Kinokomödie mit Kirsten Dunst: Böse Mädchen, ein Leben lang

StudiocanalErst etwas Koks, dann die Braut fertig machen: Die derbe Kinokomödie "Die Hochzeit unserer dicksten Freundin" zeigt drei besonders böse Brautjungfern. Mit Kirsten Dunst und Rebel Wilson bietet der Film sogar Stars. Doch seine Stärke ist nicht der Humor, sondern sein gnadenloser Blick.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/ki...-a-863166.html
  1. #1

    wieso lädt wer wen ein?

    Die Filme kranken schon daran, dass die Leute, die sich verachten und die verachtet wurden, sich gegenseitig einladen. BEi den "ach, du kriegst nie einen ab"-Leuten ist das noch entfernt verständlich, die wollen noch zusätzlich gemein sein, aber warum eine derartige "Freundschaft" noch Jahre später besteht, warum die Gequälten dann auch noch die Quäler einladen ist schlichtweg unglaubwürdig. Es sei denn, alle sind S/M-Fans.

    Auch die typischen "Männer über 30, die sich treffen, sind kleine Kinder"-Film sind immer nach dem gleichen Prinzip geschneidert - dumm, zotig und teilweise auf Ekel und Fäkalwitze getrimmt. Intelligente Komödien gibt es wohl nicht mehr.
  2. #2

    Besprechung unnötig...

    ..da IMDB-Rating von 5.3, bei RottenTomatoes ein Audience-Rating von 43%. Der Film ist Abfall...

    Warum kein Review zu "His Highness" als er raus kam? Der Film ist unterirdisch aber es hat Natalie Portman mitgespielt, also wäre das doch demnach eine Besprechung wert gewesen (Oscar!Oscar!). Damien Lewis hat auch noch mitgespielt und der hat ja jetzt einen Emmy...

    @twister-at
    Doch, es gibt intelligente Komödien. Nur nicht so viele. Ein Witz, der Kot oder Sperma beinhaltet ist einfach simpler zu schreiben als einer, der durch intelligente Dialoge oder lustigen Slapstick seinen Humor entwickelt. Siehe z.B. "The Artist" oder die OSS117-Filme. Die sind lustig und durchaus intelligent. Gerade die Franzosen punkten in letzter Zeit mit ordentlichen Komödien ("Ziemlich beste Freunde").
  3. #3

    Polarisierender Film

    In den USA hat der Film sehr polarisiert - die Kritiken reichten von sehr gut bis sehr schlecht.
    Das eine Besprechung unnötig ist, seh ich daher nicht, der Film polarisiert einfach. Vor allem Frauen über 40 scheinen ein großes Problem mit dem Film zu haben, wenn man sich die imdb Wertung mal genauer anschaut.
    Der Film ist mit Sicherheit kein Meisterwerk, aber das kann man von einer Regiedebütantin auch kaum erwarten.
    Das ganze auf Grund seiner vulgären Ausdrucksweise gleich als "Müll" abzustempeln ist allerdings zu einfach und typisch deutsch.
    Nebenbei bemerkt: Schauspelerisch ist der Film gut.
  4. #4

    Hochkarätiges Ensemble?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Umso überraschender ist es, was für ein hochkarätiges Ensemble ihr zur Verfügung gestanden hat:
    Bei "hochkarätig" dachte ich Dummerchen doch gleich an Schauspieler von Rang und Namen. Aber dann erklärte die Autoren, was sie unter "hochkarätig" versteht:

    "Kirsten Dunst (Regan) ist in ihrem ersten Film seit dem Karrierehöhepunkt "Melancholia" zu sehen"

    Aha. Kirsten Dunst. Die Ische von Spiderman. Na gut.

    "Isla Fisher (Katie) hat mit ihrer Hauptrolle in "Shopaholic" für Aufsehen gesorgt"

    Isla wer? Und welches Aufsehen?

    "Lizzy Caplan (Gena) steht nach kleineren Rollen in "New Girl" und "Party Down" vor dem Durchbruch"

    Aha. Steht vor dem Durchbruch.

