Sparprogramme: Das große 1x1

dapdKann sich Europa aus seiner Schuldenkrise heraussparen? Neue Daten des Internationalen Währungsfonds legen nahe: Sparbeschlüsse beeinträchtigen das Wachstum stärker als bislang angenommen. Wer den Haushalt dann weiter zusammenkürzt, gerät in einen Teufelskreis.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/wan...-a-864421.html
  1. #1

    Potzblitz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kann sich Europa aus seiner Schuldenkrise heraussparen? Neue Daten des Internationalen Währungsfonds legen nahe: Sparbeschlüsse beeinträchtigen das Wachstum stärker als bislang angenommen. Wer den Haushalt dann weiter zusammenkürzt, gerät in einen Teufelskreis.

    Wann Sparprogramme funktionieren und wann nicht - SPIEGEL ONLINE
    Potzblitz! Wer hätte das gedacht!?

    Vielleicht sollten die "Experten" ab und zu mal in einem Internetforum lesen.

    Das man ein Wirtschaft "kaputtsparen" kann, lese ich hier seit mindestens zwei Jahren.

    graphicdog
  2. #2

    Der Name des Autors ...

    ... reicht bereits aus, um diesen Beitrag NICHT gelesen haben zu müssen und ihn DENNOCH kommentieren zu können.
    Gehen wir einfach mal davon aus, dass Herr Münchau den gleichen neoliberalen und weltfremden, großkapitalistischen Blödsinn geschrieben hat, wie sonst auch immer.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kann sich Europa aus seiner Schuldenkrise heraussparen? Neue Daten des Internationalen Währungsfonds legen nahe: Sparbeschlüsse beeinträchtigen das Wachstum stärker als bislang angenommen. Wer den Haushalt dann weiter zusammenkürzt, gerät in einen Teufelskreis.

    Wann Sparprogramme funktionieren und wann nicht - SPIEGEL ONLINE
    Eine Wirtschaft, die in einem hohem Maß auf öffentliche Aufträge angewiesen ist, kann nur scheitern.
  4. #4

    Einerseits richtig ...

    ... auf der einen Seite kann ich Herrn Münchau (ausnahmsweise) zustimmen: Durch immer weiteres Sparen - wie bisher - wird die griechische Wirtschaft nicht gesunden. Nur leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass der Umkehrschluss *nicht* funktioniert: Auch eine kontinuierliche Steigerung der Staatsausgaben hilft der griechischen Staatsschuldenquote nicht wirklich.

    Mit anderen Worten: Sparen ... oder nicht sparen ... es gibt keinen Weg, die griechische Wirtschaft ohne wirklich einschneidende Eingriffe zu retten. Daraus kann doch nur folgern: Jegliche "Griechenlandhilfe" kann keinen Erfolg haben - ohne substanzielle Strukturreform (die nicht in Sicht ist) bleibt das Land definitiv ein Faß ohne Boden.

    Danke, Herr Münchau, für diese Erkenntnis!
  5. #5

    keine Lösung

    Zitat von graphicdog Beitrag anzeigen

    Potzblitz! Wer hätte das gedacht!?

    Vielleicht sollten die "Experten" ab und zu mal in einem Internetforum lesen.

    Das man ein Wirtschaft "kaputtsparen" kann, lese ich hier seit mindestens zwei Jahren.

    graphicdog
    Die Alternative, mit verstärkten Investitionen Wirtschaftsleistung zu generieren, bringt in der Regel leider auch keine nennenswerte fiskale Erholung.
    Wer es nicht glaubt, kann sich ja die Wirtschaftspolitik des Landes Bremen der 90iger Jahre ansehen.
    Man erkaufte sich zwar ein Wirtschaftsplus. Der Preis war in Form eines desatrösen fiskalen Ergebnisses leider ein Beleg dafür, dass dieser Weg ebenfalls keine Lösung ist.

    Der Weg liegt wohl in der Mitte. Heisst: solide Haushaltsführung, Strukturreformen und Verzicht auf Markteingriffe (Subventionen).
  6. #6

    Zitat von dendrocopos Beitrag anzeigen
    Eine Wirtschaft, die in einem hohem Maß auf öffentliche Aufträge angewiesen ist, kann nur scheitern.
    Eine Wirtschaft, die in hohem Maße von den "Finanzmärkten" gesteuert wird, kann auch nur scheitern ...
  7. #7

    Hmm ..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Da die Staatsausgaben additiv in die Wirtschaftsleistung eingehen, fällt diese zunächst ebenfalls auf 97 Milliarden"
    Das hört sich merkwürdig an.. und später wird auch noch behauptet, dass dieser Effekt 1.5 in Wirklichkeit ist.
    Das muss doch davon abhängen wo und wie man spart!

    Wenn man z. B. beschliessen würde die Zahlungen an Griechenland zu verringern hätte das zunächste keine direkten Auswirkungen auf die niederländische oder deutsche Wirtschaft.
    Geht dieser Artikel gar von falschen Annahmen aus, um eine These mit aller Gewalt zu belegen?
    Dieses "Sparen ist schlecht" klingt komisch und dieser bringt da wenig Konstruktives dazu!
  8. #8

    Kurze Zusammenfassung

    Das Problem ist nach Münchau ganz einfach, dass der ClubMed noch nicht genügend Geld bekommen hat.

    Und Herr Münchau hat für diesen Beitrag sicherlich zuviel Geld bekommen.
  9. #9

    Kleiner Mann, was nun?

    guter Artikel, wie immer. aber für den einfachen Mann aus dem Volk etwas schwer verständlich.
    ich mach halt folgendes:
    hab ich 1000 R$ Bargeld in der Hand, geb ich das ganze Monat nur 990 aus und die centavos geb ich in die Sparbüchse. Anschreiben beim Greissler lass ich nix, der haut mich sicher über die Ohren. nächstes Monat kauf ich mir für die gesparten 10 R$ eine Flasche Cachaça und der Kreislauf fängt wieder an.
    Na ja, für Brasilien ist das anzuraten, wies in Europa ausschaut weiss ich nicht, da bin ich schon seit 36 Jahren nicht mehr gewesen