Das gelähmte Land – sind die USA noch zu retten?

Schwierige Zeiten für die einst unumstrittene Weltmacht: Wirtschaftsprobleme stressen die USA, politisch Erzkonservative Kräfte blockieren politische Reformen, und militärische Engagements ohne sichtbaren Erfolg binden Kräfte und nagen am ehemals positiven Image. Für Beobachter wirkt das Land zuweilen wie gelähmt - sind die USA noch zu retten?
  1. #10

    riskiert

    Zitat von prince62 Beitrag anzeigen
    Schon vergessen, die Amis haben sich nicht freiwillig reingehangen, die wurden vom "Führer" herzlich eingeladen,

    denn Deutschland hat den USA den Krieg erklärt, nicht umgekehrt.
    Das ist eine risikobehaftete Einlassung. Nach einer solchen Einladung fliegen meist nicht nur die Fetzen, die Fliegen werden magisch angezogen.
    Wetten, dass?
  2. #11

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für Beobachter wirkt das Land zuweilen wie gelähmt - sind die USA noch zu retten?
    Das wird sich am Dienstag herausstellen.
  3. #12

    Die Selbstherrlichkeit des Westens wird zum Verhängnis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für Beobachter wirkt das Land zuweilen wie gelähmt - sind die USA noch zu retten?
    Ein Journalist im Fernsehen hatte es auf den Punkt gebracht.
    Die USA waren die Supermacht des letzten Jahrhunderts.
    Das neue Jahrhundert hat schlecht begonnen, 11.September, Afghanistan&Irak, Immobilienblase&Schuldenkrise, ...
    Der Platz der Supermacht wird zukünftig wohl China einnehmen.
    Die USA sind aber auch selber schuld.
    Die (Wirtschafts)Politik der USA war über Jahrzehnte viel zu neoliberal und zu wenig nachhaltig.
    Dieser Wohlstand auf Kredit muss jetzt allmählich zurückgezahlt werden.
    Ich rechne nicht damit, dass die USA in den nächsten Jahrzehnten zur alten Größe zurückkehren.
  4. #13

    Wie lange gibt es die USA überhaupt noch!

    Zitat von spon-facebook-10000009156 Beitrag anzeigen
    Amerika ist heute ein geteiltes Land. Warum nur??

    ........[/url]
    Sie Komiker, die USA waren schon immer ein geteiltes Land, Nord gegen Süd, West gegen Ost, Bibelbelt gegen beide Küsten, die sich der Lust verschrieben haben, usw. usw.,

    seit Gründung der USA ist ja das Einzigartige an diesem Land, daß es überhaupt noch als ein Land existiert, trotz aller teils fundamentalen Gegensätze der einzelnen Bevölkerungsgruppen,

    die Frage ist doch lediglich, sollte es eine wirklich große Krise in diesem Land geben, dann wird es das Land schlicht und einfach zerreißen, weil die Amerikaner eines gelernt und verinnerlicht haben, jeder ist sich selbst der Nächste.

    Genau das wird dann auch mit aller zur Verfügung stehenden Gewalt ausgelebt und Waffen sind ja nicht selten in den USA, dagegen sind die US-Streitkräfte samt Nationalgarde nur ein laues Lüftchen.
  5. #14

    Usa...

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    Das ist eine risikobehaftete Einlassung. Nach einer solchen Einladung fliegen meist nicht nur die Fetzen, die Fliegen werden magisch angezogen.
    Wetten, dass?
    Hallo ray...
    Ja; das wird wohl so kommen, leider, obwohl es von Nutzen wäre sich mit Fehlern und Schwächen auseinanderzusetzen. Zuerst einmal bleiben die Stärken allesamt erhalten; sie aufzulisten wird eine lange Liste. Die USA haben zuerst einmal den Vorteil daß sie ein riesiges Territorium zur Verfügung haben und die Anzahl der Menschen(wenn auch nominell groß) verglichen damit relativ überschaubar ist; das ist auch einer der Gründe das die USA weiterhin zu einem Lebensmittelexporteur macht. Die USA sind im Gegensatz zu Europa in modernen Technologien(IT, Software) führend, führend sind sie auch im Rüstungssektor und weiterhin führend bleiben sie trotz aller Fehler auch im Finanzwesen; der Dollar ist weiterhin die wichtigste Währung der Welt; und wird es dank anderer Stärken der USA auch noch auf absehbare Zeit bleiben. Verglichen damit macht Europa eine schwächliche Figur...
    Natürlich haben die USA auch mehrere Schwächen und natürlich wird es für die states in Zukunft auch wichtig sein gewisse Entwicklungen ebenfalls nicht zu verschlafen. Die USA müssen ihre Gesellschaft langsam reformieren und auch die ganzen neuen Migrantengruppen(aus Lateinamerika) 'mitnehmen' und sie integrieren. Es wird wichtig sein Niemanden zurückzulassen und ein Bildungssystem so zu reformieren daß möglichst Viele 'mitgenommen' werden können so daß die wichtigen Branchen weiterhin gutausgebildete Leute erhalten. Ebenfalls sollten die USA auch in Sachen Energie neue Wege beschreiten. Wie bereits von Mitdiskutanten angesprochen können die USA dort noch viel machen; das fossile Zeitalter wird in den nächsten Jahrzehnten langsam und schleichend zur Neige gehen; darauf sollte man sich vorbereiten.
    International muß der Westen(und damit vor allem die USA) erkennen daß man nicht in jeden Konflikt einschreiten kann und daß sich viele Konflikte in Asien(bsw. Afghanistan) nur in Gemeinschaft mit den großen Regionalmächten Rußland und China lösen lassen. Das sich verrennen in Konflikte die militärisch nicht lösbar sind, kostet wertvolle Energien...
    In Europa schielen viele Staaten nach den USA...
    Für Staaten wie bsw. Italien fungiert die USA auch als eine Art 'Gegengewicht' zu Deutschland(und manchmal auch Frankreich); das nur mal so aus regionaler Perspektive...

