücksichtigung aller internen Verluste, also bei hochgegriffenen 300 W Leistung und somit 1200 W Gesamtumsatz, und dabei 26 km/h Tacho-Durchschnitt ein Radfahrer die Energie aus weniger als 0,52 l Benzin auf 100 km verbraucht.
    Der Wärmeenergieinhalt eines Liters Benzin entspricht übrigens einer menschlichem Monatsarbeitsleistung

    50W (Ruhige Arbeitsleistung von Homer Simpson als Prototyp des modernen Mannes als Basis angenommen) x 200 Stunden = 10 kWh.
    Den Wert und mögliche Folgekosten (wieviel Stunden Arbeit davon sind reine Zerstörung?) kann sich jeder Phantasiebegabte vorstellen.
    Beides dürfte deutlich höher als die 1,70 sein.
    Ein Komplett-PC hat vor 5 Jahren noch 5.500 kWh Strom nur für seine Herstellung verbraucht. Quasi ein gesamtes menschliches Arbeitsleben.
    Dazu kommt noch die massive Förderung diverser (auch islamischer) Diktaturen, die Zerstörung unserer Ökosphäre etc.
    Ok, die heutige Landwirtschaft, die "unseren Sprit" bereitstellt, ist auch nicht viel besser.

    Da die Autos immer größer und breiter werden verschärft sich das Platzproblem auf den Straßen immer mehr.
    Was nicht an den Radlern liegt.

    Leider sitzen in den größten und seitlich unüberichtlichsten rollenden Wohn- und Schlafzimmern scheinbar immer die ängstlichsten/schlechtesten Autofahrer die so partout keinen Radler überholen können.
    Etc etc.

    Bei den Fahrräder an sich gibt es noch sehr viel technischen Nachholbedarf.

    ZB gibt es bis heute keine alltagstaugliches Asphaltschaltsystem.
    Heißt bei den auf Asphalt typischen Geschwindigkeiten eine feine Gangstufung die nach unten hin progressiv gröber wird.

    Bei den üblichen "=%" Stufungen werden die Gangspünge nach oben hin zu den auf Asphalt typischen Geschwindigkeiten immer größer statt kleiner wie es die menschliche Ergonomie fordern würde (siehe Rennrad).

    Und vieles mehr.

    OT Für lastenfreie Büropendler eventuell interessant, 50 kmh mit 180W:

    » go-one Evo-R- Go-One Velomobiles

    Für wirklich schnelle Cityradler (kein Gepäckträger, ich fahr immer mit Rucksack, auch aus aerodynamischen Gründen) empfehle ich mein selbstgebautes, alltagstaugliches, Bike, das Schaltsystem (drehgriffgeschaltete MTB-Kassette mit "Halfstep und Granny" vorne) ist zB nicht zu kaufen aber sehr gut und praxisgerecht, 11,5 kg ohne Schloß, für die ständigen Geschwindigkeitswechsel in der Stadt niedrigstmögliche, aber praxisgerechte (Reifenbreite), rotierende Massen:

    Projekt Citysportrad - Seite 9 - Fahrrad: Radforum.de

    Photos sind nicht mehr aktuell, ist ein persönliches Forschungsrad, gewissermaßen in einem gewissen Fluß der Entwicklung

    Basis ist ein 1,5kg Cyclocrossrahmen (diesen gibts leider nicht mehr).
    Superwendige Geometrie, breite Reifen einsetzbar (Federung), bremsende Bremsen montierbar (RR-Bremsen sind imho Schrott, warum gibts die eigentlich noch?).
    Also quasi ein alltagstauglicher Rennrahmen.
  7. #46

    Immer diese schlechte Journalismus

    Zitat von Prof. Dr. Karl Kowalski Beitrag anzeigen
    Recherche ist heutzutage aus der Mode, scheint mir. Bakfiets heißt nicht Bäckerfahrrad, sondern Kastenfahrrad (Bak = Kiste/Kasten, Fiets = Fahrrad) und hat vorne eine große Holzkiste, und nicht hinten&vorne Gepäckträger. Das hätte der Schreiberling aber mit 1 Minute googlen auch selber rausfinden können.
    Danke, dass sie uns belehrt haben und das Wort getrennt übersetzt haben.

