Meditation: Wege zur effektiven Entspannung

CorbisDie Gedanken rasen durch den Kopf, Abschalten scheint unmöglich. Ein Ausweg: Meditation. Mit etwas Übung und Konzentration können schon Einsteiger schnell lernen, gedanklich loszulassen - ganz ohne das klischeehafte "Ohmmm" im Schneidersitz.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...-a-864459.html
  1. #1

    ziemlich aufregend alles

    Meditierende Hektiker sind ein bekanntes Motiv in der Malerei.

    Lethargische Aktivisten haben ebenfalls einen unaussprechlichen und kaum spürbaren Reiz.
  2. #2

    Versenkung? Verrenkung? Verdenkung!

    Esoterischer Schwach-Sinn hat längst auch Teile der Redaktion erfasst & hinweggespült – ganz weich natürlich..... Meditation übersetze ich laut nachfolgender Wikipedia-Definition wie folgt:

    Nimm dir Zeit & Ruhe – und denk mal ungestört über anstehende Themen nach. Dadurch gelingt es eventuell besser, diese Themen durchzudenken, um es vielleicht sogar mal zum Vordenken zu schaffen.

    Von "in die Mitte kommen" oder ähnlich konfusen Esoteriker-Fantasien ist jedenfalls nicht die Rede!

    "In die Mitte kommen" bedeutet schliesslich was gaaanz anderes ;-))

    >> Meditation (von lateinisch meditatio, abgeleitet von dem Verb meditari „nachdenken, nachsinnen, überlegen“, verwandt mit lateinisch mederi „heilen“, medicina „Heilkunst“ sowie griechisch μέδομαι bzw. μήδομαι „denken, sinnen“ und dem Namen Medeia; entgegen landläufiger Meinung liegt kein etymologischer Bezug zum Stamm des lateinischen Adjektivs medius, -a, -um „der mittlere" vor) ist eine in vielen Religionen und Kulturen ausgeübte spirituelle Praxis.
  3. #3

    overhead

    Wenn Sie den Wikipedia-Artikel weiter lesen, sehem Sie, dass Meditation eben NICHT "über anstehende Themen nach[denken]" ist.
  4. #4

    Weit gründlicheres Wissen vonnöten!

    Der Begriff "Meditation" hat einen sehr reichen sprachlichen Hintergrund. Es verwundert deswegen nicht, dass mit ihm ganz Verschiedenes und teilweise sogar Widersprüchliches gemeint wird; der Artikel ist ein schlagender Beweis dafür.

    Interessanter Weise gibt die Etymologie des Wortes Meditation einen indirekten Hinweis darauf, worin die psychologische Aktivität des Meditierens besteht. Sprachlich wird es nämlich – übrigens wie auch „Medizin“! – auf die indogermanische Wurzel *me[d]- mit der (psychologisch auf den ersten Blick eigentlich nichtssagenden) Bedeutung von "wandern, schreiten" zurückgeführt. Doch ist der psychologische Zusammenhang von „Gehen“ und Meditieren so leicht ersichtlich, dass folgender Hinweis ausreichen dürfte.

    Meditieren als mentale Technik ist mit der geistigen Aktivität identisch, die wir bei realem Wandern "in der Tat" immer auch ausüben (sollten): seine "Sinne auf das zu richten", was man vor sich hat und um sich herum, auf das etwa zu lauschen, was dabei zu hören ist, den Weg vor sich "ins Auge zu fassen" und „zu behalten“ sowie auch alles andere um sich herum zu beachten und zu beobachten, achtsam also zu verfolgen und niemals „aus den Augen zu lassen“ oder unachtsam „aus den Augen zu verlieren“.

    Im Unterschied zum Denken, bei dem VORSTELLUNGEN irgendwelcher, nicht notwendig also visueller Art nötig sind (s. dazu Colin McGinn’s Studie „Mindsight“, dt. mit dem noch etwas irreführenderen Titel „Das geistige Auge – Von der Macht der Vorstellungskraft“) besteht Meditieren also darin, sich in unmittelbarem WAHRNEHMEN zu üben, in schlichtem, einfachen, ungekünstelten, direkten und aufmerksamen Hinsehen und Hinhören, in jenem Beobachten also, das Kinder zeigen und sonstige „Anfänger“. Zentral nötig ist dazu ein bewusstes und damit absichtliches und gezieltes, hellwaches breites ACHTGEBEN auf das, was wir von uns selbst und mittels unserer Sinne(sorgane) auch von anderem so alles mitkriegen, jedenfalls solange wir sogar darauf nicht achten wie beim Dösen, in Trance oder beim Einschlafen.

