Achilles' Verse: Mit dem Corinna-Prinzip zur Marathon-Bestzeit

Erich FrancoisEr kann es nicht lassen. Trotz legendärer Misserfolge trat Wunderläufer Achim Achilles wieder beim Marathon an, diesmal in Frankfurt. Der Plan: den inneren Kenianer zünden. Leider wurde es nur der innere Westfale, eine Bestzeit gab es trotzdem.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-864113.html
  1. #1

    Doch das klappt...

    ... nächstes Jahr fällt die 4h Marke
  2. #2

    optional

    Ah ja, schon wieder also...Ich glaube, das dies hier weniger ein Fall für den Laufberater oder Trainer ist, sondern eher für den Psychologen. Wenn man sich schon das fragwürdige Ziel setzt, den Marathon halb so schnell zu gehen wie ihn die Besten laufen, dann sollte wenigstens das einem trainierten Mann im mittleren Alter mit etwas Training auch gelingen. Die mittlere Zielzeit beim Frankfurt Marathon lag 2011 in der Altersklasse M45 bei 3:51. Ich verstehe nicht, was da los ist.
  3. #3

    ernste Anmerkung zu Corinna

    Die Achilles-Beiträge sind ja immer unterhaltsam, aber nicht immer ganz ernstzunehmen. Ein wichtiger Hinweis aus eigener Erfahrung zum Erreichen der persönlichen Zielzeit ist, einen etwas schnelleren Schnitt als den rechnerisch notwendigen zu laufen. Warum? Da der rechnerische nur dann passt, wenn man permanent Ideallinie läuft, also wirklich nur 42,195 km. Wer wie ich mit GPS-Uhr läuft, weiß, dass die Ideallinie kaum immer zu halten ist (wenn man nicht gerade auf WR-Kurs ist). Ich laufe im Schnitt ca. 500 m mehr, also etwa 42,6 km. Diese je nach Tempo 2-3 Minuten verhageln einem am Ende das Ergebnis, selbst wenn man im Prinzip auf Kurs war. Und noch eine persönliche Anmerkung: Ich bin letztes Jahr auch in Frankfurt gelaufen, eine, wie ich finde, wunderbare Veranstaltung, sehr empfehlenswert.
  4. #4

    Trinkpausen einplanen

    Ich habe die Erfahrung gemacht dass man ein wenig schneller laufen sollte als eine genaue Marschroute auf die gewünschte Zielzeit. Denn bei diesen langen Distanzen kommt man ja nicht drum herum mal etwas zu trinken, und das geht einfach nicht bei vollem Tempo. Die Profis trainieren das, und können das auch, aber der Laie wird während der Nahrungsaufnahme immer ein wenig langsamer laufen. Bei mir sind die Kilometer mit Trinken meistens die langsamsten, das muss man mit schnellerem Tempo auf den übrigen ausgleichen.
  5. #5

    @cream: Die 500 Meter mehr auf der Uhr haben nichts mit der mehr gelaufenen Strecke zu tun, das summiert sich lediglich die Ungenauigkeit des GPS auf. Durch leichte Abweichungen in den Messungen und nicht perfekte mathematische Modelle in Kurven entstehen Abweichungen von ein bis zwei Prozent der Streckenlänge (fast immer wird zu viel angezeigt, zu kurze Strecken benötigen kompliziertere Konstellationen). Das würde auch passieren, wenn sie mit dem Auto schnurgeradeaus über 42 Kilometer fahren würden. Tatsächlich liegen Sie also sehr nah an der Marathondistanz.
  6. #6

    @herrvonwelle

    Das mag wohl sein, dass das am GPS liegt, das ändert aber nichts an der Rechengrundlage, da meine Uhr ja auf dieser Grundlage auch meine Pace anzeigt. Liefe ich also statisch 5:30 min/km, wären das bei 42,195 km 3:52h, bei 42,6 km gut 3:54h, auch wenn es amtlich vermessen 42,195 km sind.
  7. #7

    @herrvonwelle

    Das mag wohl sein, dass das am GPS liegt, das ändert aber ja nichts an der Rechengrundlage, da meine Uhr ja auf dieser Grundlage auch meine Pace anzeigt. Liefe ich also statisch 5:30 min/km, wären das bei 42,195 km 3:52h, bei 42,6 km gut 3:54h, auch wenn es amtlich vermessen 42,195 km sind. Bei meiner Planung der Zielzeit und der daraus resultierenden Pace muss ich also doch trotzdem vom weiteren Weg ausgehen.
  8. #8

    optional

    @cream: Richtig, den Punkte habe ich ja auch nicht kritisiert.
  9. #9

    Gps

    Die Laufstrecken werden i.d.R. in "Ideallinie" vermessen. Insofern laufen die meisten geringfügig weiter. GPS weicht allerdings auch ab, insbesondere auf kurvigen Strecken, in gerader Linie weniger, einfach weil von Meßpunkt zu Meßpunkt eine gerade Linie interpoliert wird. In städtischen Häuserschluchten wiederum kommt es manchmal zu absonderlichen Abweichungen, die man sehen kann, wenn man hinterher seinen Track in Google Earth importiert. Da läuft man manchmal glatt durch Häuser durch. Mein Fazit: Fürs Training ist GPS ein hinreichend genauer Begleiter, im Rennen helfen die Kilometertafeln (wenn richtig aufgestellt) und Kopfrechnen. Am besten trainiert man auf glatte Kilometer-Schnitte, 4:30 im HM und 5:00 im Marathon habe ich inzwischen drauf, an 4:00 auf 10km bin ich bisher gescheitert. Pace-Armband ist auch gut.