Neues Gesetz: Ärzte und Politiker ringen um Vertrauen für Organspende

DPAViele Menschen haben das Vertrauen in das Organspendesystem verloren: Im Oktober kam es erneut zu einem deutlichen Rückgang der Spenderzahlen. Jetzt versuchen Ärzte und Politiker, die Bereitschaft wieder zu erhöhen - und werben kräftig für die neue Regelung, die am Donnerstag in Kraft tritt.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-864564.html
  1. #60

    Genau

    Zitat von TimmThaler Beitrag anzeigen
    Wenn Sie tot sind, können Sie keine Organe spenden.

    Spenden können nur Lebende, die im Sterbeprozess sind.
    Ist leider nicht Teil der "Information".
  2. #61

    Zitat von anna cotty Beitrag anzeigen
    Ich bin wirklich schockiert von der Einstellung der Foristen hier.
    Lauter Egoisten, die vor lauter Angst, dass irgendein anderer eventuell was an ihren Organen verdienen koennten, lieber alles einbuddeln oder verbrennen lassen.

    In meiner Familie haben wir alle einen Organspenderausweis. Ich hasse Verschwendung und es gibt keine duemmere Verschwendung als, aus lauter Geiz, alles verrotten zu lassen.
    Ja was für eine Verschwendung. Man könnte auch aus den nicht verwertbaren menschlichen Überresten Hundefutter machen. Die Hunde würden satt und glücklich werden. Sie hassen doch Verschwendung.
  3. #62

    Zitat von Ing. Hans Maulwurf Beitrag anzeigen
    Ich kenne mich jetzt rechtlich nicht so aus, aber der behandelnde Arzt müsste seinem Patienten gegenüber eine Garantenstellung haben.
    Sprich: Wenn der Arzt den Stecker zieht oder nichts tut dann ist es
    nicht nur irgendwie unterlassene Hilfeleistung, sondern Mord.
    Nun wir haben 40000 Tote im Jahr wegen mangelder Hygiene in Krankenhäusern, und damit sind schon solch banale Sachen wie Händewaschen gemeint. Als Laie und ich von 40000 Fällen von fährlässiger bzw vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge sprechen. Konsequenzen für Ärzte ... Null
    Dann haben wir mehrere 10000 Opfer vn Behandlungsfehlern viel zu häufig grob fahrlässig bis vorsätzlich. Die Angehörigen und Opfer müssen schon für zivilgerichtliche Verfahren (die sind leichter) jahrelang massiv kämpfen, strafrechtlich passiert auch hier den allermeisten Ärzten nichts.

    Glauben Sie da ernsthaft unsere korrupten, faulen oder inkompeteten
    SAler und Polizisten würden sich da für Schicksale von irgendwelchen Schwerveletzten oder Schwerkranken interessieren, die vielleicht noch ein bißchen hätten länger leben können? Nicht solange sich nicht aus den richtigen (Berufs-)Kreisen kommen.
  4. #63

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Erst einmal klaut Ihnen niemand die Papiere...
    Seien Sie sich da mal nicht so sicher, selbst dt. Sanitäter und sonstige Behandlende sind schon ziemlich oft beim klauen erwischt wurden
  5. #64

    Zitat von Softship Beitrag anzeigen
    Hmm - es tut mir für Sie Leid, dass Sie so krank waren, dass Sie nicht arbeiten konnten.

    Aber, Sie verkennen offensichtlich die Tatsache, dass die Gesellschaft - in Form von Sozialkassen und Krankenkassen - dafür gesorgt haben, dass Sie überlebt haben. Da würde man eigentlich denken können, dass Sie dafür etwas mehr Dankbarkeit empfinden würden. In den meisten Länder dieser Welt wäre es Ihnen dabei nicht so gut gegangen!

    Sie sagen Sie seien kein Neider oder Egoist. Sorry, aber was Sie hier schreiben klingt ganz anders!
    Und vielleicht verkennen SIe widerum die Tatsache das ihm die Gesellschaft zuvor und auch danach wesentlich mehr Geld weggenommen als er in dieser Zeit erhalten hat? Man sollte doch da mal den Bürgern genau auflisten welche echten ärztlichen Behandlungskosten er verursacht hat und wie viel Geld er im Gegenzug den Krankenkassen samt AG-Anteil überwiesen hat, wäre best für viele sehr überraschend.
  6. #65

    Zitat von TimmThaler Beitrag anzeigen
    Wenn Sie tot sind, können Sie keine Organe spenden.

    Spenden können nur Lebende, die im Sterbeprozess sind.
    Wird leider viel zu oft vergessen zu erwähnen.
    Sofern sich dt. Ärzte genau ans Gesetz halten sind selbst die Organe von spendenwilligen Hirntoten häufig nicht mehr zu gebrauchen, weil die Ärzte zuvor 5 Minuten lang die lebenserhaltenden Maschinen abschalten müssen (wobei ich das nicht zu 100% sagen kann, den Artikel darüber hab ich vor einem jahr gelesen) um sicher zu gehen das der Mensch wirklich von sich aus sterben würde. 5 min sind ne lange Zeit wenn der körperlicher Zerfall sofort beginnt. In Spanien z.B. ist sind es nur 2 min und selbst das ist vielen Medizinern noch zu lang. Außerdem werden in Spanien auch die Organe von Leuten entnommen die sich nicht schriftlich für eine Entnahme entschieden haben (z.B. Urlauber oder Gastarbeiter). Speziell geschulte Pschychologen bearbeiten in diesem Fall sofort die Angehörigen mit Apellen und möglichst tränenreichen Geschichten so dass diese nachträglich zustimmen ohne zu wissen das es ohnehin schon geschehen ist (keine Ahnung ob die im Falle einer Ablehnung das Zeug wieder reinstopfen). In den USA kann sofort mit der Entnahme begonnen werden, allerdings sind dort auch mit ziemlicher Sicherheit auch schon Leute ausgeschlachtet worden die durchaus noch eine Chance hatten. Was hier hoffentlich nur befürchtet wird ist dort gängige Praxis.
  7. #66

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Viele Menschen haben das Vertrauen in das Organspendesystem verloren: Im Oktober kam es erneut zu einem deutlichen Rückgang der Spenderzahlen. Jetzt versuchen Ärzte und Politiker, die Bereitschaft wieder zu erhöhen - und werben kräftig für die neue Regelung, die am Donnerstag in Kraft tritt.

    Neues Organspendegesetz: Ärzte und Politiker ringen um Vertrauen - SPIEGEL ONLINE
    Solange Medizintourismus eine profitable Einnahmequelle für Patientenvermittler (ein Beruf, den es wohl früher nicht gab) und Kliniken darstellt, wird sich an Skandalen um Organspenden und dem daraus relsultierenden Rückgang des Spendenbereitschaft nichts ändern.
    DER SPIEGEL*39/2003 - Petrodollar in der Klinikkasse
    Das Geschäft mit dem Medizintourismus - Nachrichten Welt Print - DIE WELT