Feminismus - werden Männer in der heutigen Welt nicht mehr gebraucht?

Erziehung, vor allem im frühkindlichen Alter ist allgemein Frauensache, weibliche Tugenden wie Kommunikationsfähigkeit und bessere Verbalisierung von Problemen stehen hoch im Kurs und Jungen fühlen sich zunehmend als das unvollkommene Geschlecht. Auch im späteren Leben sind männliche Eigenschaften in der Wahrnehmung vieler immer weniger gefragt. Ist der Mann in der heutigen Welt eigentlich überflüssig?
  1. #1

    Ja.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erziehung, vor allem im frühkindlichen Alter ist allgemein Frauensache, weibliche Tugenden wie Kommunikationsfähigkeit und bessere Verbalisierung von Problemen stehen hoch im Kurs und Jungen fühlen sich zunehmend als das unvollkommene Geschlecht. Auch im späteren Leben sind männliche Eigenschaften in der Wahrnehmung vieler immer weniger gefragt. Ist der Mann in der heutigen Welt eigentlich überflüssig?
    werden frauen noch "gebraucht" ? und was wenn nicht, alle über die klippe jagen oder wegsperren ? wie weit wollen wir noch sinken, wenn solche fragen gestellt werden ? ersetzt mal "männer" durch "juden" und "frauen" durch "deutsche". na, fällt was auf ?
  3. #3

    Richtige Analyse - falsche Extrapolation

    Das Thema schildert die Probleme, die durch den Feminismus überhand nehmen, und die Frage müsste eigentlich lauten "werden Männer in der heutigen Welt mehr denn je gebraucht?" Und die Antwort darauf sollte "Ja!" sein.

    - Allerdings braucht es aktive, unternehmungslustige, optimistische, nach vorn orientierte, aufbauende, planende Männer, keine Verweigerer, Blockierer, Verhinderer, Krakeeler, Randalierer und erst recht keine Aussteiger.

    - Das Kinderverweigern ist nicht nur eine feministische Erscheinung, leider verweigern sich auch Männer der Vaterrolle.

    - Forderungen nach Frauenquoten sind leider auch die Folge eines Mangels geeigneter Männer.

    Jungen, werdet beizeiten Männer!! - Männer, lasst euch nicht zur Seite drängen!
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erziehung, vor allem im frühkindlichen Alter ist allgemein Frauensache, weibliche Tugenden wie Kommunikationsfähigkeit und bessere Verbalisierung von Problemen stehen hoch im Kurs und Jungen fühlen sich zunehmend als das unvollkommene Geschlecht. Auch im späteren Leben sind männliche Eigenschaften in der Wahrnehmung vieler immer weniger gefragt. Ist der Mann in der heutigen Welt eigentlich überflüssig?
    Wenn ich sehe, dass an den Unis immer weniger Männer sind, dann sollte man sich ernsthaft Gedanken darüber machen, ob alles so richtig sein kann...
  5. #5

    Teil 2

    Ich verweise an diesem Punkt so gerne an eine Diskussion aus den 70ern zwischen Alice Schwarzer und Esther Villar, als Frau Schwarzer die Benachteiligung der Frau unter anderem daran festmachte, dass Männer älter würden als Frauen. Frau Villar wies das zurück, sprach von genau gegenteiligen Zahlen - und wurde von Frau Schwarzer dafür mit Häme belegt. Heute ist es allgemein bekannt, dass Frauen um 7 Jahre älter werden als Männer. Aus der Argumentation von damals (Frauen sind benachteiligt!) ist heute ein "Selber Schuld, die leben halt ungesünder!".

