Griechische Steuersünderliste : Journalist wieder in Freiheit

DPAGroße Erleichterung vor dem Gerichtsaal: Ein griechischer Boulevardjournalist ist Kostas Vaxevanis wieder auf freiem Fuß. Ihm drohten drei Jahre Haft, weil er eine Steuersünderliste mit 2059 Namen veröffentlicht hatte, die von der Regierung bislang ignoriert wurde.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-864854.html
  1. #1

    Erleichterndes Urteil

    Sogar im nicht so der Pressefreiheit zugetanen Griechenland kann ein Journalist also seine Arbeit tun.

    Der Mann hat ja nicht wie seine scheinbaren schweizerischen Pendants Daten gestohlen sondern veröffentlicht, was Behörden vertuscht hatten. Ob die Daten nun originär rechtmäßig in französischen Besitz gekommen und von dort weitergegeben wurden, weiß ich natürlich nicht.

    Der Journalist jedenfalls hat das getan, wozu er auch nach unseren deutschen Landespressegesetzen verpflichtet war, dieser Freispruch ist erleichternd.

    So erleichternd, wie auch die Verurteilung eines Datendiebes in der Schweiz, und wenn den deutsche Fiskalschergen noch so ins Märtyrertum erheben. Das ist was sehr anderes, so schwer sich einem das auch erschließen mag.

    Sollten allerdings deutsche Steuerbehörden nun auf die idee kommen, käufliche "investigative" Journalisten vor ihren Karren zu spannen versuchen, dann vertraue ich auf den geballten verbalen Sarkasmus der schreibenden Zunft, das zu verhüten.
  2. #2

    und das wars ?

    Fast schon hessische bzw. bayrische Verhältnisse bei den Griechen, hier halt mal eben kurz den Staatsanwalt anrufen.
    Aber wir, die EU, haben ja auch den FRIEDENS-Nobelpreis bekommen, nicht irgendeine Medaille für vorgelebte Demokratie, Menschrechte, Pressefreiheit, oder für gerechte Steuer- oder Umverteilungspolitik.
  3. #3

    Journalist wieder in Freiheit

    Menschen die Wahrheit und Aufrichtigkeit in die Oeffentlichkeit tragen sind nirgends gerne gesehen. Diese Menschen und Politiker die sich das EURO Geld in die Taschen geschaufelt haben lassen zu, dass Deutschland als Land der Faschisten auf der Strasse verissen wird. Die Schroeder Regierung hat einen Riesenfehler begangen den nun alle arbeitenden Menschen in Deutschland und Europa bezahlen sollen. Der einfache Mensch in Griechenland wird das vermutlich nie verstehen. Die Levantinisschen Geschaeftemacher und notorischen verbeamteten Bilanzfaelscher haben Europa ueber den Tisch gezogen. Diese Typen gehoeren von der Staatsanwaltschaft angeklagt und enteignet. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben die von der Politischen Exekutive zu leisten ist.
  4. #4

    Griechische Steuersünderliste

    Nun hätte ja die griechische Regierung die Aufgabe gehabt, die Angaben zu überprüfen. Weil das nicht stattfand veröffentlichte der Journalist die Liste und wird prompt nachhaltig gestoppt. Was geschieht jetzt weiter? Werden die angegebenen Personen umgehend überprüft, angefangen bei denen die im politischen Amt sind oder waren? Wie absurd das ist, wenn diese Liste als Tabubruch geahndet werden sollte. Sagt doch dieser korrupten Bande dass man in Deutschland Millionen bezahlt um an solche Listen zu kommen. Letztlich war das Tun des mutigen Journalisten ein Notakt um auf diesem Wege etwas in Bewegung zu bringen, was schon längst in Bewegung sein müsste, wenn sie nur annähernd den Willen haben aus ihrer Verschuldung heraus zu kommen. Den Kleinverdiener und Kleinbürger auspressen - auch wenn mit Missmut - ist keine Geste des Willens zur Selbsthilfe. Und jetzt Herr Schäuble und Frau Merkel gedenken sie weiterhin die Griechen nicht zu entlassen, um von ihnen doch noch das zurückbezahlt zu bekommen, was man ihnen aus purer Mensch-Unkenntnis auf Pump gab und lieferte? Derweil sie die EU per EZB weiterhin Erpressen werden.
  5. #5

