Orientierungswoche zum Uni-Start: Erst Delirium, dann Studium

Christopher PiltzSie sind neu, sie kennen sich nicht aus, sie brauchen Anleitung: Erstsemester sollen in Orientierungswochen lernen, wie die Uni funktioniert. Doch die ersten Tage arten oft zu Feier-Exzessen aus. In Göttingen kamen 18 Studenten mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus - die Hochschulleitung ist bestürzt.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-863658.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind neu, sie kennen sich nicht aus, sie brauchen Anleitung: Erstsemester sollen in Orientierungswochen lernen, wie die Uni funktioniert. Doch die ersten Tage arten oft zu Feier-Exzessen aus. In Göttingen kamen 18 Studenten mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus - die Hochschulleitung ist bestürzt.

    Orientierungsphase an den Unis: Vom Delirium ins Studium - SPIEGEL ONLINE
    Und die WiWi´s feiernam exzessivsten... was soll das denn werden wenn sich bei unserer zukünftige "Leistungselite" schon vor dem Studium der Hang zum mutwilligen Abtöten ihres Denkapparates abzeichnet? Hihi... mal ehrlich wer auch nur noch eine Person jünger als 30 im Anzug ernst nimmt... mein Beileid. Verhätschelte Partyschnösel....
  2. #2

    Zitat von bunterepublik Beitrag anzeigen
    Das wird immer dümmer....eine ausländische Mode....in vielen anderen Ländern sind diese exzessiven Einweihungswochen Sitte....in Deutschland bisher nicht....dennoch....es gibt Alk und die Jugend macht alles mit....
    Genau so siehts aus, dämliche Rituale, meist nach amerikanischem Vorbild... wenn ich mir allein am WE Gruppen von Männern ansehe die sich zu "Junggesellenabschieden" peinlichst kostümiert oder einfach mit selbsbedruckten T-Shirts als Gruppe erkennbar zusammenfinden... geht garnicht. Man müsste es aufnehmen und bei Youtube hochladen. Man muss nicht jeden Bullshit nachmachen der über den Atlantik schwappt, aber wer weiß vielleicht übernehmen wir ja auch irgendwann einfach deren Schullehrpläne? Das wäre doch mal was... schleichende aber totale Rückverdummung der Gesellschaft.
  3. #3

    optional

    Ja! Die Jura-O-Phase in Göttingen! Was waren wir voll! :D Mal ganz ehrlich: In Zeiten von Koma- und Flatratesaufen ist das doch keine Neuigkeit oder etwas Weltbewegendes, sondern nur eine logische Weiterentwicklung oder besser: Verlagerung aus der Disco oder von sonstigen Feten ins studentische Kennenlernen. Was ich bei zwei O-Phasen in zwei typischen Uni-Städten erlebt habe: Einige Erstsemester führen sich so auf, als seien sie mit ihren 18, 19 Jahren das erste Mal alleine abends draußen - manche sind dermaßen "wohlbehütet" aufgewachsen, dass sie sich das erste Mal in freier Wildbahn so daneben benehmen, dass es schon fast wieder peinlich ist.
  4. #4

    Zitat von bunterepublik Beitrag anzeigen
    Das wird immer dümmer....eine ausländische Mode....in vielen anderen Ländern sind diese exzessiven Einweihungswochen Sitte....in Deutschland bisher nicht....dennoch....es gibt Alk und die Jugend macht alles mit....
    Blödsinn, das war auch schon vor zehn Jahren so. Und davor auch. Nur damals konnten die Studenten offenbar noch saufen UND sich benehmen. Abgesehen davon, dass man das natürlich auch auf dem Campus, und nicht in der Fußgängerzone, abziehen kann.
  5. #5

    nee

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind neu, sie kennen sich nicht aus, sie brauchen Anleitung: Erstsemester sollen in Orientierungswochen lernen, wie die Uni funktioniert. Doch die ersten Tage arten oft zu Feier-Exzessen aus. In Göttingen kamen 18 Studenten mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus - die Hochschulleitung ist bestürzt.