    Warum denken denn Jungen, dass sie "das unvollkommene Geschlecht" sind? Weil es ihnen von allen Seiten eingeredet wird. Ist in der Werbung eine halbnackte Frau zu sehen ist das Diskriminierung, sexistisch und gehört verboten. Werden Männer als unfähige Loser hingestellt die man getrost wie Dreck wegwischen kann findet man das witzig. Werden Männer für eine ARD-Vorabendserie ("“Eine für alle: Frauen könnens besser") als "lebendes Verkehrshindernis, herumirrender Gockel oder Versager bezeichnet", macht man sich bei den Verantwortlichen darüber lustig und spricht davon, dass sich betroffene Männer doch nicht so anstellen sollen.

    Entscheidende Stellen treiben "Gleichstellung" so lange voran, wie sie sich als Förderung von Frauen versteht. Im Mutterland des Feminismus, inde eine Frau sich schon dann als vergewaltigt fühlen darf, wenn sie einen Tag später den (einvernehmlichen) Sex bereut wird eine für die Universitäten geltende Geschlechterquote wieder abgeschafft nachdem man festgestellt hat, dass sie Frauen nicht nur nutzt, sondern in besonders beliebten Fächern (Medizin, Psychologie) sogar schadet. Eine Gleichstellungsbeauftragte in Goslar wird entlassen, weil sie sich zu sehr für Männer einsetzt. In Wien wird, weil Männer bei dem (in allen anderen Anwendungsländern geschlechtsneutralen) Aufnahmetest für das Medizinstudium besser abschneiden eine Quote eingeführt und die Testergebnisse von Frauen mittels Faktor hochgerechnet, damit nicht die besten Absolventen aufgenommen werden, sondern prozentual so viele Frauen wie sie sich auch in den Bewerbungen wiederfinden - und somit im Vergleich zu den Vorjahren eine Quote von 60:40 Prozent kurzerhand umgedreht.

    Wie soll das denn bei Jungen und Männern ankommen? Wie sollen sie ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, wenn ihnen an allen Ecken und Enden vor Augen geführt wird, dass sie weniger Wert besitzen als Frauen?

    Wie denn?
  6. #6

    Feminismus - werden Männer in der heutigen Welt nicht mehr gebraucht?

    Zitat von Bernd L. Auert Beitrag anzeigen
    Ich verweise an diesem Punkt so gerne an eine Diskussion aus den 70ern zwischen Alice Schwarzer und Esther Villar, als Frau Schwarzer die Benachteiligung der Frau unter anderem daran festmachte, dass Männer älter würden als Frauen. Frau Villar wies das zurück, sprach von genau gegenteiligen Zahlen - und wurde von Frau Schwarzer dafür mit Häme belegt. Heute ist es allgemein bekannt, dass Frauen um 7 Jahre älter werden als Männer. Aus der Argumentation von damals (Frauen sind benachteiligt!) ist heute ein "Selber Schuld, die leben halt ungesünder!".

    Warum denken denn Jungen, dass sie "das unvollkommene Geschlecht" sind? Weil es ihnen von allen Seiten eingeredet wird. Ist in der Werbung eine halbnackte Frau zu sehen ist das Diskriminierung, sexistisch und gehört verboten. Werden Männer als unfähige Loser hingestellt die man getrost wie Dreck wegwischen kann findet man das witzig. Werden Männer für eine ARD-Vorabendserie ("“Eine für alle: Frauen könnens besser") als "lebendes Verkehrshindernis, herumirrender Gockel oder Versager bezeichnet", macht man sich bei den Verantwortlichen darüber lustig und spricht davon, dass sich betroffene Männer doch nicht so anstellen sollen.