    Irreführender Titel

    Es handelt sich hierbei keineswegs um eine Liste von Steuersündern, wie der "Spiegel" nicht müde wird zu wiederholen. Es ist eine Liste mit Menschen, die ein Konto an einer bestimmten schweizer Bank hatten oder haben. Wer von denen unversteuert Geld aus Griechenland dort deponiert hat ist keineswegs geklärt. Da Herr Baxevanis eben KEIN Boulevardjournalist, sondern ein investigativer Reporter ist, halte ich persönlich seine Aktion für fragwürdig.
  6. #6

    Keine Unterstützung für Griechenland!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Große Erleichterung vor dem Gerichtsaal: Ein griechischer Boulevardjournalist ist Kostas Vaxevanis wieder auf freiem Fuß. Ihm drohten drei Jahre Haft, weil er eine Steuersünderliste mit 2059 Namen veröffentlicht hatte, die von der Regierung bislang ignoriert wurde.

    Griechische Steuersünderliste: Journalist wieder in Freiheit - SPIEGEL ONLINE
    Der Fall (nicht Verhaftung und Freilassung sondern das Ignorieren der Liste) zeigt in meinen Augen, daß die politischen Entscheider, die Verwaltung des Landes und einzelne Bürger noch immer nicht bereit und fähig sind, selbst etwas für das Land zu tun. Statt dessen müssen in den Geberländern Kosten gesenkt werden, die zu Lasten der Bürger gehen. Für die Zukunft ist eher damit zu rechnen, daß Milliarden irgendwo versacken, wie es schon bei den Landwirtschaftsfonds der EU, den verbratenen Millionen für Polizei im Kosovo und etlichen anderen Fässern ohne Boden geschah und geschieht. Auch das werde ich bei den nächsten Wahlen hier im Lande berücksichtigen.
  7. #7

    Zeit die Samthandschuhe auszuziehen!

    Diese Gangster der griechischen Oberschicht, die nicht nur ihr eigenes Land, sondern halb Europa mit ihren Betrügereien an den Rand des Abgrunds geschubst haben, sollten endgültig nicht mehr mit Samthandschuhen angefasst werden. Es ist ja den Geheimdiensten offensichtlich sehr genau bekannt, wer alles für diese Situation verantwortlich ist. Nachdem mittlerweile eine Art Notstandssituation eingetreten ist, sollte man dieses Wissen auch zur Krisenbekämpfung nutzen, denn von allein wollen diese Leute ja offensichtlich nichts ändern. Und den Journalisten sollte man im Auge behalten-wenn ihm das Geringste widerfährt, muss Konsequenzen haben!
  8. #8

    Journalist nach Veröffentlichung einer Liste mit Steuersündern wieder frei

    Es gibt eine Liste mit Verdächtigen, die offensichtlich der Justiz und den Steuerbehörden schon länger bekannt ist? Die Staatsanwaltschaft lässt den Journalisten verhaften, weil der die Liste -nochmals- öffentlich gemacht hat? Wer klagt diesen Staatsanwalt an? Der scheint ganz offensichtlich zu den Betrügern zu gehören. Ich als Bürger der BRD sehe es nicht ein, dass deutsches Steuergeld für solche Schmarrozer und Parasiten gezahlt wird. Also: Nächste Zahlung auf viel später verschieben, wenn der Herr Staatsanwalt auch entlassen wurde. Eine solche Justiz brauchen wir in der BRD und in Griechenland nicht. Und wir müssen diese schon gar nicht finanzieren.
  9. #9

    Sie wollen einfach nicht!

    Die Position des griechischen Staates wird, wie der Name schon sagt, vom Staatsanwalt vertreten. Der ist angetreten, des Steuerbetrug zu vertuschen und den Journalisten, der den Betrug aufdeckt, einzusperren. Das man selbst vor solchen Verfahren nicht zurückschreckt, ist schon sehr bezeichnend. Damit ist erneut ein sehr deutlicher Beweis erbracht, daß es der griechische Staat nur auf Betrug der EU abgesehen hat und weiterhin mit Nachdruck so verfahren wird. Worauf wartet die EU denn noch? Raus mit Griechenland, vorher wird nichts besser.