Problem der Piraten: Die Trennung von Amt und Meinung

Den Piraten laufen die Vorstände weg, und das hat seinen Grund. Ein Amt in der Piratenpartei erfordert die Aufgabe der eigenen politischen Meinung. Diesen Zwiespalt und den Druck hält nicht jeder aus - Schwarmlobbying und Schwarmmobbing liegen dicht beieinander.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/s...-a-864201.html
  1. #1

    Tja, das wohl bedeutendste Problem der Piraten...

    Entweder müssen die Vorstandspiraten ihre Meinung leugnen oder sie haben keine. Zweites fällt gewiss leichter, macht die Partei aber noch weniger wählbar...
  2. #2

    Die Piraten sind das klassiche Beispiel

    Zitat von BettyB. Beitrag anzeigen
    Entweder müssen die Vorstandspiraten ihre Meinung leugnen oder sie haben keine. Zweites fällt gewiss leichter, macht die Partei aber noch weniger wählbar...
    wie man eine historische Chance grandios versemmelt.
    Deppen unter sich.
  3. #3

    Und täglich grüßt das Murmeltier ähhh..der Piratenpartei Artikel beim Spon.

    Naja heute mal vom Sascha..kannst ja nichts dafür, dass die kritischen PP Artikel hier was tagtägliches geworden sind. Gruss nach Berlin Herr Kollege :-)
  4. #4

    Sehe ich auch so

    Diese Selbstblockade der Piraten ist m.E. der Hauptgrund, warum die Partei bislang so schrecklich wenig zu den Problemen und Themen der Zeit beigetragen hat, noch nicht einmal bei ihrer Kernkompetenz wie dem Urheberrecht
  5. #5

    Wow, ich staune!

    Das ist ja eine dufte Sache, dass Herr Lobo auch mal einen echt richtig guten Kommentar bzw. gute Kolumne schreibt. Fairerweise muss ich anmerken, dass ich seine Kolumne, aufgrund vieler schlechter Ausgaben, nur noch gelegentlich lese und so evtl. schon ein paar andere gute verpasst habe... Hier kann ich nur zustimmen und finde das Geschriebene gut!
  6. #6

    Danke, sehr gute Analyse ...

    ... zeigt aber auch, dass diese Partei noch nicht wirklich funktioniert oder vielleicht so überhaupt nicht funktionieren kann.

    Gegen Hierarchien ist im Prinzip nur dann etwas einzuwenden, wenn die höher Gestellten sich auf Kosten der íhnen tiefer Gestellten Vorteile verschaffen.

    Warum soll nicht jemand, der etwas besser kann, z.B. ein Flugkapitän, nicht an Bord das Sagen haben, wenn es um die Fliegerei geht? Mitreden möchten vielleicht viele, aber kommt dabei etwas Sinnvolles heraus?

    Zwischen Schwarm und Führungspositionen kann es durchaus eine Win-Win Strategie geben.

    Es wäre u.A. eine Balace zu finden zwischen:

    1) Der Schwarm weiss es besser und
    2) Der Experte / Politiker weis es besser

    Das könnte über die Medien (auch Internet) besser funktionieren als bislang - Stichworte: Bürgermeinung, Transparenz politischer Entscheidungen usw.

    Ein bisschen nach den Prinzipien eines Teams aufgestellt. Es gibt zwar eine flache Hierarche, aber man hört aufeineinder, arbeitet zusammen und jeder tut das, was er am besten kann.
  7. #7

    Man darf und sollte seine eigene Meinung trotz Partei ....

    .. niemals aufgeben. Ich bin selbst Parteimitglied einer großen Partei und ich sage immer meine Meinung zu Themen.
    Ich finde nicht das der Parteizwang der Untergang der Piraten sind. Vilemehr ist es der Druck der durch so etwas bekanntlich wächst. Dem sind junge Leute um die 20 nicht so gewachsen wie alte Parteihasen. Trotzdem sollte die PiratenPartei am Ball bleiben und das Demokratiebedürfnis der Deutschen in den Bundestag tragen.
  8. #8

    .

    Zitat von Wunderläufer Beitrag anzeigen
    Diese Selbstblockade der Piraten ist m.E. der Hauptgrund, warum die Partei bislang so schrecklich wenig zu den Problemen und Themen der Zeit beigetragen hat,
    Yep

    Zitat von Wunderläufer Beitrag anzeigen
    noch nicht einmal bei ihrer Kernkompetenz wie dem Urheberrecht
    Ich vermochte bei den Piraten auch bei diesem Thema noch keine Kompetenz entdecken.
  9. #9

    Quatsch

    Mit Siemens und anderen gehörten der Fortschrittspartei Eliten an. Ab hier kann man den Vergleich mit den "Piraten" guten Gewissens beenden.