    Schian Gruaß in den Schwarzwald...
  6. #15

    wenig Differenzen

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    Hallo ray...
    Ja; das wird wohl so kommen, leider, obwohl es von Nutzen wäre sich mit Fehlern und Schwächen auseinanderzusetzen. Zuerst einmal bleiben die Stärken allesamt erhalten; sie aufzulisten wird eine lange Liste. Die USA haben zuerst einmal den Vorteil daß sie ein riesiges Territorium zur Verfügung haben und die Anzahl der Menschen(wenn auch nominell groß) verglichen damit relativ überschaubar ist; das ist auch einer der Gründe das die USA weiterhin zu einem Lebensmittelexporteur macht. Die USA sind im Gegensatz zu Europa in modernen Technologien(IT, Software) führend, führend sind sie auch im Rüstungssektor und weiterhin führend bleiben sie trotz aller Fehler auch im Finanzwesen; der Dollar ist weiterhin die wichtigste Währung der Welt; und wird es dank anderer Stärken der USA auch noch auf absehbare Zeit bleiben. Verglichen damit macht Europa eine schwächliche Figur...
    Natürlich haben die USA auch mehrere Schwächen und natürlich wird es für die states in Zukunft auch wichtig sein gewisse Entwicklungen ebenfalls nicht zu verschlafen. Die USA müssen ihre Gesellschaft langsam reformieren und auch die ganzen neuen Migrantengruppen(aus Lateinamerika) 'mitnehmen' und sie integrieren. Es wird wichtig sein Niemanden zurückzulassen und ein Bildungssystem so zu reformieren daß möglichst Viele 'mitgenommen' werden können so daß die wichtigen Branchen weiterhin gutausgebildete Leute erhalten. Ebenfalls sollten die USA auch in Sachen Energie neue Wege beschreiten. Wie bereits von Mitdiskutanten angesprochen können die USA dort noch viel machen; das fossile Zeitalter wird in den nächsten Jahrzehnten langsam und schleichend zur Neige gehen; darauf sollte man sich vorbereiten.
    International muß der Westen(und damit vor allem die USA) erkennen daß man nicht in jeden Konflikt einschreiten kann und daß sich viele Konflikte in Asien(bsw. Afghanistan) nur in Gemeinschaft mit den großen Regionalmächten Rußland und China lösen lassen. Das sich verrennen in Konflikte die militärisch nicht lösbar sind, kostet wertvolle Energien...
    In Europa schielen viele Staaten nach den USA...
    Für Staaten wie bsw. Italien fungiert die USA auch als eine Art 'Gegengewicht' zu Deutschland(und manchmal auch Frankreich); das nur mal so aus regionaler Perspektive...

    Schian Gruaß in den Schwarzwald...
    Hallo South Tyrolean, nice to hear you again., my friend!
    Wie üblich sehen wir die Dinge ähnlich. Untergehen werden nicht ausgerechnet die USA mit ihren fast unendlichen Assets. (Viele) Korrekturen sind natürlich dringend nötig, da habe ich auch schon mehrmals auf die Kraft zur Erneuerung hingewiesen. Ein Auszug aus dem Liedgut des kritischen Kandiers Leonard Cohen ("Democracy is coming"):

    "It's coming to america first
    The cradle of the best and of the worst
    It's here they got the range
    And the machinery for change!"...............

    Schönes Lied, muss Du Dir auf youtube mal anhören!

    Die Amerikaner sollten in der Lösung regionaler (süd-asiatischer und mittelöstlicher) Probleme weniger mit den Russen und Chinesen zusammenarbeiten als ihnen die Lösung vielmehr ganz überlassen! Die würden sich wundern;-)
  7. #16

    Sie meinen...

