Gymkhana-Star Ken Block: Als Beifahrer beim Irren

APFür Millionen YouTube-Nutzer ist Ken Block ein Held, seine perfekt inszenierten Videos todesverachtender Autofahrten sind für sie das Allergrößte. Aber ist dieser Mann wirklich wahnsinnig? SPIEGEL ONLINE wollte es wissen - und ist bei einer Stuntshow mitgefahren.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...-a-863948.html
  1. #10

    Physik und Maximalbeschleunigung

    Einen ausreichend starken Motor vorausgesetzt begrenzt die Reibung zwischen Reifen und Strasse wie schnell man beschleunigen kann. Die Reibungskraft ist Reibungskoeffizient multipliziert mit Gewicht (oder allgemeiner der Normalkraft zwischen den Objekten). Der Reibungskoeffizient ist etwa 1 und laesst sich nicht weiter steigern. Die maximale Reibungskraft ist dann also das Gewicht und maximale Beschleunigung ist g=9,8 m/s^2.
    Damit kommt man von null auf 100 km/h (27,8 m/s) in 2,8 Sekunden (in denen man 39.4 Meter weit faehrt) auf 100 Sachen.
    In unter 2,8 Sekunden geht es nur, wenn man durch Spoiler und Aerodynamik die Normalkraft und somit die maximale Haftreibung erhoeht. Am Anfang der Fahrt, bei niedriger Geschwindigkeit, hat das wenig Effekt. Aber wenn man schneller ist, kann der Fahrtwind das Auto staerker auf die Strasse druecken und dadurch die maximale Beschleunigung erhoehen. Wer in 2.0 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen will, braucht dazu im Schnitt eine Beschleunigung von 1,42g, also zum Ende des Sprints noch deutlich mehr.
  2. #11

    nope

    Zitat von liquidHelium Beitrag anzeigen
    Einen ausreichend starken Motor vorausgesetzt begrenzt die Reibung zwischen Reifen und Strasse wie schnell man beschleunigen kann. Die Reibungskraft ist Reibungskoeffizient multipliziert mit Gewicht (oder allgemeiner der Normalkraft zwischen den Objekten). Der Reibungskoeffizient ist etwa 1 und laesst sich nicht weiter steigern. Die maximale Reibungskraft ist dann also das Gewicht und maximale Beschleunigung ist g=9,8 m/s^2.
    Damit kommt man von null auf 100 km/h (27,8 m/s) in 2,8 Sekunden (in denen man 39.4 Meter weit faehrt) auf 100 Sachen.
    In unter 2,8 Sekunden geht es nur, wenn man durch Spoiler und Aerodynamik die Normalkraft und somit die maximale Haftreibung erhoeht. Am Anfang der Fahrt, bei niedriger Geschwindigkeit, hat das wenig Effekt. Aber wenn man schneller ist, kann der Fahrtwind das Auto staerker auf die Strasse druecken und dadurch die maximale Beschleunigung erhoehen. Wer in 2.0 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen will, braucht dazu im Schnitt eine Beschleunigung von 1,42g, also zum Ende des Sprints noch deutlich mehr.
    das ist prinzipiell richtig, wenn man davon ausgeht, dass µ=1 ist. Da slick-reifen die kraft aber nicht nur über reibung sondern auch durch mikro- und makroverzahnung übertragen, kann man auch von höheren reibkoeffizieten ausgehen
    siehe dazu auch Reibungskoeffizient
  3. #12

    Zitat von hannesjo Beitrag anzeigen
    Wär mal interessant zu erfahren, wie der Wagen eine Beschleunigung von 2 Sekunden auf 100 km/h hinbekommt. Denn ohne Hilfsmittel sind eigentlich 2,8 Sekunden das äusserste, aufgrund der Reibung der Reifen, die normalerweise nicht mehr hergibt.
    Auf Asphalt geht das.
    F1 schaffens auch.
    Gleiches beim Bremsen.
    Reifen, Unterboden/Diffusor, Fluegel. Schon gehts. Und das sind die 'Hilfsmittel'
  4. #13

    Zitat von liquidHelium Beitrag anzeigen
    ...Der Reibungskoeffizient ist etwa 1 und laesst sich nicht weiter steigern...
    Das ist so nicht ganz richtig.
    Nachricht - Die Reibungspunkte bei Formel 1-Reifen - Formel 1 Nachrichten News Artikel - Motorsport-Magazin.com
    Die Verzahnung zwischen Gummi und Asphalt kann durchaus für höhere Werte sorgen.
    Ich hab auch was anderes gelernt aber anscheinend gibt es gerade bei Elastomeren noch Besonderheiten.
  5. #14

    Zitat von liquidHelium Beitrag anzeigen
    In unter 2,8 Sekunden geht es nur, wenn man durch Spoiler und Aerodynamik die Normalkraft und somit die maximale Haftreibung erhoeht. Am Anfang der Fahrt, bei niedriger Geschwindigkeit, hat das wenig Effekt. Aber wenn man schneller ist...
    Im Prinzip richtig, aber der Denkansatz über Spoiler und Aerodynamik ist leider falsch bzw. er spielt bei einer so geringen Geschwindigkeit überhaupt keine Rolle.

    Wie ich schon sagte, liegt der Trick beim Reifen. Reifen durchaus eine höhere Haftreibung als 1 generieren!
  6. #15

    Katapult

    Zitat von ctwalt Beitrag anzeigen
    ca. 900kg und dazu 650 PS mit min. 600Nm, Slicks und sicherlich 3 Sperren geht das!
    Und mal gesehen, wie er startet? Im Stand mit gezogener Handbremse bis zum Drehzahlbegrenzer, dann einfach die Bremse springen lassen, den Rest regelt die Traktionskontrolle - so geit dat. Ich hab`s auch erst nicht geglaubt, dachte immer mit dem Motorrad bin ich bis 100 immer schneller als sämtliche Blechdosen.
  7. #16

    Elektronische Helferlein.... HIER ein böses Thema

    Nur Heckgetriebene Fahrzeuge OHNE ESP,ASR,ABS, etc. können schnell sein :-)