Selbstbestimmung im Netz: Die Lüge von der großen Freiheit

Wir können YouTube-Hits landen, Blogs schreiben und über soziale Netzwerke mit der ganzen Welt reden: Kreativität und Kommunikation sind im Internet grenzenlos. Scheinbar. Denn mit Freiheit hat all das wenig zu tun. Dafür aber viel mit der Abhängigkeit von Konzernen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-864573.html
  1. #1

    Aha....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir können YouTube-Hits landen, Blogs schreiben und über soziale Netzwerke mit der ganzen Welt reden: Kreativität und Kommunikation sind im Internet grenzenlos. Scheinbar. Denn mit Freiheit hat all das wenig zu tun. Dafür aber viel mit der Abhängigkeit von Konzernen.

    Sibylle Berg und das Internet: Lüge von der großen Freiheit - SPIEGEL ONLINE
    Ja die Lüge, lieber Spiegel!
  2. #2

    Verbesserung

    Sie werden von Woche zu Woche besser Frau Berg. Eine der wenigen Posts auf die ich mich am Wochenanfang freue und mit Gier wieder und wieder verschlinge - ganz fein, immer wieder.
  3. #3

    Ich lese im Subtext: Der böse Kapitalismus hat uns voll im Griff und wir denken, wir seien frei. Meine Frage: Wie frei waren die Menschen denn vor 100 bzw 1000 Jahren. Welche kleinen Konzerne haben Sie denn damals mit ihrem ersten Autokauf unterstützt? Verstehen Sie genau wie ein Verbrennungsmotor funktioniert? Natürlich sind wir von Konzernen und deren Dienstleistungen abhängig. Das war aber "früher" (vor dem Internet) nichts anderes als heute.
  4. #4

    Koalition unterzeichnet Antikorruptionsgesetz "aus... äh... Gründen" nicht

    Berlin (dpo) - Die Regierungskoalition weigert sich, ein UN-Abkommen zur Bekämpfung von Korruption zu unterzeichnen und befindet sich damit in illustrer Gesellschaft mit Ländern wie Syrien, Myanmar und dem Sudan. Mitglieder von Union und FDP erklärten diese Verzögerung damit, dass sie sich "aus... äh... Gründen" gegen die Bekämpfung von Korruption sperren, die darzulegen "irgendwie kompliziert" sei.
    FDP-Generalsekretär Patrick Döring kommentierte gestern die Haltung seiner Partei gegen strengere Antikorruptionsgesetze: "Das hat jetzt nichts damit zu tun, dass wir so unglaublich wirtschaftsnah sind, sondern äh..., weil sonst äh... Parlamentarier in der freien Ausübung ihres Mandats gehindert werden. Ja, genau! Deswegen! Puh."
    Wonach sollen Politiker ohne solche Koffer
    Entscheidungen treffen? Nach ihrem Gewissen?
    Auch der Vorsitzende des Rechtsausschusses Siegfried Kauder (CDU), dessen Bruder Volker Kauder seit Jahren den Waffenhersteller und CDU-Großspender Heckler & Koch unterstützt, erklärte, das Abkommen würde bewirken, dass "Parlamentarismus nicht mehr funktioniere" – nicht weil Abgeordnete jetzt irgendwie korrupt wären, sondern, so Kauder, "äh... weil eben".
    Angesichts des jetzt bekannt gewordenen Brandbriefs deutscher Großkonzerne, in dem Topmanager die Politik auffordern, das Antikorruptionsgesetz endlich zu ratifizieren, zeigen sich führende Koalitionspolitiker empört: Wenn die Wirtschaft etwas von der Politik will, dann gehöre das nicht in die Öffentlichkeit, sondern müsse in guter alter Tradition in Hinterzimmern diskutiert werden. Sollten sich die Konzerne dann freiwillig zur Tätigung einer "üppigen Parteispende für Union und FDP" entscheiden, könnte das Gesetz aber "nach reiflicher Überlegung" doch noch kommen.
    ssi; Foto oben: © granata68 - Fotolia.com, Foto rechts: © El Gaucho - Fotoli

    Wieso Unterschreibt die Regierung nicht endlich dieses Gesetz wie der rest von Europa, und wieso unternimmt der Europarat und der Bundesgerichtshof nichts dagegen. Es ist doch offensichtlich das unsere Politiker selber in die eigene Tasche wirtschaften. In anderen ländern sind Politiker dazu verpflichtet dass sie lediglich die Interessen des Volkes vertreten, und keine anderen Jobs annehmen dürfen in den nächsten 5 Jahren.

    Aber in Deutschland ist alles möglich.

    Wieso verheimlichen die Medien diese Sachen die den in deutschland lebeneden interessiert. Wir sind das Volk und wir bestimmen.