    "und von Rebel Wilson (Becky) wollte man nach ihrem Auftritt als unmögliche Mitbewohnerin in "Brautalarm" sofort mehr sehen."

    Na klar. Jetzt weiß ich wenigstens, was bei Spiegel Online unter "hochkarätig" zu verstehen ist. ;))
  5. #5

    Sie nehmen mir das Wort aus dem Mund

    Zitat von teutoniar Beitrag anzeigen
    Bei "hochkarätig" dachte ich Dummerchen doch gleich an Schauspieler von Rang und Namen. Aber dann erklärte die Autoren, was sie unter "hochkarätig" versteht:

    "Kirsten Dunst (Regan) ist in ihrem ersten Film seit dem Karrierehöhepunkt "Melancholia" zu sehen"

    Aha. Kirsten Dunst. Die Ische von Spiderman. Na gut.

    "Isla Fisher (Katie) hat mit ihrer Hauptrolle in "Shopaholic" für Aufsehen gesorgt"

    Isla wer? Und welches Aufsehen?

    "Lizzy Caplan (Gena) steht nach kleineren Rollen in "New Girl" und "Party Down" vor dem Durchbruch"

    Aha. Steht vor dem Durchbruch.

    "und von Rebel Wilson (Becky) wollte man nach ihrem Auftritt als unmögliche Mitbewohnerin in "Brautalarm" sofort mehr sehen."

    Na klar. Jetzt weiß ich wenigstens, was bei Spiegel Online unter "hochkarätig" zu verstehen ist. ;))
    Ich dachte zuerst, diese Besprechung könnte nur eine 16jährige geschrieben haben (Entschuldigung an alle 16jährigen), aber die Dame ist Jahrgang 1977! Tja, "90s bitches eben", wie sie so unglaublich vielsagend ihren Text beendet.
  6. #6

    I LOVE IT (aber nicht diesen Song...!)

    Was hat der Song "I Love It" von Icona Pop mit dem Film "Die Hochzeit unserer dicksten Freundin" zu tun? Der Titelsong lautet "InfinityGuitars" von den Sleigh Bells und passt allemal besser zur Atmosphäre des Filmes. Wer HIMYM kennt, wird außerdem mit dem Song "I'm Gonna Be (500 Miles)" von den Proclaimers verbinden als mit gesetzwidrigen Kiltträgern aus Loachs Mache, er spiegelt in meinen Ohren vielmehr den Freiheitswunsch junggebliebener, intellektueller Mitdreißiger wider. Nicht zu vergessen das verwegen-charmante "A Girl like You" des herausragenden Edwyn Collins, ein Song, der die sexy Seite der 90er durch raue Gitarrenriffs aufleben lässt.
    Soweit der OST.
    Die Darstellerinnen sind passend auserwählt, wenn man sich die (mehr oder weniger) große Anzahl der vorherigen Rollen anschaut, die Dunst, Fisher und Caplan verkörpern durften. Deren "Wandlungen" während des Filmes sind nachvollziehbar, hier schwenkt keiner den altklugen Zeigefinger, nach einer durchzechten Nacht wird vor lauter angestautem Frust und verletzten (und verletzenden) Offenbarungen erneut beherzt nach der nächsten Spirituosenflasche gegriffen.
    Wer nun nur pseudo-amüsante Filme a lá "Hangover" (von und mit Männern..) oder "Brautalarm" (aus der Feder zweier Frauen, Regie aber durch einen Mann...) erwartet hat, wird sich sicher enttäuscht fühlen durch die realitätsnähere Darstellung junger Frauen mit lebensnahen Problemen und Verwicklungen, die einem nun normalerweise wirklich nicht widerfahren, deren Situationskomik einem aber über uns selbst und unseren (heimlichen) Problemen schmunzeln lassen!
    Ich habe den Film als Preview kurz vor meinem 27. Geburtstag gesehen und konnte den morgigen DVD-Verkauf kaum abwarten. Ebenso wenig kann ich die Dreißiger meines noch jungen, aber kurzweiligen Lebens kaum abwarten! Und darauf stoße ich gern mit meinen Freundinnen an (natürlich nur in Maßen und ohne psychotrope Substanzen;)!