CDU und Grüne: Die guten und die bösen Bürger

Grüne und CDU sind die zwei Gesichter des deutschen Bürgertums. Die Grünen sind für die Moderne zuständig, die CDU für das Ressentiment. Darum siegt die Öko-Partei in Stuttgart. Und die Union führt Wahlkampf auf dem Rücken von Asylbewerbern.

Jakob Augstein: Wie die Grünen der CDU das Bürgertum streitig machen - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Hier die "Guten", da die "Bösen" ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Grüne und CDU sind die zwei Gesichter des deutschen Bürgertums. Die Grünen sind für die Moderne zuständig, die CDU für das Ressentiment. Darum siegt die Öko-Partei in Stuttgart. Und die Union führt Wahlkampf auf dem Rücken von Asylbewerbern.

    Jakob Augstein: Wie die Grünen der CDU das Bürgertum streitig machen - SPIEGEL ONLINE
    ... so schlicht ist also Augsteins Weltsicht. Er ist und bleibt ein schwer erträglicher Manichäer. Schade!
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Grüne und CDU sind die zwei Gesichter des deutschen Bürgertums. Die Grünen sind für die Moderne zuständig, die CDU für das Ressentiment. Darum siegt die Öko-Partei in Stuttgart. Und die Union führt Wahlkampf auf dem Rücken von Asylbewerbern.

    Jakob Augstein: Wie die Grünen der CDU das Bürgertum streitig machen - SPIEGEL ONLINE
    Nach soviel Beweihräucherung der Grünen, hier eine andere Sicht der Dinge:
    Alt-Linke Jutta Ditfurth: "Grünen-Wähler wollen getäuscht werden" - SPIEGEL ONLINE
    Ditfurth: Die Täuschung irgendwie "anders" zu sein gelingt nur, weil die heutigen grünen Wähler getäuscht werden wollen und selber täuschen. Die Grünen sind die Partei der gehobenen und auch der verrohenden Mittelschicht. Man attestiert sich wechselseitig ein alternatives Image. Mittvierziger in gutbezahlter Position mit zwei Kindern, Eigenheim, Vermögen, Aktien und regelmäßigen Flugreisen, die die Grünen wählen, weil sie schick sind, werden sich von mir nicht davon überzeugen lassen, dass die Grünen keine soziale Partei sind, weil sie das gar nicht interessiert.

    Das Interview sollten Sie mal lesen, Herr Augstein....
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Grüne und CDU sind die zwei Gesichter des deutschen Bürgertums. Die Grünen sind für die Moderne zuständig, die CDU für das Ressentiment. Darum siegt die Öko-Partei in Stuttgart. Und die Union führt Wahlkampf auf dem Rücken von Asylbewerbern.

    Jakob Augstein: Wie die Grünen der CDU das Bürgertum streitig machen - SPIEGEL ONLINE
    Ich bin diesen Augstein langsam so leid...
    Und dabei bestätigt er noch, was mittlerweile das größte Problem in Deutschland ist:
    Die Presse versucht uns die Grünen aufzuzwingen. Was würde ein wenig unabhängige Berichterstattung mal wieder gut tun.
  4. #4

    jaja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Grüne und CDU sind die zwei Gesichter des deutschen Bürgertums. Die Grünen sind für die Moderne zuständig, die CDU für das Ressentiment. Darum siegt die Öko-Partei in Stuttgart. Und die Union führt Wahlkampf auf dem Rücken von Asylbewerbern.

    Jakob Augstein: Wie die Grünen der CDU das Bürgertum streitig machen - SPIEGEL ONLINE
    Die einen auf dem Rücken, die anderen auf dem Bauch, mit einem Pinsel..
    Das ergibt aber noch lange keine Politik.
  5. #5

    Vielen Dank...

    ...daß Sie schon in der Überschrift so schön kurz und knackig Ihre Weltsicht präsentieren, Herr Augstein. Sie brauchen gar keinen ganzen Absatz um sich moralisch um Kopf und Kragen zu schreiben.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Grüne und CDU sind die zwei Gesichter des deutschen Bürgertums. Die Grünen sind für die Moderne zuständig, die CDU für das Ressentiment. Darum siegt die Öko-Partei in Stuttgart. Und die Union führt Wahlkampf auf dem Rücken von Asylbewerbern.

    Jakob Augstein: Wie die Grünen der CDU das Bürgertum streitig machen - SPIEGEL ONLINE
    Einen riesengroßen Vorteil haben Leute wie Herr Friedrich oder die von dem Augstein gar nicht so versteckt als Rassisten gebrandmarkten CDU-Anhänger gegenüber den besseren Bürgern, die grün wählen: Sie orientieren sich am Machbaren, nicht an bessermenschlerischen Träumen.
  7. #7

    QmS

    Die CDU hat verloren, weil sie immer 'grüner' wird! Das führt dazu, dass CDU-Stammwähler ihre Partei nicht mehr wieder erkennen und bei der Wahl zu Hause bleiben -woher komt wohl die sikende Wahlbeteiligung?-, während 'grünliche' Wähler natürlich gleich die Grünen wählen.
  8. #8

    Anstand: nicht vergessen, nie gekannt!

    Die geistig-moralischen Vorgänger der "Union" haben die Machtergreifung der NSDAP ermöglicht, und nach dem Krieg hatte Adenauer nichts wichtigeres zu tun, als ein "Ende der Nazi-Riecherei" zu fordern und schon 1954 die "Staatsbürgerliche Vereinigung" als konservativ-kriminelle Spendenwaschanlage zu gründen.
    Seitdem haben die sog. Unionsparteien nur eines bewiesen: Kontinuität.

    Herbert Grönemeyer hat das 1988 in seinem Lied "Mit Gott" sehr passend zusammengefasst:
    ***
    Wir geben uns unverbindlich christlich
    Manche nennen das Blasphemie
    Die Sucht nach Macht schweißt uns zusammen
    Wir schämen uns nie
    Mit den Reichen können wir prächtig
    Die Armen wollen nur an ihr Geld
    Wir schützen und mehren es redlich
    Und werden wieder gewählt
    ***
    http://www.letzte-version.de/songbuch/oe/mit-gott/
  9. #9

    Grüne sind die neuen Konservativen

    Das ist für mich nicht neu. Schon lange beschäftigt sich die CDU/CSU mit dem Bewahren der Asche, anstatt das Feuer weiterzugeben. Wenn sogar Geißler diese Ansicht bestätigt, dann wir wohl so einiges daran wahr sein. Konnte man bislang Kritiker (Atomgegner, Kriegsdienstverweigerer, usw.) immer als militante, dumme Störenfriede darstellen (ganz besonders durch Strauß geschehen) so hat die Geschichte die Schreienden (CDU/CSU) immer wieder zurecht gestutzt. Tschernobyl und Fukushima waren aber noch nicht genug. Der deutsche Wähler muss das Leid am eigenem Leib erfahren, bis er anfängt selbständig zu denken. Drum ist es vielleicht ganz gut, dass die Asse absäuft und eventuell bald eine riesige Region so verseucht, dass man dies nicht weiter vertuschen kann.