Die Souffleuse: Der Anker in Reihe eins

Fritz HabekußIst das jetzt eine Kunstpause oder ein Texthänger? Jutta Schneider kann's unterscheiden. Die Souffleuse am Bochumer Theater weiß genau, wann sie Schauspielern helfen muss und wann sie besser still ist. Am meisten Arbeit hat sie aber lange vor der Premiere.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-863184.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ist das jetzt eine Kunstpause oder ein Texthänger? Jutta Schneider kann's unterscheiden. Die Souffleuse am Bochumer Theater weiß genau, wann sie Schauspielern helfen muss und wann sie besser still ist. Am meisten Arbeit hat sie aber lange vor der Premiere.

    So arbeitet ein Souffleur am Bochumer Theater - SPIEGEL ONLINE
    Hm, der Autor muss sich die Kritik gefallen lassen, dass der Inhalt des Textes sehr mau ist.
    Man erfährt nur, dass die Frau in Reihe 1 sitzt, manchmal nervös ist und den Job bekommen hat, weil ihre Mutter eine Anzeige in der Zeitung gelesen hat.

    Des weiteren scheint seine "Bio" doch etwas komisch:
    "KarriereSPIEGEL-Autor Fritz Habekuß (Jahrgang 1990) studiert Wissenschaftsjournalismus, Biowissenschaften und Medizin in Dortmund und arbeitet als freier Journalist."

    D.h. er studiert mit 22 3 Studiengänge gleichzeitig und zwar auch Medizin! Kaum zu glauben, dass er das wirklich gleichzeitig macht und dann noch Zeit für den freien Journalisten hat, es sei denn er schreibt so Texte in 15min, sendete sie SPON und mehr Zeit braucht dieser Job nicht.
    Also ich fänds sinnvoll, all die Studiengänge denen er momentan nicht mehr folgt mit der Vergangenheitsform zu betexten - und wenn mir der Seitenhieb erlaubt ist, seine Tätigkeit als freier Journalist ist hoffentlich auch bald Vergangenheit.
  2. #2

    Super!

    Toller Job mit viel Verantwortung.
    Artikel ist toll geschrieben und wirkt sehr authentisch.
  3. #3

    Nur angekratzt

    Als Theatermensch habe ich mich sehr auf diese Reihe gefreut. Ziemlich enttäuschend finde ich das Ergebnis, es wirkt schlecht gearbeitet und die wirklich wichtigen Themen im Theaterbereich wie die Ungerechtigkeiten beim Verdienst, oder wechselnden Arbeitgeber werden nicht besprochen.
    Schade und handwerklich wirklich schwach!
  4. #4

    @testthewest: Muss das sein, einen jungen Autor, der sich offensichtlich viel vorgenommen hat, derartig hinterrücks anzugreifen? Und zwar ausschließlich aufgrund Ihrer eigenen Unterstellungen. Geht's noch?

    @sysop: Wann kommt endlich die Möglichkeit, Kommentare zu bewerten und bei entsprechend schlechtem Ranking von der Bildfläche verschwinden zu lassen? Das geht doch bei Anderen auch, die mit denselben selbstgerechten Schreibtischtätern zu tun haben.
  5. #5

    Woher weiß Jutta Schneider denn, ob gerade eine Kunstpause oder ein Texthänger passiert? Diese Info hätte mich nach dem Vorspann am meisten interessiert! Schade, dass der Text sie schuldig bleibt. Sonst ein interessantes Thema, man hätte gerne noch mehr von der Souffleuse erfahren.
  6. #6

    @kolya33:

    Well, die Kritik war ja nicht hinterrücks, sondern an Direktheit kaum zu überbieten - und in dem Fall verständlich.
    Der Text ist sehr sehr klein und bietet keine Einblicke die die Definition des Berufs nicht hergibt:

    1. Eine Souffleuse sagt Texte die vergessen wurden.
    2. Jeder lernt anders.
    3. Einen Job bekommt man indem man sich dort bewirbt und genommen wird.

