Workaholics: Die Besessenen - glücklich im Stress

REUTERSAlle reden vom Burnout. Diese Berserker nicht. Top-Manager wie Martin Sorrell kennen weder Feierabend noch Ferien, sie ackern ohne Ende und pfeifen auf "Work-Life-Balance". Eine Expedition ins Reich der Extremarbeiter offenbart: Sie sind oft glücklich im Stress und kerngesund.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-865400.html
  1. #1

    Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle reden vom Burnout. Diese Berserker nicht. Top-Manager wie Martin Sorrell kennen weder Feierabend noch Ferien, sie ackern ohne Ende und pfeifen auf "Work-Life-Balance". Eine Expedition ins Reich der Extremarbeiter offenbart: Sie sind oft glücklich im Stress und kerngesund.

    Workaholics: Viele Top-Manager kommen mit Stress gut klar - SPIEGEL ONLINE
    Klar, das was Sie machen kann man ja auch nicht "arbeit" nennen.
    Diese Manager können Ihre Ideologie ausleben, Sie "arbeiten" nicht.
    Außerdem, bei einer solch abgehobenen Bezahlung machts auch Spaß.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle reden vom Burnout. Diese Berserker nicht. Top-Manager wie Martin Sorrell kennen weder Feierabend noch Ferien, sie ackern ohne Ende und pfeifen auf "Work-Life-Balance". Eine Expedition ins Reich der Extremarbeiter offenbart: Sie sind oft glücklich im Stress und kerngesund.

    Workaholics: Viele Top-Manager kommen mit Stress gut klar - SPIEGEL ONLINE
    Schön, dass sie glücklich sind. Aber leider setzen diese Menschen oft ein gleiches Vergnügen an der Arbeit bei ALLEN voraus.
  3. #3

    optional

    Ohne jetzt jemandem zu nahe treten zu wollen, aber bei den Positionen welche diese Leute inne haben kann man wohl kaum davon sprechen das diese hart arbeiten.
    Wenn Flugreisen zur Arbeitszeit zählen ist man sehr schnell bei den 40h angelangt. Ob Reisen im Firmenjet nun zu den anstrengendsten Tätigkeiten zählen wage ich zu bezweifeln.
    Je höher die Position um so geringer die Wahrscheinlichkeit das man noch selbst mal einen Finger krumm machen muss. Dafür hat man sein Fußvolk.
    Wenn jemand auf dem Bau 12h oder ein Programmierer 18h am Tag schuftet sieht die Sache schon ganz anders aus.
    Geld verdienen ist eben nicht gleich Arbeit.
    Und Arbeit ist auch nicht gleich Arbeit.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle reden vom Burnout. Diese Berserker nicht. Top-Manager wie Martin Sorrell kennen weder Feierabend noch Ferien, sie ackern ohne Ende und pfeifen auf "Work-Life-Balance". Eine Expedition ins Reich der Extremarbeiter offenbart: Sie sind oft glücklich im Stress und kerngesund.

    Workaholics: Viele Top-Manager kommen mit Stress gut klar - SPIEGEL ONLINE
    Noch etwas zum Titel: Workaholics impliziert eine Sucht. Das ist nicht notwendigerweise so. Wenn der Gestaltungswille und die Möglichkeiten da sind, kann so etwas als recht lustvoll empfunden werde. Auch der Passus "glücklich im Stress" trifft es nicht. Eine solche Situation muss überhaupt nicht als Stress empfunden werden und wirken. Stress empfindet nur der, der z.B. im mittleren Management zwischen "oben" und "unten" aufgerieben wird.
  5. #5

    Schrecklich, ein ganzer Artikel besteht nur aus Lobgesang über diese Verrückten, deren Leben nur aus Arbeit besteht.
  6. #6

    Aha...

