Dämonen-Bildband: Alptraum im Alpenraum

Carsten Peter/ National Geographic DeutschlandDagegen ist Halloween ein Kindergeburtstag: Der Fotograf Carsten Peter suchte in den Alpen nach Bräuchen, bei denen man sich ordentlich gruseln kann. Er entdeckte die exotischen Seiten seiner Heimat - und wurde selbst zum Opfer handgreiflicher Fabelwesen.

http://www.spiegel.de/reise/europa/r...-a-862385.html
  1. #1

    Alptraum !!!!

    Jedes mal wenn ich das Wort mit P geschrieben sehe bekomme ich einen Albtraum, mit B !
  2. #2

    Wunderschoen diese alten Braeuche so im Winter

    und im Vorfruehling. Von Vielem ist man abgekommen, anderes wurde kommerzialisiert.Kann mir z.B. nicht vorstellen, warum der Rottweiler Narrensprung zu Karneval stattfindet. War wohl verlegt worden wegen "Christi Geburt."
    Ging doch nicht, Jesus mit Boellern und Masken zu verschrecken. Seltsam Wintersonnenwende ist am
    21. Dezember. Der ist bei dem Krach nervoes geworden und ausgeschluepft?

    Ja und diese angstmachenden Gewaender wurden uebernommen, etwas vereinfacht in Schwarz, Purpurrot und Gold und die Schuhe wurden rot! Und viele viele Unglaeubige mussten bezahlen, aha deswegen die roten Schuhe.

    Wers glaubt wird selig, wers nicht glaubt .....
  3. #3

    Sie müssen deshalb nicht schlecht schlafen!

    Zitat von gracie Beitrag anzeigen
    Jedes mal wenn ich das Wort mit P geschrieben sehe bekomme ich einen Albtraum, mit B !
    Laut Duden ist die empfohlene Schreibweise Albtraum, aber als alternative Schreibweise Alptraum genauso zulässig.

    Duden | Albtraum | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Synonyme

    Bitte echauffieren Sie sich also nicht über etwas, was durchaus korrekt ist.
  4. #4

    Die Gute alte...

    Walpurgisnacht. Es gibt sie ja doch noch
  5. #5

    Heidnische Bräuche?

    Das einzige was an diesen Bräuchen heidnisch sein mag, ist dass sie erst durch den Einfluss der Nationalsozialisten von lokalen Eigenheiten zur im ganzen süddeutschen Raum verbreiteten Festen wurden.
    Ich weiß nicht, warum man für die Recherche zu so einem Buch - und wenn es auch nur ein Bildband ist - nicht einmal einen Volkskundler zu rate zieht. Der hätte dem Autor tüchtig den Kopf gewaschen, wenn es um die Bezeichnung eines Brauches als "heidnisch", "vorchristlich" oder "uralt" geht.
    Kurz zusammengefasst ist es nämlich blanker Unsinn so etwas anzunehmen. Es gibt keinen Beleg für eine Beziehung zu irgendwelchen, meist sowieso nicht bekannten, vorchristlichen Feiern, die sich irgendwie schlüssig belegen ließe.
  6. #6

    Wirklich Tradition ?

    Wenn ich mir die Bilder des Fotografen ansehe, dann fällt mir erneut auf, daß ein Großteil der Masken mittlerweile nichts mehr mit traditionellen geschnitzten Masken von früher zu tun hat, sondern immer mehr mit typischen Hollywood-Masken und verzerrten Horrorfratzen, wie man sie aus diversen Filmen kennt. Sicher, es sind Hörner dran und die maskierten Leute haben das obligatorische Zottelkostüm an, aber das ist für mich nur noch bedingt traditionell. Auch hier in Konstanz sehe ich während der Fasnacht dieselbe Art Masken - und immer ist es eine Mischung aus Hellraiser, Alien und sonstigen anregenden Filmen. Extrem blutrünstig anzusehen, vollkommen verzerrte Masken mit messerscharfen Zähnen und bluttriefendem Maul - Tradition geht anders, sorry ...
  7. #7

    Zitat von fmhummel Beitrag anzeigen
    Kurz zusammengefasst ist es nämlich blanker Unsinn so etwas anzunehmen. Es gibt keinen Beleg für eine Beziehung zu irgendwelchen, meist sowieso nicht bekannten, vorchristlichen Feiern, die sich irgendwie schlüssig belegen ließe.
    Was man dazu sagen muss: Beim römischen Kult muss man differenzieren, da die christliche Kirche, vor allem die Katholische ja dort gewachsen ist. Der römische Festkalender wurde also beispielsweise so genau wie möglich übernommen, das Alte Testamen nur in den Regeln, welche mit römischem Recht vereinbar waren und so weiter...

    Aber bei "germanischen" Bräuchen, kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass es sich nicht um ernsthafte Forschung handelt, wenn jemand so eine Verbindung herstellt.
  8. #8

    Fasnet

    Zitat von papayu Beitrag anzeigen
    .Kann mir z.B. nicht vorstellen, warum der Rottweiler Narrensprung zu Karneval stattfindet. War wohl verlegt worden wegen "Christi Geburt."
    Ähem, der Rottweiler Narrensprung findet nicht an Karneval statt sondern an der schwäbisch allemanischen Fasnet. Niese beginnt am 6. Januar und endet mit dem beginn der Fastenzeit. Mit der Fasnet hatten die Nazis übrigens nix zu tun (wie ein Forist behauptet) die gab es in unserer Gegend schon seit Jahrhunderten! Lediglich die Kostüme (Die Häser) wurden größtenteils in den letzten 100 Jahren genau definiert und in Zünften organisiert. Weihnachten als Fest des Lichts findet nicht nur zufällig kurz nach der Sonnenwende statt, genausowenig wie Ostern (Die Germanische Fruchtbarkeitsgöttin hieß Ostera) im Frühling liegt, oder Allerheiligen anfang November.
  9. #9

    Zitat von Teile1977 Beitrag anzeigen
    Weihnachten als Fest des Lichts findet nicht nur zufällig kurz nach der Sonnenwende statt, genausowenig wie Ostern (Die Germanische Fruchtbarkeitsgöttin hieß Ostera) im Frühling liegt, oder Allerheiligen anfang November.
    Äh, nein. Weihnachten wurde vielleicht an das römische Sol Invictus-Fest angepasst, was aber nicht sicher ist, da es auch belege für ein christliches Fest zu jener Zeit gibt, als das Christentum noch nicht Staatsreligion war. In beiden fällen waren die Germanen aber zu spät dran.

    Mit Ostara ist es ähnlich. Ostern wird im selben Zeitraum wie das jüdische Pessach gefeiert, Jesus wurde im Pessach hingerichtet, im Pessach opferte man früher Lämmern. Aber natürlich muss das dann ein germanisches Fest sein!
    Die Götting Ostara beruht im übrigen vermutlich auf einer Fehlübersetzung und wurde wie es scheint niemals verehrt.
    Was den Osterhasen angeht, dieser ist weit späteren Datums als irgendein heidnischer Überrest. Belegt ist er etwa seit dem 14. Jh, verbreitet erst seit dem 19. Jh. - durch die Schokoladen- und Grußkartenindustrie! Dies ist auch der Grund warum der Hase, ähnlich wie die Eier, im christlichen Osterritus gar nicht vorkommt.