    Orientierungsphase an den Unis: Vom Delirium ins Studium - SPIEGEL ONLINE
    Vor langer langer Zeit habe ich meine Orientierungswoche genossen.
    Ich wußte wo die Hörsäle sind, wo die Bibliothek, die einzelnen Lehrgebiete, und ich wußte über die diversen Ansprechpartner bescheid. Ich war vorbereitet.
    Ach ja gefeiert haben wir auch! So blöd wie die 18 (s.o.) war man wohl in den 80ern noch nicht.
  6. #6

    Meine Güte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind neu, sie kennen sich nicht aus, sie brauchen Anleitung: Erstsemester sollen in Orientierungswochen lernen, wie die Uni funktioniert. Doch die ersten Tage arten oft zu Feier-Exzessen aus. In Göttingen kamen 18 Studenten mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus - die Hochschulleitung ist bestürzt.

    Orientierungsphase an den Unis: Vom Delirium ins Studium - SPIEGEL ONLINE
    Meine Güte, dann lasst sie doch Party machen! - Wenn ich daran denke, wie mein Studium begann ...

    Und ui wie schlimm: An die Hauswand gepinkelt - Eimer voll Wasser und möglichst Typ und Fleck erwischt - fertig!

    Dass sowas auch nur einen Artikel wert ist.
  7. #7

    optional

    Als Mitglied einer Philosophie-Fachschaft, bin ich auch schon seit Jahren bei unseren Erstsemesterveranstaltungen dabei und sowas gibts bei uns nicht. Es gibt eine Stadtrallye mit vllt peinlichen AUfgaben, die aber niemanden erniedrigen und es gibt abends auch eine Kneipentour. Wir mussten allerdings nie jmd nach Hause oder gar ins Krankehaus schicken, weil er zu viel getrunken hat. Ist das also nun eher ein Göttinger-Problem? Oder ein Problem bei diversen Studiengängen?
    Oder doch mal wieder gesamt-gesellschaftlich?
  8. #8

    Zitat von Hupert Beitrag anzeigen
    Genau so siehts aus, dämliche Rituale, meist nach amerikanischem Vorbild... wenn ich mir allein am WE Gruppen von Männern ansehe die sich zu "Junggesellenabschieden" peinlichst kostümiert oder einfach mit selbsbedruckten T-Shirts als Gruppe erkennbar zusammenfinden... geht garnicht. Man müsste es aufnehmen und bei Youtube hochladen. Man muss nicht jeden Bullshit nachmachen der über den Atlantik schwappt, aber wer weiß vielleicht übernehmen wir ja auch irgendwann einfach deren Schullehrpläne? Das wäre doch mal was... schleichende aber totale Rückverdummung der Gesellschaft.
    Soso.. dämliche Rituale meist nach amerikanischem Vorbild.
    Während unsere eigenen Rirtuale natürlich komplett dämlichkeitsfrei sind. (Äquatortaufe, Feuertaufe, Vogelschiessen und Aufnahme in das Unteroffizierkorps um mal drei zu nennen)
    Mann muss auch nicht zum Lachen in den Keller gehen.
    und was die Junggesellenabschiede angeht. Die (erste) Hochzeit ist tatsächlich ein dramatischer Einschnitt in das Leben, meist auch verbunden mit deutlichen folgen (Rechte halbieren, Pflichten verdoppeln und so etwas.) Ich kann durchaus nachvollziehen und akzeptieren das man diesen Anlass ein wenig feiert. Mann muss sich (und/oder den Bräutigam) ja nicht gleich komplett zum Idioten dabei machen.
  9. #9

    optional

    Die O-Phase war eine der besten und wichtigsten Erfahrungen während meines Studiums in Göttingen. Das dabei getrunken und durch die Stadt gezogen wird gehört zum Studium und zu Göttingen.