    Was für ein leidenschaftliches Plädoyer für die Götter der Wirtschaft, eine Ode an die Arbeit quasi. Was ist denn der tiefere Sinn, die Existenzberechtigung dieses Artikels? Ein Revival-Versuch für die "Jeder kann es mit harter Arbeit schaffen"-Legende? Oder ein "Die Burnout-Weicheier sollen sich mal nicht so anstellen!"? Oder (mein Favorit) "Was die Top-Leute bekommen, verdienen sie auch?" . Ganz ehrlich, mir liegt nichts an einer weiteren, polemischen Neid-/Gehaltsdebatte, jeder zweite Spiegel-Artikel bietet ausreichend Anreiz dazu. Aber zu diesem Artikel denke ich eigentlich nur 2 Dinge : 1) Wenn etwas zu toll klingt, um wahr zu sein, ist es das oft auch nicht. Nur wer erzählt, er würde viel arbeiten, tut es noch lange nicht. Nicht zuletzt: Was für einen Vorstand als Arbeitszeit gilt, ist für die Ränge darunter nicht selten die Fahrt in's Büro oder das Mittagessen. Erfolgreich sind nicht die fleißigen, sondern die gut vernetzten Leute (wer's nicht glaube, googele er/sie Luthans - successful vs effective management) 2) Wenn diese Leute wirklich so viel Arbeiten, gibt es nicht wenige Wissenschaftler, die sagen: Das ist schlechtes Management. Wer alles selbst machen "muss" und nicht delegieren kann, ist zumindest kein Idealkandidat. Warum schreibe ich so viel? Weil ich glaube (glaube=denke=finde, meine Meinung vs. die der Autorin), dass Workaholics, die glauben, nur selbst vernünftige Arbeit zu leisten und daher 17 Millionen im Jahr tatsächlich VERDIENT zu haben, eine Gefahr für Wirtschaft und Gesellschaft sind und kein Gewinn.
  7. #7

    Wer selbstbestimmt arbeiten kann

    und andere hat, die seine Befehle ausführen, spürt den Stress eben nicht so stark.
  8. #8

    Ich sehe das in der Forschung: Hat man ein interessantes Thema, gute Leute, denen man die eher lästige Alltagsarbeit delegieren kann, und Möglichkeiten, seine Kreativität auszuleben, dann kommen vollkommen andere Ergebnisse zutage, als wenn man unter hohem Druck mit wenig Gestaltungsraum und vielen störenden Verwaltungs- und Routineaufgaben zu kämpfen hat.

    Burnout ist auch eine Konsequenz der Diskrepanz zwischen Erwartungshaltung und Realität. Der im Artikel beschriebene "Flow" ist eine Erfahrung der Selbstwirksamkeit, die man fast nur "oben" machen kann. Entsprechend wenige Workaholics gibt es in den unteren Etagen und bei den eintönigen Berufen.

    Andererseits müssen gerade Workaholics oft die Entfaltungsmöglichkeiten ihres Umfeldes einschränken, um die eigene Gestaltungsmacht nicht zu beschneiden. Einen Workaholic als Chef zu haben, ist daher für die Untergebenen oft ein schlechtes Los. Und so sind die im Artikel Genannten auch alles Personen, die ihren Konzern recht autoritär führen und den anderen Mitarbeitern vergleichsweise wenig Spielraum lassen.

    Daher gilt, dass dieses Modell definitiv keine Blaupause für einen größeren Teil der Gesellschaft sein kann.
  9. #9

    Armseliges Leben

    Zitat: "Je höher Position und Einkommen, desto größer fällt die Zufriedenheit aus"- Workaholicer sind nach meiner Überzeugung arme Menschen, die außer sich selber niemandem trauen und die anderen Menschen nicht das Schwarze unter dem Fingernägeln gönne. Unter solchen Menschen leiden Tausende von Mitarbeitern, die eben nicht Millionen im Jahr verdienen (können). Und warum nicht? Weil es raff- und machtgierige Workaholicer gibt. Es mag Ausnahmen geben, alleine, ich keine keine.