Heimliche Schülerpost: Liebe, Sex und Selbstzweifel

FAU Erlangen-Nürnberg/ Georg Pöhlein"Willst Du mit mir gehen? Kreuze an!" Das ist der Klassiker, doch Schüler schreiben heimlich im Unterricht noch so viel mehr: Sie flirten, sie beleidigen und versöhnen sich, sie kasteien sich und wettern gegen den Lehrer. Jetzt hat es die berührende Zettelkunst sogar in ein Museum geschafft.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...-a-864474.html
  1. #1

    Spannende Sache, aber...

    Im Ernst: Das klingt tatsächlich interessant. Es ist bestimmt eine Analyse der Zettel wert, um einmal eine ganz neue Perspektive auf den Unterricht zu bekommen. Nur bei einem Satz geriet ich ins stocken:

    "Einige Lehrer fangen diese Botschaften ab. Das ist gemein."

    Bitte? Was soll man sonst tun? Natürlich ist vorlesen furchtbar, ja: Aber soll man denn einfach dulden, wenn die Aufmerksamkeit nicht mehr beim Unterricht ist?
    Klar, kommt es darauf an, wie charmant man als Lehrer mit einer solchen Situatin umgeht. Aber einfach ignorieren?
  2. #2

    Kommunikation

    Was die Schüler ist den Briefchen vermitteln, erzählt nicht immer einer Geschichte oder ist wichtig. Es dient zur Kommunikation, um zu sagen: "Hey, ich bin auch noch da, ich gehöre auch dazu". Ich mache so etwas nicht mehr, aber manchmal erinnere ich mich mit nostalgischen Gefühlen daran zurück=) Und lächele.
  3. #3

    Zitat von melchigabor Beitrag anzeigen
    .... Nur bei einem Satz geriet ich ins stocken:

    "Einige Lehrer fangen diese Botschaften ab. Das ist gemein."

    Bitte? Was soll man sonst tun?......
    Kurz:
    Einkassieren, fragen für wen der ist. Nach der Schulstunde ungelesen an die Zielperson geben.

    Es sei denn es artet aus oder man weiß das es Dauermobbing ist.
  4. #4

    optional

    Wenn man bedenkt das 12 / 13 jährige die pille sich beschaffen, das auch mit Wissen der Mütter, ist es einerseits ok, das Kinder keine Kinder krigen sollten, andererseits sollte die Kindheit dieser Personen und die Wahrnehmung der eltern ihrer eltterlichen Pflicht hinterfragt werden...
  5. #5

    Hört sich interessant an.
    Der türkische Spruch ist jedenfalls ziemlich genial!
  6. #6

    "Willst Du mit mir gehen"? - "Ja, aber nur bis zur nächsten Mülltonne"! 1984 Schule Windmühlenweg in Hamburg von Steffi. :-)
  7. #7

    Nur das Medium hat gewechselt

    Die Dialoge sind mit SMS, Chat und Whatsup geblieben. Alles im grünen Bereich.
  8. #8

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Willst Du mit mir gehen? Kreuze an!" Das ist der Klassiker, doch Schüler schreiben heimlich im Unterricht noch so viel mehr: Sie flirten, sie beleidigen und versöhnen sich, sie kasteien sich und wettern gegen den Lehrer. Jetzt hat es die berührende Zettelkunst sogar in ein Museum geschafft.

    Willst Du mit mir gehen: Ausstellung in Frankfurt zeigt Schülerbriefe - SPIEGEL ONLINE
    Das weckt Erinnerungen!

    MfG
  9. #9

    Maßnahmen...

    Zitat von Ragnarrök Beitrag anzeigen
    Kurz:
    Einkassieren, fragen für wen der ist. Nach der Schulstunde ungelesen an die Zielperson geben.

    Es sei denn es artet aus oder man weiß das es Dauermobbing ist.
    Das kann man die ersten Male machen. Wenn jemand aber permanent Briefchen schreibt und man das Gefühl hat, die Leistung leidet, kann man auch mal zu härteren Mitteln greifen. Mein Lehrer hat mal einen Brief abgefangen und vorgelesen. In dem stand, dass das Mädel, dem das Brief gehörte, total in den einen Klassenkameraden verknallt war und was sie alles mit ihm machen wollen würde.

    Sie ist fast vor Scham versunken. Hat aber gewirkt. Man sollte es nicht übertreiben, aber hin und wieder kann ein Lehrer auch zu so einen Mittel greifen. Meine Meinung.

    Ansonsten gute Studie. Kindheitserinnerungen...