US-Bestsellerautor John Irving: "Die Republikaner lügen"

Getty ImagesInakzeptabel! Übler als Katholiken! John Irving wettert gegen die Haltung der Republikaner zu Frauen- und Schwulenrechten - und traut ihnen auch nicht zu, der Wirtschaft zu helfen. Der US-Bestsellerautor meint, dass die Partei nur aus einem einzigen Grund existiert: Die Amerikaner seien ungebildet.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-865531.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Inakzeptabel! Übler als Katholiken! John Irving wettert gegen die Haltung der Republikaner zu Frauen- und Schwulenrechten - und traut ihnen auch nicht zu, der Wirtschaft zu helfen. Der US-Bestsellerautor meint, dass die Partei nur aus einem einzigen Grund existiert: Die Amerikaner seien ungebildet.

    US-Wahl: Autor John Irving besorgt über Erfolg der Republikaner - SPIEGEL ONLINE
    Woody Allen wollte ja für Obama "kurzzeitig eine Diktatur" einführen. Produktive Autoren haben oft Wut und machen keine Kompromisse - sie polarisieren und spitzen zu - das ist nötig in ihrer Welt.
    Gut, dass sie "nur" interviewt werden und nicht auch in der wirklichen Welt Gott spielen können.
  2. #2

    Zitat: ".....der geringe Bildungsstand seiner Mitbürger sei das eigentliche Problem. Ihn ängstige die hohe Zahl von Leuten, die gar kein Interesse haben dürften, die Republikaner zu wählen, aber von ihnen an der Nase herum geführt würden." Zitatende

    Preisfrage: an welches Land der Welt erinnert einen das noch?
  3. #3

    Nee Nee

    Zitat von peddersen Beitrag anzeigen
    Zitat: ".....der geringe Bildungsstand seiner Mitbürger sei das eigentliche Problem. Ihn ängstige die hohe Zahl von Leuten, die gar kein Interesse haben dürften, die Republikaner zu wählen, aber von ihnen an der Nase herum geführt würden." Zitatende

    Preisfrage: an welches Land der Welt erinnert einen das noch?
    Falls Sie damit auf CDU/CSU Wähler hierzulande anspielen wollen, liegen Sie weit daneben. Verglichen mit den USA herrscht bei uns Vernuft pur. Unsere "Schwarzen" liegen auch insgesamt deutlich links von den Demokraten in den Staaten. Undenkbar z.B., dass Obama die Atomkraft abschaffen würde.
  4. #4

    Lichtblick?

    Wo er Recht hat, hat er Recht.
    Nur- Bildung und Glauben wird über Generationen weitergegeben, daher wird eine "Besserung" des Amerikan way of Life noch entsprechend lange auf sich warten lassen.

    Oder es kracht wie im ehemaligem Jugoslavien.
  5. #5

    Usa

    Zitat von peddersen Beitrag anzeigen
    Zitat: ".....der geringe Bildungsstand seiner Mitbürger sei das eigentliche Problem. Ihn ängstige die hohe Zahl von Leuten, die gar kein Interesse haben dürften, die Republikaner zu wählen, aber von ihnen an der Nase herum geführt würden." Zitatende

    Preisfrage: an welches Land der Welt erinnert einen das noch?
    Ich kann aus eigener Erfahrung John Irving nur zustimmen.
    Als ich zu meiner Schulzeit in den Staaten als Austauschschüler war habe ich sehr verstörende Erfahrungen machen müssen. Ich ging mit meinem Gastgeber in der "Oberstufe" einer amerikanischen, staatlichen High-School. Die Schüler wußten nahezu nichts über Europa oder Deutschland; auch kaum etwas über die US-Historie vor dem Bürgerkrieg.

    Mehrere Male wurde ich gefragt, ob ich Hitler kenne und ob der noch lebt. Einmal habe geantwortet, er erfreue sich bester Gesundheit und bewirbt sich um das Amt des Kanzlers. Man, gab das erschrockene Gesichter.
    Man wollte mir auch erklären, dass aus dem Wasserhahn mit dem roten Punkt warmes Wasser kommt und aus dem mit dem blauen Punkt kaltes Wasser. Ob wir denn auch fließendes warmes und kaltes Wasser hätten, wurde ich gerfragt. Wohlgemerkt, von Schülern, die im Jahr darauf ein Studium anfangen könnten. Meinen Ausführungen zu Einhebelmischbatterien mochten sie trotz meines durchaus guten English nicht folgen.
    Eine Raumpfelgerin fragte mich nach einem kurzen Plausch, wo ich herkomme, ich hätte so einen interessanten Akzent. Ich sagte "Germany". Sie antwortete "Ah, somewhere at the east coast...".