    Komisch nur, dass unterschiedlichste Stellen genau diese Gleichung benutzen.
    Sollte es einfach ein sich eingebürgerter Begriff sein und somit nicht ganz und gar nicht falsch wie sie behaupten?

    http://www.frankfurtemobil.de/files/...mobilit__t.pdf

    Gute Mobilitätsangebote Radverkehr*− VCD Umwelt, Verkehr, nachhaltige Mobilität

    Radspannerei - Bakfiets

    Mit dem Bakfiet durch den Westen | - Frankfurter Neue Presse - Frankfurt

    Auch das hat nur 1 min. gedauert.
  8. #47

    Zitat von Gorter Beitrag anzeigen
    Bakfiets = Bäckerrad? Hmmm...das muss Qualitätsjournalismus sein.
    Der Autor bezeichnet ja auch ein Stadtrad als leicht, obwohl man für dasselbe Gewicht zwei Rennräder bekommt.
  9. #48

    Zitat von leserschwert Beitrag anzeigen
    da sterben täglich zehn Menschen im deutschen Straßenverkehr, fünf davon ohne selbst in/auf einem KFZ zu sitzen. Die tödlichen Verkehrsunfälle ohne KFZ Beteiligung gehen vermutlich gegen nahe Null.
    Und da ist hier von Kampfradlern (danke Herr Ramsauer ) und Rowdys die Rede. Selbst die Schlimmsten "Kampfradler" töten oder verletzen auch nur annähernd so viele Menschen der Otto-Normal-Autofahrer.
    Aber aber, natürlich ist der Radfahrer immer der Böse: Fährt er auf dem Rad- oder Gehweg, dann gefährdet er die Fußgänger auf ihrem Weg zum Auto. Da soll er gefälligst Rücksicht nehmen und woanders fahren. Und fährt er auf der Fahrbahn weniger als 20 km/h schneller als erlaubt, so hält er den ganzen Verkehr auf (schließlich ist er ja selbst nur zum Spaß unterwegs) und soll gefälligst woanders fahren. Und fährt er schneller, als erlaubt, ist er auch ein ganz böser Rowdy. Schaltet die Ampel auf rot und er braucht eine gedachte Gelbphase zum Reagieren, dann ist er ein ganz böser Rotlichtraser. Und wenn er beim Überfahren einer grünen Ampel eine Beule in den Kotflügel macht, während er gerade abgeschossen wird, dann hätte er gefälligst mehr auf den Verkehr achten sollen.
  10. #49

    Zitat von leserschwert Beitrag anzeigen
    da sterben täglich zehn Menschen im deutschen Straßenverkehr, fünf davon ohne selbst in/auf einem KFZ zu sitzen. Die tödlichen Verkehrsunfälle ohne KFZ Beteiligung gehen vermutlich gegen nahe Null.
    Und da ist hier von Kampfradlern (danke Herr Ramsauer ) und Rowdys die Rede. Selbst die Schlimmsten "Kampfradler" töten oder verletzen auch nur annähernd so viele Menschen der Otto-Normal-Autofahrer.
    Hm, alleine in München gab ist in letzter Zeit 2 Tote und mind. 2 Schwerverletzte, wo an den Unfällen kein KFZ beteiligt war, sondern nur Fahrrad/Fahrrad bzw. Fahrrad/Fußgänger. Wenn man nun die km-Leistung von Fahrradfahrern und PKW-Fahrern ins Verhälnis setzt, denke ich, daß sich das Ganze sehr schnell relativieren dürfte.