Gerichtsurteil: Einmal Gehalt plus Elterngeld, bitte

CorbisStellen Sie sich vor, Ihnen wird gekündigt, Sie bekommen aber das volle Gehalt weiter. Dann werden Sie Eltern - und wollen, klar, Elterngeld. Zuviel des Guten? Nein, das ist rechtens, stellte ein Gericht nun klar.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-865469.html
  1. #1

    Schlampige Gesetzgeber

    Klar, dass unsere Abgeorneten keine Sorgfalt auf die Gesetzesformulierung verwenden können. Sie müssen ja Vorträge halten und Bücher schreiben!
  2. #2

    @adam68161

    Unsere Abgeordneten formulieren keine Gesetzestexte, die lassen das durch hochdotierte "Fachleute" erledigen.
  3. #3

    Seltsam

    Also nachdem ich mich (aus anderen Problematiken heraus) lange mit dem BEEG beschäftigt habe, bin ich etwas erstaunt.
    Eigentlich berechnet sich die Höhe des Elterngeldes nach der Differenz Einkommen vor Elternzeit zu Einkommen während Elternzeit (so ist zumindest die grobe Idee des Gesetzes).
    Wenn das Einkommen aber die ganze Zeit in 2010 konstant bleibt, dann besteht meiner Meinung nach ein Elterngeldanspruch der dann halt die Höhe "0" hat.
    Oder wo ist die Elternzeitbestimmte Einkommenseinbusse?
    Ich bin verwirrt, aber das nicht zum ersten mal bei BEEG.....
  4. #4

    Das Gehalt generell

    Ich bin eher über das Gehalt generell überrascht. Im Artikel liest sich der Arbeitsplatz als einfache Bankangestellte - und dann 5000 Euro Brutto? Da wundern mich so manche Bankabzockgebühren nicht mehr!
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dagegen legte die Frau Berufung ein. Das Bundessozialgericht in Kassel stimmte ihr zu: Wer eine volle Stelle hat, bekommt auch Elterngeld - unabhängig davon, ob er tatsächlich arbeitet oder aber, aus welchen Gründen auch immer, freigestellt ist.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zur Erklärung verwies das Gericht auf das Bundeselterngeldgesetz. Danach sind Arbeitnehmer berechtigt, den staatlichen Zuschuss zu beziehen, wenn sie, so die Formulierung:

    einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben,
    mit ihrem Kind in einem Haushalt leben,
    dieses Kind selbst betreuen und erziehen
    und keine oder keine volle Erwerbstätigkeit ausüben.
    Ja was denn, jetzt SPON? Wie kann denn so ein Artikel mit klaren Widersprüchen durch irgendeine Qualitätskontrolle kommen? Gibt es die überhaupt?
    Und zu der Dame: Sie mag ja ich recht sein, ich finde das Verhalten aber nicht nur dreist sondern asozial und moralisch Verwerflich. Sie bezieht sowieso schon ein Jahr lang 5000 Euro im Monat (Leistungslos!) und ist damit mehr als gut versorgt. Trotzdem nimmt man den Staat noch aus wo es nur geht. Super.
  6. #6

    ordentliche formulierungen

    Zitat von adam68161 Beitrag anzeigen
    Klar, dass unsere Abgeorneten keine Sorgfalt auf die Gesetzesformulierung verwenden können. Sie müssen ja Vorträge halten und Bücher schreiben!
    Seh ich genauso.
    Ich kenne einen Fall einer Angestellten, die einen Arbeitsunfall hatte und krankgeschrieben wurde.
    Bei der Unfallaufnahme fiel auf, dass sie außerdem schwanger ist.
    Seitdem ist sie krankgeschrieben und bekommt das übliche Krankengeld.
    Da sie aber kein Einkommen hat (Krankengeld zählt nicht als Einkommen), bekommt sie nur das minimale Elterngeld, aber nicht den Betrag, der sich au dem Gehalt berechnet.
    Macht unterm Strich ein Minus von 1000 Euro im Monat.

    Finde ich ganz schön unfair.
  7. #7

    Abgeordete...

    Zitat von maxibutz Beitrag anzeigen
    Unsere Abgeordneten formulieren keine Gesetzestexte, die lassen das durch hochdotierte "Fachleute" erledigen.
    ja, die hochdotierten Fachleute werden nach dem Bundesbesoldungsgesetz bezahlt, sind Beamte in Ministerien und müssen meist den politischen Unsinn irgendwie umsetzen der ihnen aus dem Parlament vorgegeben wird. Alles mit heißer Nadel gestrickt, eine Handvoll Abgeordnete verabschiedet das Gesetz und der Bundespräsident fertigt es dann noch aus. Die restliche Truppe hält derweil irgendwo Vorträge und sahnt ab! Haben wir die dafür gewählt?
  8. #8

    provokantes Abzocken

    Dieses Abzocke-Verhalten der jungen Mutter kann ich nicht gut finden, denn genau derartige Überziehungen bewirken eine ebenso überzogene Gegen-Reaktion der Unternehmen -Allerdings nicht im öffentl.Dienst, hier wird derartiges zur Selbstverständlichkeit-
  9. #9

    Ich seh da keine abzocke

    ... die gute Frau hat genau das gleiche Recht wie jeder andere das zu bekommen, was ihr vom Gesetz her zusteht. Sie kann nichts dafür, dass sie mal etwas Besseres gelernt hat und dadurch viel besser verdient. Außerdem nimmt sich der Staat unterm strich schon eine menge vom Gehalt weg. alles in allem Zahle ich auch gut 51% abgaben und ich würde gerne mal sehen wie diejenigen, welche hier meckern so viel in staatliche Kassen einzahlen. Man sollte sich lieber mal die wirklichen Schmarotzer der Sozialgesellschaft vornehmen und diese auf dem Prüfstand durchleuchten. Ein recht auf Sozialleistung sollte auch mit einer Pflicht zur Arbeit einhergehen, dann kann man der Sozialgesellschaft ein wenig unter die Arme greifen.