    Ich habe viele Themen zu denen ich sehr gerne etwas scjhreiben würde, weiß aber nicht wirklich wo .
  5. #5

    Universum Bestandsaufnahme

    Soviel Bestandsaufnahmen haben viele verfasst und noch mehr gelesen! Alle haben sie recht und gleichzeitig nicht. Wenn es jedoch, wie von ihnen und den Medien im allgemeinen beschrieben, nur 10% mögliche Macher mit materialistisch fundiertem Hintergrund gibt, wird es höchstwahrscheinlich dabei bleiben wie es ist - 90% Bestandsaufnahme. Es wurde sich eingerichtet. Es ist langweilig, aber es läuft irgendwie, anarchisch überschaubar ebbend. Nur manchmal, ganz manchmal, kommt der\die jungendliche aus den Anfängen der Erinnerung und klopft an. Da haben viele nur ein müdes Gähnen übrig, denn es läuft nie synchron. Heute habe ich den befreienden Gedanken, morgen du. Treffen werden wir uns selten. Werden sie Präsidentin, wie sie den befreienden Gedanken mal äußerten und ich werde ihr Pressesprecher Diktat, also zum mitschreiben. Die Chinesen haben Tarnkappenbomber. Sie planen neue Konzerne, vermutlich Weltweit. Mandarin echtzeitsynchron. Auf, auf zu neuen Ufern. Los, schnell - schneller.
  6. #6

    Vielleicht noch mal neu schreiben?

    Was ist das für ein Durcheinander?! Die Überschrift ist ein passe-par-tout. Der Rest ist ... durcheinander. Heillos an jedem klaren Gedanken vorbei lamentiert. Was soll'n das? Hier würde sich wirklich einmal anbieten, von der wunderbaren Möglichkeit Gebrauch zu machen, es mit einer Version 2 zu versuchen ...
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir können YouTube-Hits landen, Blogs schreiben und über soziale Netzwerke mit der ganzen Welt reden: Kreativität und Kommunikation sind im Internet grenzenlos. Scheinbar. Denn mit Freiheit hat all das wenig zu tun. Dafür aber viel mit der Abhängigkeit von Konzernen.

    Sibylle Berg und das Internet: Lüge von der großen Freiheit - SPIEGEL ONLINE
    Auch wenn die eine oder andere Beobachtung stimmt - das ist ja Kulturpessimismus in Reinform.

    Mit gleichem Recht könnte man sagen, wir hätten unsere Freiheit gegen die Abhängigkeit von Stromkonzernen eingetauscht, weil ohne Strom geht gar nichts.

    An der Tatsache, dass jeder Einzelne unbedeutend und bedeutend zugleich ist, hat sich nie etwas geändert.
  8. #8

    Liebe Frau Berg,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir können YouTube-Hits landen, Blogs schreiben und über soziale Netzwerke mit der ganzen Welt reden: Kreativität und Kommunikation sind im Internet grenzenlos. Scheinbar. Denn mit Freiheit hat all das wenig zu tun. Dafür aber viel mit der Abhängigkeit von Konzernen.

    Sibylle Berg und das Internet: Lüge von der großen Freiheit - SPIEGEL ONLINE
    Sie haben schon eine ganze Menge vom Internet begriffen und jedermann kann zu Ihnen stehen wie er will, in Ihren Foren herrscht oft eine grenzenlose Meinungsfreiheit, auch wenn es nicht Ihre Meinung ist. Dies ist gut so! Leider führt das Internet sehr selten zum Konsens, vielleicht weil das Netz so anonym ist. Grenzenlose Kommunikation ist sinnlos, denn jeder Kompromiss ist genau deswegen notwendig, weil unterschiedliche Ansichten die Begrenzung der eigenen erfordern. Vielleicht sind Sie im Recht: die Möglichkeit alles zu äußeren, täuscht darüber hinweg, dass verbale Ventile noch lange keine Veränderung erzeugen, aber riesige Gewinne eines neuen Unternehmertums erzeugen, vor denen wir uns fürchten sollten!
  9. #9

    Warum so pessimistisch?

    Der Argumentation kann ich nicht wirklich folgen da zwar die Symptome korrekt geschildert werden aber die Schuld falsch zugewiesen wird. Natürlich wird das Internet von Konzernen finanziert – wo sollte das Geld auch sonst herkommen? Aber denen vorzuhalten dass sich die Benutzer dank ihrer Scheuklappen nur im kleinen Kreis drehen ist dieselbe Logik wie einem Buchladen vorzuwerfen dass die Käufer nur mit harmlosesr Belletristik hinaus gehen statt mit klassischer Literatur. Oder dass am internationalen Zeitungsstand in großen Stapeln die Zeitung mit den dicken Lettern gekauft wird und nicht die interessante Weltpresse.

    Wer sich wirklich „frei“ bewegen will findet seinen Weg, das zeigt ja auch das Beispiel von Frau Sibylles Bekannten.Wenn das Medium nur als Ablenkungsmaschine genutzt wird – mag traurig sein ist aber freier Wille der Benutzer.

    Was das unter die Haube beim PC schauen angeht – ich kann mich noch an Installationsorgien für neue Geräte, Herumfrickeln auf Kommandozeilen und dauernde blaue Absturzschirme erinnern. Die gibt’s nicht mehr, ich stecke mein Inventar zusammen und es läuft sehr viel zuverlässiger als früher. Das Gerät hier zum Beispiel seit 7 Jahren. Und niemand zwingt mich es nach 3 Jahren auszutauschen, auch hier liegt der Drang zum Neuen beim Käufer. Mir jedenfalls wurden noch nie zwangsweise Gerätschaften angedient.

    Zu guter letzt – dass Herr Reich-Ranicky, so sehr ich ihn schätze, nicht mehr das alleinige Maß der Dinge ist (falls er das je war) sondern eine Vielzahl unabhängiger Meinungen meinen Alltag bereichert – das ist ein ganz feiner Zug von diesem Internet. :)