DTB-Vizepräsident Steeb: "Wir sind nicht modern genug aufgestellt"

dapdSeit der Ära von Boris Becker und Michael Stich hat das deutsche Tennis keinen Weltklassespieler hervorgebracht. Carl-Uwe-Steeb, Vizepräsident des Deutschen Tennis Bundes, spricht im Interview über die Gründe, Perspektiven in der Jugendförderung und Probleme im Daviscup-Team.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/dt...-a-864122.html
  1. #1

    Es fehlt vor allem das Geld...

    Aber nicht an der Stelle wo Herr Steeb es bemängelt, sondern viel eher in der breiten Basis. Nach wie vor kostet Tennis für Kinder mit gescheitem Training viel Geld. Zu Zeiten des Becker-Booms haben da die Vereine dank der explodierenden Mitgliedszahlen einen großen Beitrag leisten können. Bis zu einer Förderung des Bezirks oder gar Verbands ist es nämlich ein weiter Weg. Nicht zuletzt daher ist der abschließende Vergleich mit Fußball völlig weltfremd.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit der Ära von Boris Becker und Michael Stich hat das deutsche Tennis keinen Weltklassespieler hervorgebracht. Carl-Uwe-Steeb, Vizepräsident des Deutschen Tennis Bundes, spricht im Interview über die Gründe, Perspektiven in der Jugendförderung und Probleme im Daviscup-Team.

    DTB-Vizepräsident Steeb im Interview - SPIEGEL ONLINE
    Also das stimmt doch nicht, das mit den Weltklassespielern. Mit Haas, Schüttler und Kiefer gab es seitdem 3 Männer die es in die Top Ten geschafft haben. Bei den Damen waren es Grönefeld, Kerber und einige in den Top Zwanzig. Sooo schlimm ist es jetzt nun nicht.
  3. #3

    Ich frage mich immer, wieso sich keiner der Großen aus der Vergangenheit (Stich, Graf etc) nicht in das System hat eingliedern lassen, um zB Jugendliche zu trainieren. Ich befürchte, es lag und liegt auch ab den Funktionären. Steeb hat aber auch völlig recht damit, dass Tennisclubs zT ein sehr ältliches Flair verbreiten, was Einsteiger abschrecken könnte.
  4. #4

    Hauptgrund

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit der Ära von Boris Becker und Michael Stich hat das deutsche Tennis keinen Weltklassespieler hervorgebracht. Carl-Uwe-Steeb, Vizepräsident des Deutschen Tennis Bundes, spricht im Interview über die Gründe, Perspektiven in der Jugendförderung und Probleme im Daviscup-Team.

    DTB-Vizepräsident Steeb im Interview - SPIEGEL ONLINE
    Man vergisst nur dass die heutige Jugendliche schneller Geld zu verdienen beabsichtigen. Tennis ist eine Sportart dass man erst mit vier Jahre zu trainieren beginnen muss. Jemand aus der Familienkreis,der früher Tennis gespielt hat, waere auch einen Grund dafür,die Kinder sich mit Tennis bekanntzumachen. Steffi Graf ist eine sehr beeindrucksvoller Beispiel dafür, dass sie erst mit vier jahre mit Unterstützung ihres Vaters,Tennis gelernt und dann nach langen Jahren eine Weltstar geworden ist. Ausserdem damals gab es viele Tennisclubs,die durch die Erfolge von Boris Becker,Steffi Graf neue Mitglieder gefunden haben und Geld verdient haben.Man braucht immer gute Musterspieler/innen ,die Star geworden sind,um mit Tennis zu beschaeftigen.
  5. #5

    Dem Tennis..

    .fehlt der Nachwuchs. Kinder haben kaum noch die Zeit und die Unterstützung um einen so anspruchsvollen Sport zu lernen. Und dann ist da noch die Härte. Diese Duell Situation im Tennis ist für die meisten eher abschreckend. Also wird Tennis in den Clubs oft so praktiziert: Schleifchenturnier in trinkfester Seniorenrunde. Das lockt natürlich auch nicht gerade die sportliche Jugend an.
    Fast alle Kinder/Jugendlichen hören in dem Moment auf Tennis zu spielen in dem sie nicht mehr von Mama zu der vom Club geförderten Trainerstunde gefahren werden.

    Tennis ist momentan out. Da kann der DTB auch nichts dafür.
    Die deutschen Tennisspieler aber sind doch ganz gut. Man kann sich keine GrandSlam Sieger backen.

    Ich kann Tennis aber nur empfehlen. Ein guter Tennisspieler kann sportlich fast alles. Auch auf der mentalen Seite des Sports.
  6. #6

    optional

    Wenn Herr Steeb Mountainbiken und Skateboarden für neue Sportarten hält, frage ich mich, auf welch fernem Planeten er die letzten zehn, fünfzehn jahre gelebt hat...
  7. #7

    @ambergris

    "Also das stimmt doch nicht, das mit den Weltklassespielern. Mit Haas, Schüttler und Kiefer gab es seitdem 3 Männer die es in die Top Ten geschafft haben. Bei den Damen waren es Grönefeld, Kerber und einige in den Top Zwanzig. Sooo schlimm ist es jetzt nun nicht."

    Natürlich stimmt das. Haas ist der einzige der mal nah dran war einer der ganz grossen zu werden, aber am Ende hat er doch kein Grand Slam Turnier gewonnen. Das ist das letzte mal der Generation Graf, Stich und Becker gelungen. Seitdem war Ende im deutschen Tennis PUNKT
    Die Spieler die Sie aufzählen, haben teilweise das potential aber müssen erstmal beweisen das sie dazu gehören. In die Top Ten kommen viele Nationen locker rein, aber sich in den top 3 oder 4 zu etablieren ist das wahre Ziel und erst dann kann man sich eine Tennis Größe nennen.
  8. #8

    keine Weltklassespieler?

    Ich kann ambergris nur zustimmen: Haas war mal Weltranglistenzweiter, Nicolas Kiefer Nummer 4, Rainer Schüttler Nummer 5. Ok, sie haben keine Grand Slams gewonnen, aber ab wann ist man dann Weltklasse? Stich war auch nie Nummer 1 und hat lediglich 5 Turniere mehr als Haas gewonnen...
  9. #9

    Breitensport ? Bei über 600.- EUR Aufnahmegebühr...

    Selbst der Mittelschicht zugehörig, konnte ich mir für meine Familie die 600.- EUR Aufnahmegebühr nicht leisten, und das in einem normalen Dorf in einem normalen Umfeld. Jetzt gehen wir ins Judo, für 5.- / Monat. Der Tennisclub bemängelt weiterhin Nachwuchsprobleme - warum nur ?