    („Aufwachen!" ist deswegen ein alter spiritueller Schlachtruf! Bemerkenswerter Weise bedeutet auch der Ehrentitel "Buddha" Erwachter, genauer sogar vollständig oder "vollkommen Erwachter"! Ebenso bemerkenswert ist die Tatsache, dass die die zentrale und damit wichtigste Geistestechnik des Buddhismus "Achtsamkeitsmeditation" genannt wird und legendäre, um nicht zu sagen wundersame Effekte haben soll, und zwar nur sie! Ihr Nimbus ist so strahlend, dass mittlerweile nachgerade alles, was heutzutage so „Meditation“ genannt wird, im Ruf steht, von allen Übeln zu erlösen und eine universelle Heilmethode zu sein!)

    Meditieren als bewusstes Wahrnehmungstraining, das gleichzeitig immer auch eine absichtliche und gezielte Aufmerksamkeitssteuerung erfordert, unterscheidet sich damit in elementaren Eigenheiten vom üblichen und gewöhnlichen – unserem eingeübten oder eingefleischten und reflexartig abgespulten – Handeln, Reagieren und Erleben, auf das wir uns kollektiv eingestellt und an das wir uns damit gewöhnt, also angepasst haben; denn das hat eine bemerkenswerte Eigenschaft: es ist bequem! Für das meiste davon müssen wir nicht einmal nennenswerte Konzentrationsleistungen aufbringen.

    Hierzu stellt Meditieren als Achtsamkeitstraining das glatte Gegenteil dar!

    Meditieren dieser Art hat für sich eigentlich keine besonderen Effekte. Man erreicht damit nur, dasjenige geistige Potential voll zu nutzen, das einem von Natur aus und damit von Geburt an als Grundlage für alle anderen geistigen Leistungen wie Erinnern und sonstigem Denken real zur Verfügung steht. Wie wenig davon bekannt ist, zeigt der Umstand, dass Meditieren stattdessen eher wegen seiner NEBENEFFEKTE geschätzt wird, etwa dann, wenn es für eine Entspannungsmethode gehalten wird, nur weil man dabei zu bestimmten Übungszwecken längere Zeit still sitzt oder etwas „ruhig“ macht, es also einfach nur langsam ausführt.

    Traditionell wird die Geisteshaltung, die durch Meditieren im Sinne eines Achtsamkeitstrainings angestrebt wird, als „Offene Weite“ umschrieben.

    Dieser berühmte buddhistische Ausdruck meint allerdings völlig anderes als unsere ähnlich gebildeten metaphorischen Ausdrücke „geistige Weite“ und „weiter geistiger Horizont“. Diese beziehen sich eher, wenn nicht ausschließlich auf ein umfassendes individuell erworbenes WISSEN, einen dadurch möglichen weitreichenden geistigen Überblick und ggf. auch noch auf ein sich darauf gründendes Erfassen und Verstehen entsprechend weiter Zusammenhänge.

    Dem gegenüber ist mit „offener Weite“ diejenige Wahrnehmungseinstellung gemeint, die auf einer quasi weitgestellten oder „defokussierten“ Aufmerksamkeitshaltung beruht, eine spezifische „Bewusstseinsweitung“ oder -erweiterung in Form einer Aufmerksamkeitsweitung, die auch mit vielen anderen Ausdrücken wie etwa Präsenz, Gewahrsein oder Gewahrsamkeit bezeichnet oder mit Formeln wie der vom „Im Hier und Jetzt sein“ umschrieben wird. Der psychologisch treffendste Ausdruck für diese Geisteshaltung dürfte deswegen die Begriffsbildung „Panoramabewusstheit“ sein.

    Bemerkenswerter Weise stammt diese Bezeichnung nicht von einem Vertreter der akademischen Psychologie. Das zeigt, wie unbekannt diese elementare und grundlegende geistige Einstellung selbst unter Fachleuten noch ist. (Für weitere Details und Literatur s. meinem Beitrag „‘Panoramabewusstheit‘ – fact oder fiction?“ zu dem ersten Band der SMMR-Reihe „Meditation und Yoga“, hrsg. von Harald Piron und Renaud van Quekelberghe, Klotz/Sich-Verlag, Eschborn und Magdeburg 2010, S. 187-194)
  5. #5

    Musik für Meditation und Entspanung

    Ich bin der Meinung, das eien Entspannung am besten mit Musik funktioniert. Anleitung kann dabei sinnvoll sein, aber wer einfach nur Entspannung sucht kann es ja einfach mit Musik versuchen....hier kaufe ich einige Titel: www.lyradia.com .. nur als Hinweis.