    Zitat von Websingularität Beitrag anzeigen
    Ein Journalist im Fernsehen hatte es auf den Punkt gebracht.
    Die USA waren die Supermacht des letzten Jahrhunderts.
    Das neue Jahrhundert hat schlecht begonnen, 11.September, Afghanistan&Irak, Immobilienblase&Schuldenkrise, ...
    Der Platz der Supermacht wird zukünftig wohl China einnehmen.
    Die USA sind aber auch selber schuld.
    Die (Wirtschafts)Politik der USA war über Jahrzehnte viel zu neoliberal und zu wenig nachhaltig.
    Dieser Wohlstand auf Kredit muss jetzt allmählich zurückgezahlt werden.
    Ich rechne nicht damit, dass die USA in den nächsten Jahrzehnten zur alten Größe zurückkehren.
    Die Amerikaner werden Ihre "alte" Grösse verlieren (was erst noch geschehen müsste) und China muss die "neue" erst gewinnen (was noch ordentlich Zeit braucht) Vielleicht haben Sie Recht, wiewohl Prognosen immer unsicher sind. So ab 2050 werden unsere Kindeskinder vielleicht schon ein anderes Kräftegleichgewicht erleben.

    P.S. Schulden 2010 sind ein klitzekleines Problemlein, wenn Sie mal das ganze 21. Jahrhundert als Betrachtungszeitraum nehmen;-)
  8. #17

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    Die Amerikaner sollten in der Lösung regionaler (süd-asiatischer und mittelöstlicher) Probleme weniger mit den Russen und Chinesen zusammenarbeiten als ihnen die Lösung vielmehr ganz überlassen! Die würden sich wundern;-)
    Und was glauben Sie, warum überlassen die Amerikaner die Probleme nicht den Russen und Chinesen?
  9. #18

    nur abwarten

    Zitat von Panslawist Beitrag anzeigen
    Und was glauben Sie, warum überlassen die Amerikaner die Probleme nicht den Russen und Chinesen?
    Das mit den Rohstoffen wird in einer seriösen Kosten-Ertrags Analyse (eine Stärke der Amerikaner, vor allem bei klammen Kassen) bald gegessen sein. Obama (weniger allerdings Romney) könnte ohne weiteres mehr den Ron Paul geben, wenn es am Dienstag klappt. Schulterschlüsse von links nach rechts sind ja wohl gefragt!

    Bleibt Israel, dem die Amerikaner und selbstverständlich grossmehrheitlich auch wir alten Europäer natürlich verpflichtet sind: Selbst den Iran könnten die Amerikaner den Russen überlassen, Sie würden staunen wie viel weniger sich Putin noch für die Ayatollahs erwärmen könnte, müsste er für die Ruhe in Nahost alleine sorgen.

    Den panslawistischen Aspekt des Problems müssten Sie mir halt wieder mal neu erklären. Der muss eine Rolle spielen, andernfalls verstehe ich Ihre Frage nicht richtig;-)
  10. #19

    Zitat von Websingularität Beitrag anzeigen
    Ein Journalist im Fernsehen hatte es auf den Punkt gebracht.
    Die USA waren die Supermacht des letzten Jahrhunderts.
    Das neue Jahrhundert hat schlecht begonnen, 11.September, Afgren.
    Nicht des ganzen Jahrhunderts, sondern der zweiten Hälfte des 20-sten Jhs.
    Die Supermacht der ersten Hälfte des 20-sten Jahrhunderts und des ganzen 19-sten Jahrhunderts war noch Großbritanien.


    Wobei...diese Supermachtstellung zwischen 1945-2000 war doch sehr dem kalten Krieg zu verdanken. die USA mussten mit der UdSSR mithalten und diese Supermachtstellung der USA ist ja erst dadurch auch entstanden.

    Ich würde aber die USA so leicht nicht abschreiben.
    Sie haben trotz allem, ncoh einn großen Vorteil vor den anderen Supermächten, oder Möchtegerne-Supermächten.
    China mag sein wirtschaftlich USA aufgeholt zu haben, um welchen Preis? soziale Ungerechtigkeiten sind so krass, Umweltverschmutzung usw..ausserdem da es eine Diktatur ist, kann es jederzeit zu einem Aufstand kommen und wenn es zu der Demokratissierung käme, dann fällt das heutige China wahrscheinlich auch auseinander, bzw. wird kleiner werden. Die Tibeter, Uiguren und wie sie alle heissen, werden ihre Unanbhängkeit verlangen.
    In Indien sind diese Problem noch grösser; soziale Unterschiede und Konflikte, ethnische und religiöse usw..
    In Russland auch...
    Die EU, ist gar nicht ernst zu nehmen als welche Supermacht und als ernsthafte Konkurenz der USA.

    Also, die USA, trotz allem, meiner Meinung nach, sind noch das stabiltse von den größe Ländern und Supermächten, oder Möchte-Gerne-Supermächten.