Glücksforschung: Wieso 47 Minuten Hausarbeit den Tag perfekt machen

CorbisRomantik, Entspannen, Freunde treffen - ja! Aber zu einem perfekten Tag gehören laut einem Modell auch Hausarbeit und Zeit im Berufsverkehr. Die Forscher, die den Tagesablauf entwickelt haben, erklären das durch die wohltuende Wirkung der Abwechslung.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-864105.html
  1. #1

    Wenn

    es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Statistik und Ökonometrie nur einen sehr begrenzten Beitrag bei der Suche nach Glück leisten können, dann hat ihn diese Studie erbracht. Ich hätte noch gerne gewusst, wieviele Orgasmen die romantische Zeit mit dem Partner im statistischen Mittel bescheren muss.
  2. #2

    Interessant... aber nur bedingt ;-)

    Aus meiner Sicht ist das wirklich eine interessante und durchaus lehrreiche Untersuchung, da sie zeigt, dass auch "oberflächlich" betrachtet anstrengende und müßige Tätigkeiten einen Beitrag zum Wohlbefinden leisten... allerdings zeigt sich in der Minuten-genauen Berechnung der einzelnen Aktivitäten auch gleichzeitig das Problem: 106 Minuten "romantische Zeit mit dem Partner" ... Fernsehen, Einkaufen etc. sind ja extra eingerechnet sind auf Dauer sind m.E. auf Dauer (d.h. Tagein-Tagaus) wahrscheinlich nicht mehr wirklich romantisch. Die besondere Qualität drückt sich in vielen Dingen eben gerade durch ihre Knappheit aus.
  3. #3

    Hausarbeit

    Ich gönne mir da lieber eine Haushaltshilfe, die täglich 47 Minuten Hausarbeit macht. Das macht den Tag wirklich besser.
  4. #4

    36 min arbeiten?!

    also optimal sind 36 min arbeiten?! ... und lt. befragung waren die meisten 244 min arbeiten?! also ganze 4 stunden?! wtf... vllt sollte man zahlen aus deutschland heranziehen... dieses mütterchen daheim gibts vllt noch in amerika, hier würden aber etwas mehr als 4 stunden arbeit täglich anfallen... auch im schnitt...

    bleibt auch für den rest wenig über.... was soll auch "Beten / Meditieren"? dank der tollen quelle wird ein großteil beten sein, ich kenne persönlich nicht viele menschen die meditieren... lt. der befragung soll man das also über eine stunde durchziehen?! ich kann damit nix anfangen, is für mich das gleiche wie "Entspannen".... mit der zeit zusammen sollte ich (angenommen ich wäre eine frau) lieber 3 stunden nix machen dafür aber auch nicht mehr arbeiten gehen... so habe ich einen perfekten tag?! sry das alles total sinnlos... und der artikel ist auch noch schlecht umgesetzt....

    btw: glücksforscher?! sollen sich mal nen richtigen job suchen... pfeifen...
  5. #5

    Zitat von constantin_blanc Beitrag anzeigen
    ...wasn das fürn bild, bitte? typ fläzt rum, frau im knappen outfit saugt staub. der artikel selbst ist natürlich auch ganz ohne bild fürchterlich: weitergehende recherche von spon, die die entstehung der studie oder auch die ergebnisse hinterfragt, gibts nicht. scheitert frau weber da an meiner überzogenen erwartungshaltung oder ist sie von herzen die putze im bild?
    Das Bild stammt aus einem älteren SPON Artikel, bei dem es Gründe für Streit innerhalb von Beziehungen ging.
  6. #6

    Pseudowissenschaft

    ha-ha-ha... Über diese Studie kann man nur lachen... Allein der Wahl der Versuchsgruppe ist lächerlich... Und die Zeit für die Kinderbetreung von den Versuchsfrauen, die 4 Stunden am Tag arbeiten (wohl auch durchschnitllich und eventuell aus dem Grund, dass sie gerade Kinder haben) ist nun mal extrem unplausibel. Solche Studien (und Artikel) sind Zeit-und Geldverschwendung.
  7. #7

    Besonders toll finde ich die für Sport und das Telefonieren eingeplanten Zeiten. Bei mir läuft es genau so: Ich will Sport machen und letztendlich lenke ich mich dadurch ab, dass ich telefoniere oder mich mit etwas anderem beschäftige. Trifft also durchaus zu. Sehr interessant.
  8. #8

    So ist es richtig.

    Haushaltsarbeit ist selbstverständlich Frauensache. In der heutigen Zeit kommt das leider viel zu kurz bei vielen Frauen. Wegen ein bischen beruflicher Selbstverwirklichung lassen Frauen ihre Familien im Stich und nehmen Männern, die ihre Familien ernähren müssen die Arbeitsplätze weg.
  9. #9

    Endlich glücklich...

    ... bis auf ein paar offene Punkte.
    Zur Zeit bin ich unfreiwillig Hausfrau, aktuell wohnt das fünfjährige Tochterkind bei mir.

    Ich mag ja etwas eingerostet sein, was Kinderbetreuung angeht, mir reichen einfach 46 Minuten pro Tag nicht aus. Was mache ich falsch? Muss ich die reine Grundversorgung (beim Waschen helfen, Zähneputzen überprüfen, beim Butterbrot schmieren helfen, ein Pflaster aufkleben usw.) vom gemeinsamen Spielen, Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, einem neu gelernten Lied zuhören, kurz alle Dinge, die die mentale Entwicklung eines Kindes betreffen, abziehen? Oder verfahre ich am besten wie bei der Betreuung von Senioren in einem Pflegeheim (zackig, sachlich, auf jeden Fall effizient gem. Zeitmanagement)? Oder dürfte ich vielleicht die ansonsten verschwendeten 73 Minuten für beten/meditieren zumindest sinnvoll dort einbauen?

    Wenn ich gleich meinen Backofen reinige: Ist das nun Hausarbeit oder meine Arbeit. Kochen scheint ja ein eigener Baustein zu sein, schon wieder bin ich irritiert.
    Ich telefoniere selten (schon mal keine 57 Minuten lang). Pendeln musste ich als Berufstätige sogar länger als 56 Minuten. Berufstätige heutzutage müssen ja flexibel sein, lesen wir in allen anderen Artikeln und erfahren das durch Auflagen, von Institutionen, die darin Ahnung haben (sollen...), gelle?
    Der Sport. Na gut, daran sollte ich etwas verbessern.
    Wie dem auch sei. Letztendlich bin ich ja doch beruhigt durch den letzten Abschnitt:

    Zitat: "Die Forscher merken auch an, dass der erstellte Tagesablauf nicht unbedingt umsetzbar ist - "jemand, der nur 36 Minuten am Tag arbeitet, hat höchstwahrscheinlich Probleme, über die Runden zu kommen." Es sei eben darum gegangen, einen Tagesablauf zu erstellen, der das höchste Maß an Zufriedenheit mit sich bringe. "Wir beanspruchen nicht, dass der perfekte Tag so aussehen muss", sagt Kroll. Wer in dem Modell seinen perfekten Tag nicht widergespiegelt sieht, kann also beruhigt sein."

    Puh, Glück gehabt und wieder über einen Lückenfüller gestolpert (gibts demnächst nicht wieder etwas über Herbststürme zu berichten?)