    Die US Amerikaner sind bestimmt kein dummes Volk, Aber in Sachen Bildung liegt, gerade an öffentlichen Schulen, einiges im Argen. Und wie so viele amerikanische Trends, schwappt auch dieser anscheinend langsam zu uns herüber....
  6. #6

    kein Zufall

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Inakzeptabel! Übler als Katholiken! John Irving wettert gegen die Haltung der Republikaner zu Frauen- und Schwulenrechten - und traut ihnen auch nicht zu, der Wirtschaft zu helfen. Der US-Bestsellerautor meint, dass die Partei nur aus einem einzigen Grund existiert: Die Amerikaner seien ungebildet.

    US-Wahl: Autor John Irving besorgt über Erfolg der Republikaner - SPIEGEL ONLINE
    So viele Zufälle kann es nicht geben: Die Obama-Befürworter sind
    -reflektiert, sozial engagiert, gebildet, jung, oft weiblich, moderat, liberal

    Die Romney-Fans sind
    -unreflektiert, nicht sozial engagiert, ungebildet, oft alte Männer, fanatisch, radikal
  7. #7

    Amerika ist strukturell ein Entwicklungsland

    Im Grunde haben die Amerikaner das englische Kastensystem übernommen, mit Zusatzkasten für die Hispanos und Schwarzen. Bildung ist eine reine Frage des Geldes und das war es dann. Da kommt nur in Ausnahmefällen einer durch, ganz sicher kein Tellerwäscher, sondern ein ganz besonders treuer Sklave. Der Rest wird für dumm verkauft. „Nur Sklavenhal-tersysteme sind funktionierende Systeme.“ Das soll seit vielen Jahren auch hier eingeführt werden. Schröder und Fischer waren glühende Verehrer dieser glorreichen Idee.
  8. #8

    Keine Chance für die Green-Party

    Zitat von stefan kaitschick Beitrag anzeigen
    Undenkbar z.B., dass Obama die Atomkraft abschaffen würde.
    Ich würde eher sagen "das er sie abschaffen könnte".
    Wie so vieles das ihm absolut "gegen den Strich geht". Wer genau hingehört hat, konnte erfahren das er sich auch gerne mit der NRA (Waffenlobby) anlegen würde, wofür er eine zweite Amtszeit braucht. Und das er Guantanamo lieber heute als morgen geschlossen hätte ist ebenfalls bekannt. Dazu hätten ihm aber die anderen Natopartner nicht in den Rücken fallen dürfen, von den US-Faschisten (der Tea-Party) und Republikanern mal ganz abgesehen.

    Aber nirgendwo auf der Welt ist Politik so eng mit Wirtschaftsinteressen verknüpft wie in den USA. Wenn ein Präsidentschaftskandidat gegen "das Geld" handeln würde, würde er niemals gewinnen können.

    Dafür ist die dritte eher unbekannte "Green-Party"

    Green Party (Vereinigte Staaten)

    ein gutes Beispiel. Sie kann zwar lokal ab und zu punkten hat aber keinerlei Chance national Einfluß auf amerikanische Politik zu nehmen.

    Vermutlich auch deshalb weil die Amis irgendwie auf einem anderen Stern leben als die restliche Weltbevölkerung.

    Ciao
    DerDemokrator

    P.S. Natürlich hat John Irving mit seiner Meinung bzgl. des Lügens recht.
  9. #9

    Zitat von stefan kaitschick Beitrag anzeigen
    Falls Sie damit auf CDU/CSU Wähler hierzulande anspielen wollen, liegen Sie weit daneben. Verglichen mit den USA herrscht bei uns Vernuft pur. Unsere "Schwarzen" liegen auch insgesamt deutlich links von den Demokraten in den Staaten. Undenkbar z.B., dass Obama die Atomkraft abschaffen würde.
    Ich glaube, da geht es nicht um rechts oder links, Kernaussage ist dieser Satz Irvings: "Die Mehrheit der Leute, die Romney wählen, schießt sich damit in den eigenen Fuß."

    Und das gleiche trifft auf die Mehrheit der CDU/CSU Wähler zu. Auf die 14% die so blöd waren die FDP zu wählen will ich gar nicht erst eingehen.
    Allerdings sind die Unterschiede zwischen Rot-Grün und der Union kleiner, als zwischen Demokraten und GOP. Wer SPD wählt schießt sich auch in den eigenen Fuß. Das Kaliber ist vielleicht nur n bisschen kleiner.