Wiederentdeckung von F. R. Fries: Mehr Swing, als die Stasi erlaubt

ImagoZerrieben zwischen Stasi, DDR-Kulturbürokratie und Ächtung nach dem Mauerfall: Mit "Der Weg nach Oobliadooh" verfasste Fritz Rudolf Fries eines der Großwerke der Nachkriegsliteratur - und geriet dann gründlich in Vergessenheit. Jetzt erscheint der Roman neu.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-864462.html
  1. #1

    Jazz snobistisch, ich lach mich tot,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zerrieben zwischen Stasi, DDR-Kulturbürokratie und Ächtung nach dem Mauerfall: Mit "Der Weg nach Oobliadooh" verfasste Fritz Rudolf Fries eines der Großwerke der Nachkriegsliteratur - und geriet dann gründlich in Vergessenheit. Jetzt erscheint der Roman neu.

    Fritz Rudolf Fries: Der Weg nach Oobliadooh in der Anderen Bibliothek - SPIEGEL ONLINE
    damals nie sowas gehört, und wenn es bei irgendwem so galt,
    es wäre uns sowas von egal gewesen.
    1961-62, die Jazzwelle rollte bei den Jugendlichen, Manne Krug, Fischi, Uschi,
    ebenso wie die der stones und der beatles,
    es war Wahnsinn, riesengroße Fangemeinde,
    1966 Armstrong in Erfurt, die Hütte war brechend voll,
    bedaure heute noch, mir keine Serviette gestibitzt zu haben vom großen Stapel auf dem Klavier, saß nur 4 Meter weg davon...
    freut mich sehr, daß das Buch von Fries jetzt kommt,
    und,
    Bitterfelder Weg oder so, damit hat man nur die Künstler ärgern können, uns, der Jugend wars egal, da hörte doch keiner zu,
    wenn an der Hochschule zu Studentenversammlungen von Funktionären gewettert wurde, daß es sich Künstler erlaubt hätten, im Theater den Ulbricht zu karikieren, mittels mehrdeutiger Sprüche und Fistelstimme...
    zugegeben, wer über die Stränge schlug, wie weiland in Leipzig, landete schonmal mit Lederschlips und weißem Hemd, mit spitzen Schuhen, im Braunkohlentagebau, aber über diese gabs mehrheitlich von uns Häme...
    es war eine herrliche Zeit!
  2. #2

    Jazz snobistisch, ich lach mich tot, von wem, bei wem?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zerrieben zwischen Stasi, DDR-Kulturbürokratie und Ächtung nach dem Mauerfall: Mit "Der Weg nach Oobliadooh" verfasste Fritz Rudolf Fries eines der Großwerke der Nachkriegsliteratur - und geriet dann gründlich in Vergessenheit. Jetzt erscheint der Roman neu.

    Fritz Rudolf Fries: Der Weg nach Oobliadooh in der Anderen Bibliothek - SPIEGEL ONLINE
    damals nie sowas gehört, und wenn es bei irgendwem so galt,
    es wäre uns sowas von egal gewesen.
    ab 1961-62, die Jazzwelle rollte bei den Jugendlichen, Manne Krug, Fischi, Uschi,
    ebenso wie die der stones und der beatles,
    es war Wahnsinn, riesengroße Fangemeinde,
    1966 Armstrong in Erfurt, die Hütte war brechend voll,
    bedaure heute noch, mir keine Serviette gestibitzt zu haben vom großen Stapel auf dem Klavier, saß nur 4 Meter weg davon...
    freut mich sehr, daß das Buch von Fries jetzt kommt,
    und,
    Bitterfelder Weg oder so, damit hat man nur die Künstler ärgern können, uns, der Jugend wars egal, da hörte doch keiner zu,
    wenn an der Hochschule zu Studentenversammlungen von Funktionären gewettert wurde, daß es sich Künstler erlaubt hätten, im Theater den Ulbricht zu karikieren, mittels mehrdeutiger Sprüche und Fistelstimme...
    zugegeben, wer über die Stränge schlug, wie weiland in Leipzig, landete schonmal mit Lederschlips und weißem Hemd, mit spitzen Schuhen, im Braunkohlentagebau, aber über diese gabs mehrheitlich von uns Häme...
    es war eine herrliche Zeit!
  3. #3

    Schlechte Recherche

    Autor Hammelehle unterschlägt, dass Werke von Fries, diesem Meister anspielungsreichen Fabulierens, vor ´89 über Jahrzehnte immer wieder und in einer Vielzahl namhafter DDR-Verlage erschienen.
    Zudem: Nach 1996 sei Fries nur „von Ostalgie-Verlagen am äußeren Rand der medialen Wahrnehmung“ verlegt worden? Soso. Ein Blick auf zvab.com zeigt neben Büchergilde Gutenberg (1990), Piper (90 + 91 + 92), Wagenbach (92), Reclam (93), Aufbau (90 + 95) auch: Kiepenheuer (96 + 99), Suhrkamp (2010). Wie jetzt?
    Erwähnung hätte zudem finden sollen, dass es Aufbau-Verleger waren, die „ Oobliadooh“ bereits im stürmischen Herbst 1989 herausbrachten – in Ostberlin.