    Entscheidende Stellen treiben "Gleichstellung" so lange voran, wie sie sich als Förderung von Frauen versteht. Im Mutterland des Feminismus, inde eine Frau sich schon dann als vergewaltigt fühlen darf, wenn sie einen Tag später den (einvernehmlichen) Sex bereut wird eine für die Universitäten geltende Geschlechterquote wieder abgeschafft nachdem man festgestellt hat, dass sie Frauen nicht nur nutzt, sondern in besonders beliebten Fächern (Medizin, Psychologie) sogar schadet. Eine Gleichstellungsbeauftragte in Goslar wird entlassen, weil sie sich zu sehr für Männer einsetzt. In Wien wird, weil Männer bei dem (in allen anderen Anwendungsländern geschlechtsneutralen) Aufnahmetest für das Medizinstudium besser abschneiden eine Quote eingeführt und die Testergebnisse von Frauen mittels Faktor hochgerechnet, damit nicht die besten Absolventen aufgenommen werden, sondern prozentual so viele Frauen wie sie sich auch in den Bewerbungen wiederfinden - und somit im Vergleich zu den Vorjahren eine Quote von 60:40 Prozent kurzerhand umgedreht.

    Wie soll das denn bei Jungen und Männern ankommen? Wie sollen sie ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, wenn ihnen an allen Ecken und Enden vor Augen geführt wird, dass sie weniger Wert besitzen als Frauen?

    Wie denn?
    Sie haben die heutigen Probleme hervorragend beschrieben und - von Feminismus halte ich überhaupt nichts als Frau , viel von Gleichberechtigung , Gleichklang und miteinander und das ist auch das Zauberwort für langjährige glückliche Ehen.
  7. #7

    Zustimmung

    Zitat von acitapple Beitrag anzeigen
    werden frauen noch "gebraucht" ? und was wenn nicht, alle über die klippe jagen oder wegsperren ? wie weit wollen wir noch sinken, wenn solche fragen gestellt werden ? ersetzt mal "männer" durch "juden" und "frauen" durch "deutsche". na, fällt was auf ?
    Sie sagen es.
    Vielen ist garnicht bewusst, welch feindliche Gräben sie aufreißen.
  8. #8

    Zitat von Bernd L. Auert Beitrag anzeigen
    Wie soll das denn bei Jungen und Männern ankommen? Wie sollen sie ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, wenn ihnen an allen Ecken und Enden vor Augen geführt wird, dass sie weniger Wert besitzen als Frauen?

    Wie denn?
    Ganz einfach. Nehmen Sie doch mal an, dass sich bei weitem nicht alle Männer in ihrer Lebensgestaltung nach irgendwelchen Meldungen, Trends, Fernsehsendungen oder "alle Ecken" richten. Gehen Sie doch einfach davon aus, dass viele Männer ihr eigenes Männerleben aufbauen und gestalten: eine konstruktive Ausbildung, eine sinnvolle Arbeit, eine zielstrebige Partnersuche, eine gediegene Familienplanung, eine angemessene Freizeitgestaltung. Ich jedenfalls kenne viel mehr solche Männer, als Verunsicherte und Desinteressierte. Deswegen kehre ich auch die Fragestellung um: Männer werden in der heutigen Gesellschaft mehr denn je gebraucht - allerdings die richtigen. :-)
  9. #9

    Zitat von acitapple Beitrag anzeigen
    werden frauen noch "gebraucht" ? und was wenn nicht, alle über die klippe jagen oder wegsperren ? wie weit wollen wir noch sinken, wenn solche fragen gestellt werden ? ersetzt mal "männer" durch "juden" und "frauen" durch "deutsche". na, fällt was auf ?
    "Wie weit wollen wir noch sinken" ? Männer sollten dann besser anfangen zu schwimmen.

    Ganz allgemein gesagt muss man zuerst einmal dieses Phänomen regional eingrenzen.

    Gesamt Südamerika, größtenteils Nordamerika, Afrika und Asien betrifft dieses Thema überhaupt nicht. Eher auch nicht im gesamten Süd- und Osteuropäischen Raum. Alle würden sich über eine solche Fragestellung kaputtlachen.

    Es ist also weltweit gesehen ein kleines regionales Phänomen. Jedenfalls wird immer mehr darüber geredet.

    Männer die Angst vor Frauen haben? Eigentlich unvorstellbar. Vielleicht wären Kurse bei der VHS sinnvoll: "Wie werde ich ein Macho".