Jauch-Talk zu NSU-Morden: Manchmal ist es besser zu schweigen

DPAWaren die deutschen Sicherheitskräfte im Fall der NSU-Morde blind? Die Antwort auf diese Frage fiel den Gästen bei Günther Jauch schwer. Vielleicht war das Thema zu gewichtig und zu groß für eine Sonntagabend-Talkshow.

Talk bei Günther Jauch über die NSU-Morde - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Es ändert sich nix!

    Die prinzipielle Grundeinstellung des "Auf dem rechten Auge blind" bleibt trotz aller schönen Worte des Innenministers bestehen. Die vielgerühmte Extremistendatei ist nur ein Feigenblatt für Aktivität, da die Einträge sehr restriktiv gehalten werden und niemand bei Herrn Jauch spricht diesen Missstand an. Bei den Behörden und bei der Justiz herrscht weiter eine latent rechte Grundstimmung vor, die Polizei geht lieber gegen bürgerliche Demonstranten als gegen Rechtsextreme vor. Von einer echten Umarbeitung der Pannen bei den NSU-Morden ist nichts zuspüren. Liest man dann noch Kommentare zur Sendung von Herrn Jauch auf der ARD-Seite, kann einem weiterhin Angst und Bange über die rechtsradikale Verseuchung werden - Weimar lässt Grüßen!
  2. #2

    Na klar.

    Es ist so gut, wie wirklich ALLES was mit Jauch in Verbindung steht neuerdings vom Spiegel zerrissen wird. Da kommt natürlich nie der Gedanke, dass es sich um eine persönliche Fehde wegen beispielsweise verweigerter Interviews handelt. Nicht wahr, Herr Zschaler?
  3. #3

    Widerliches Szenario

    Der rechte Terror hat in diesem Land -was den Schaden und den Verlust von Menschenleben angeht-locker zum Linksterrorismus aufgeschlossen und zwar einschließlich der sogenannten RAF-Morde. In letzterem Fall wurde bekanntlich die halbe Republik in den Ausnahmezustand versetzt. Schwerbewaffnete Polizeieinheiten machten verdachtslose Verkehrskontrollen und selbst nach fast 30 Jahrne werden noch gigantische Prozesse angestrengt. So weit so gut-was die rechte Szene angeht, die Bombenattentate mit verheerenden Perrsonenschäden, zweistellige Mordziffern über ein Jahrzehnt und etliche Banküberfälle aufzuweisen hat, hat man dagegen den schlimmen Eindruck, dass sie augenzwinkernd daneben stehen, wenn nicht sogar teilweise darin verstrickt sind. Allein dieser Unterschied bestätigt im Grunde alle Vorurteile über deutsche Sicherheitsbehörden und die deutsche Justiz und das nach der unendlich leidvollen Vorgeschichte, die wir diesem braunen Sumpf zu verdanken haben! Da wirken die Verharmlosungsversuche der Politiik peinlich, die so tut, als seien hier die Aufklärung einiger Ladendiebstähle außer Kontrolle geraten. Widerlich! Hier nämlich weht ein Hauch von Weimarer Republik mit, in der die Sicherheitsorgane ähnlich lax mit diesem Gesocks umgegangen sind.
  4. #4

    In der Tat wäre es sinnvoll gewesen, diese Talkshow erst gar nicht "in die Welt" zu setzen. Schweigen wäre meiner Meinung nach wohl das Beste gewesen, was man in diesem Fall hätte tun sollen. Mir scheint, dass diese rechtsextremen Verbrecher viel zu sehr in den Fokus des öffentlichen Interesses (Medienhype) gerückt wurden und auch noch weiterhin werden. (Ganz ehrlich, ich kann diese miesen Verbrecher-Visagen mittlerweile schon nicht mehr sehen ohne dass mir jedesmal das große Kotzen beim "Nachrichtenlesen und -gucken kommt) Leicht könnte man den Eindruck gewinnen, dass eine "unsichtbare" Macht im Lande, allem Widersinn zum Trotze, auch noch "HELDEN" aus diesen verruchten Mördern machen will. Frei nach dem Motto, die größte Aufmerksamkeit gehört nicht den Opfern, sondern den Tätern. Was sich seit Aufdeckung dieses Falles im Lande tut ist erbärmlich und beschämend für eine Gesellschaft, die sich vor den Rest der Welt mit den Federn der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie schmückt. (vom Dilettantismus des Verfassungsschutz und einiger Minister etc. mal ganz abgesehen).
  5. #5

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Waren die deutschen Sicherheitskräfte im Fall der NSU-Morde blind? Die Antwort auf diese Frage fiel den Gästen bei Günther Jauch schwer. Vielleicht war das Thema zu gewichtig und zu groß für eine Sonntagabend-Talkshow.

    Talk bei Günther Jauch über die NSU-Morde - SPIEGEL ONLINE
    Ich hab abgeschaltet als es hieß, Frei.Wild seien eine Neonazi-Band.
    Da zeigte sich schon das Niveau dieser Sendung.
  6. #6

    anderer Moderator!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vielleicht war das Thema zu gewichtig und zu groß für eine Sonntagabend-Talkshow.

    Talk bei Günther Jauch über die NSU-Morde - SPIEGEL ONLINE
    bestimmt zu gewichtig für den viel zu blassen Jauch. Da muss schon anderes Kaliber ran!
  7. #7

    Wer es schon einmal mit

    einem Beamtenapparat zu tun hatte, wird bald bemerkt haben, dass es soundsoviele Vorschriften gibt und leider auch unfaehige Beamte. Da kann ich mir gut vorstellen, dass ein kleiner Beamter den richtigen Weg gefunden hatte und dann abgeschmettert wurde. Ist doch anders wo auch normal.
    Alle Routine, nur kein Aufsehen erregen.

    Gebt der Jugend eine Chance, dann verschwindet das alles.
  8. #8

    Der Jauch...

    ...konnte es nie, kann es nicht und wird es auch nicht können. Furchtbar was einem da angeboten wird.
    Nach 3 Minuten war der Fernseher wieder aus!
  9. #9

    Und wo liegt nun...

    ...der Erkenntnisgewinn aus dieser Talkrunde? Ausreden, Beschwichtigungen, Vorwürfe, aber was hat/wird sich ändern? Nichts wird sich ändern. Die Rechten haben in Deutschland viel zu freie Hand und das ist wohl politisch auch so gewollt. Also weiter wie bisher, auch ein paar Nebelkerzen vom Innenmnister können darüber nicht hinwegtäuschen.