Starker Wirtschaftssektor: Bedeutung der Industrie in Deutschland wächst

dapdDie Industrie erlebt in Deutschland eine Renaissance: Der Anteil des Sektors an der Volkswirtschaft ist 2011 mit 26,4 Prozent auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gestiegen. In Europa nimmt die Bundesrepublik damit eine Ausnahmestellung ein.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-864953.html
  1. #1

    optional

    "Grund für die wachsende Bedeutung der Industrie ist Experten zufolge der Boom in großen Schwellenländern wie China. "Dort sind genau die Investitionsgüter gefragt, die zu unseren Exportschlagern gehören, also Maschinen, Elektronik und Fahrzeuge", sagte DekaBank-Ökonom Andreas Scheuerle."

    Deswegen profitieren eben nicht nur die wenig entwickelten Länder in Asien von der Globalisierung - sondern eben auch die Deutschen.
    Leider wird das nie kommuniziert, wenn man gewaltbereite Globalisierungsgegner im Fernsehen sieht.
    Wahrscheinlich, weil deutsche Journalisten von Wirtschaft keine Ahnung haben.
  2. #2

    Natürlich

    Wenn die ganze Politik auf Kosten anderer Sektoren komplett auf die Schwerindustrie eingestellt ist... Nadann: Vorwärts in die Vergangenheit!
  3. #3

    kluge Politik ...

    Die positiven Folgen der Politik der letzten 3 Regierungen, nämlich anders als z.B. GB, die Industrie hier nicht unnötig zu vertreiben für eine fragwürdige Service- und Banken-Wirtschaft, haben wir Kohl, Schröder und Merkel sowie ihren wichtigsten Ministern zu verdanken. Muss man bei aller Politkverdrossenheit und dessen Schürung durch die Medien das einmal aussprechen.
  4. #4

    Spätestens...

    ...wenn jeder Haushalt einen 3D-Drucker im Arbeitszimmer stehen hat, funktioniert das deutsche Modell nicht mehr. Dann drucke ich mir mein Auto nämlich selbst aus! *lol*
  5. #5

    Tja, und an BWL-Fakultäten ...

    wird immer noch gelehrt, dass Industrie out ist (wegen niedrigen ROIs), dass alles nur noch Service sein wird und ähnlicher Humbug.

    Wenn die deutsche Wirtschaft auf ihre BWL-Professoren hören würde, wäre sie heute schon auf dem Stand Spaniens.
  6. #6

    Schwerindustrie?

    Zitat von fgranna Beitrag anzeigen
    Wenn die ganze Politik auf Kosten anderer Sektoren komplett auf die Schwerindustrie eingestellt ist... Nadann: Vorwärts in die Vergangenheit!
    Wenn man mit solchen Begriffen um sich wirft, sollte man sie schon verstehen: Die Schwerindustrie (z.B. Bergbau, Grundstoffherstellung) spielt in Deutschland eine abnehmende Rolle. Wir sind eher im Bereich Hightech-Industrie stark (Elektronik, Produktionsmaschinen, Automatisierungstechnik, Fahrzeugbau).

    Die deutsche Industrie ist zur Zeit auf einem beneidenswerten Weg und hat trotz nachlassender Konjunktur immer noch eher Luxusprobleme.

    Hoffen wir, dass das so bleibt, wir profitieren alle davon.
  7. #7

    Statistik

    Zitat von HansCh Beitrag anzeigen
    Die positiven Folgen der Politik der letzten 3 Regierungen, nämlich anders als z.B. GB, die Industrie hier nicht unnötig zu vertreiben für eine fragwürdige Service- und Banken-Wirtschaft, haben wir Kohl, Schröder und Merkel sowie ihren wichtigsten Ministern zu verdanken. Muss man bei aller Politkverdrossenheit und dessen Schürung durch die Medien das einmal aussprechen.
    Abgesehen von Griechenland und Portugal hat Deutschland seit 2000 die geringsten Reallohnsteigerungen innerhalb der EU. Arbeitnehmer in allen anderen Ländern können sich heute mehr leisten als vor 12 Jahren, nur Deutsche, Griechen und Portugiesen nicht. Neun Zehntel dieser deutschen Arbeitnehmer haben sogar weniger als vor 12 Jahren in der Tasche, nur das oberste Zehntel hat dazugewonnen.
    Wo ist da nochmal der Erfolg dieser Politik? Wohlstand für alle war einmal.
  8. #8

    HansCh und seine Politiker-Phantasien

    Zitat von HansCh Beitrag anzeigen
    Die positiven Folgen der Politik der letzten 3 Regierungen, nämlich anders als z.B. GB, die Industrie hier nicht unnötig zu vertreiben für eine fragwürdige Service- und Banken-Wirtschaft, haben wir Kohl, Schröder und Merkel sowie ihren wichtigsten Ministern zu verdanken
    Wär mir neu, dass Kanzler und Minister Maschinen, Autos usw. bauen. Geschafft hat dies die Industrie insgesamt, die Ingenieure, die Fach-Arbeiter und nicht zuletzt die Gewerkschaften. Bleibt nur zu hoffen, dass es anhält und dass die immer größer werdende soziale Schieflage mit Mut begradigt wird.
  9. #9

    Deindustriealisierung in Deutschland

    Die Deindustriealisierung in Deutschland hat schon begonnen. Dank der Energiewende und den Ökofreaks.
    Wie sagte Kretschmann: "Weniger Autos sind besser als mehr Autos".
    "Und wir brauchen mehr "Windmühlen"."
    Und die Versorgungssicherheit ist nicht gesichert!
    Im Sommer haben wir Strom verschenkt, oder sogar noch dafür bezahlt, daß er uns abgenommen wurde; im Winter mußten wir ihn importieren. Und das von Ländern, die ihn selbst brauchen.
    Auch in den "Schwellenländern" geht das Wachstum zurück, und das werden wir bald merken.
    Und der ClubMed hat seine eigenen Probleme, von dort kommt nicht viel.