    Da wäre sehr viel Interessantes gewesen was ausnahmslos ausgelassen wird: Kennt sie die Texte selbst auswendig, oder ließt sie nur? Wie funktioniert die Technik dahinter (flüstert sie einfach nur "laut", oder haben sie Ohrstecker oder ähnliches), Verdienst, Haupt- oder Nebenberuf (1-2h am Tag "mitlesen" ist wohl kein Hauptberuf; Oder doch? Und falls ja, warum.) usw.

    Die restliche Kritik oder Fragestellung ist zwar auch nicht nett, aber ebenfalls berechtigt:
    Wie in Gottes Namen ist es überhaupt möglich 3 unglaublich Zeitintensive Fächer gleichzeitig zu studieren, die wenige Kurs-Überschneidungen haben. Ich mein das absolut ernst: Wenn das wirklich so läuft, fände ich Artikel darüber wie er das macht sehr viel interessanter, denn das wäre eine enorme Leistung was Zeitmanagment angeht.

    Fazit: Die Verteidigung ist zwar "nett gemeint", aber dieser eine Artikel ist inhaltlich sehr schwach. In dem Business braucht man ein dickes Fell - und in den anderen die er studiert ja auch.

    @allgemein:
    Zur Theaterwelt: Das ganze Themengebiet bietet unglaublich viele Möglichkeiten. Kenn selbst viele die an großen Theatern in Hauptstädten arbeiten, und es ist arg zu sehen wie in prächtigen Häusern mit teuren Vorstellungen die meisten Darsteller nur sehr knapp über dem Existenzminimum leben, die Starallüren einiger weniger, Regisseure auf Egotrip, häufige Ortswechsel, hoffen auf längere Aufträge und die unendlichen Wartephasen, ect.
  7. #7

    Liebe Kommentatoren, @testthewest,
    um Klarheit in die Frage nach dem Wissenschaftsjournalismus-Studium in Dortmund zu bringen: Biowissenschaften & Medizin studiert man dort im Nebenfach und besucht ausgewählte Veranstaltungen. Am Ende steht ein Abschluss in Wissenschaftsjournalismus, nicht in Medizin oder Biowissenschaften.
    http://www.wissenschaftsjournalismus.org/lehrstuhl.html

    @Gaiwa @cvosshl Natürlich haben Sie Recht - die Theaterwelt bietet eine Reihe von Möglichkeiten, über die es sich lohnt, zu berichten (s. dazu den Themenstrang unter http://www.spiegel.de/thema/theater/). In diesem Spezial wollen wir mit einem Querschnitt durch die Welt des Sprechtheaters entlang der Richard-Inszenierung zeigen, wie die verschiedenen Bühnenberufe ineinander greifen und zusammenarbeiten: Kurze und reportagige Protagonisten- und Berufsportraits erzählen die Geschichten natürlich nicht erschöpfend, geben aber einen möglichst nahen Einblick in die tägliche Arbeit. Zu den von Ihnen angesprochenen zum Teil schwierigen Arbeitsbedingungen empfehle ich unter anderem http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/so-arbeiten-schauspieler-am-bochumer-theater-a-863179.html und http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/wie-schauspieler-in-der-armutsfalle-landen-a-838053.html

    Grüße vom Autor.
  8. #8

    Pssst

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ist das jetzt eine Kunstpause oder ein Texthänger? Jutta Schneider kann's unterscheiden. Die Souffleuse am Bochumer Theater weiß genau, wann sie Schauspielern helfen muss und wann sie besser still ist. Am meisten Arbeit hat sie aber lange vor der Premiere.

    So arbeitet ein Souffleur am Bochumer Theater - SPIEGEL ONLINE
    Kusntpause
  9. #9

    Also ehrlich...

    Wikipedia "Suffleur" ist informativer.