Keiminfektion: Totes Charité-Frühchen ist bereits beerdigt

dapdDas an einer Darmkeiminfektion in der Charité verstorbene Baby ist bereits beigesetzt worden. Das teilte die Charité mit. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor bekanntgegeben, dass die Leiche nicht auffindbar sei. Derweil wächst die Kritik an der Sparpolitik des Klinkums.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-863203.html
  1. #1

    Fernsehreportage

    in der fernsehreportage und a us eingenr Erfahrung gibt es diese Probleme in anderen Krankenhäusern auch. Die Putzkärfte sind häufig Auländer die schlecht Deutsch sprechen und diese Keimproblematik gar nicht verstehen. Wie will man auch jemand erklären wo er putzen soll wenn nichts sichtbar ist- Da müssen schon geschulte Fachkräfte putzen und nicht nur in 5 Minuten ein Zimmer. mich wundern diese Probleme nicht!
  2. #2

    Klinik als Unternehmen

    So lange Kliniken private Unternehmen sind (teilweise sogar Börsen-dotiert) steht die Gewinnoptimierung über allem. Das Personal hat kein Mitspracherecht und muss Sparmaßnahmen und Festlegungen der „Wirtschaftsexperten“ des Unternehmens hinnehmen unabhängig ob es den Patienten schadet, die Behandlung beeinflusst oder im Sinne der von der Krankenkasse bzw. des Beitrages der Patienten, bezahlten Behandlung ist. Das wird sich so schnell auch nicht ändern und eher noch schlimmer, denn auch Ärzte haben keine Lust mehr sich diese Diktatur des Geldes über Ihre Handlungsmöglichkeiten länger anzuschauen und verlassen die Kliniken. Was bleibt ist ein rapider Qualitätsverlust auf allen Ebenen, des so mühsam aufgebauten Versorgungssystems in Deutschland!
  3. #3

    Das ist der eigentliche Skandal, dass

    nicht nur in der Charité festangestelltem Personal gekündigt wird, um organisierten Protest zu unterdrücken (Kontrolle!). Der Neoliberalismus ist längst auch im Krankenhaus angekommen - dort entscheiden die Kaufmänner, nicht die Ärzte - und die Schwächsten sterben zuerst.
  4. #4

    Da größte Problem in dt. Krankenhäusern sind die Dritt- und Unterfirmen. Lange Reinigungintervalle, mangelnde Ausbildung der Reinigungskräfte, Putzhilfsmittel werden von Zimmer zu Zimmer getragen und die Keime schön gleichmässig verteilt. Leider trauriger Alltag in Deutschland - und die Politik schaut weg.
  5. #5

    Fachkräfte weisen seit Jahren darauf hin: FK-Mangel tötet

    in der Charite fehlt auf den betreffenden Stationen nach eigener Auskunft Fachpersonal. Der Mangel würde durch "Überstunden ausgeglichen" wobei allerdings ständig das Arbeitszeitgesetz missachtet wird und Überstunden auch nicht voll bezahlt werden. Sinkende Motivation und Müdigkeit, dass ist wissenschaftlich bewiesen, erhöheh die Fehlerrate. Nun ist offenbar in deutschen Kliniken eine Grenze erreicht, an der es Tote zu beklagen gibt. So war Übermüdung (Amstgericht Köln) auch der Hauptgrund für eine tötliche Transfusion in einem Köln -Ehrenfelder Krankenhaus. Nur weiter so!
  6. #6

    Sparen überall

    "Derweil wächst die Kritik an der Sparpolitik des Klinikums."

    Was soll die Kritik in diesem Falle? Gespart wird doch überall, bis es nicht mehr geht. Outsourcing ist ein gerne benutztes Vehikel, bei dem letztlich nur auf Kosten der Beschäftigten gespart wird. Und auch "Sparanstrengungen" anderer Art führen meist nur dazu, daß etwas schlechter wird - sei es die angebotene Leistung, sei es das produzierte Produkt, sei es die Nachhaltigkeit des Prozesses. Ändern würde sich das nur, wenn man endlich beginnt, Effektivität anders zu definieren als ein lokales Optimum bezüglich der Finanzen. Sonst geht der Krug weiter solange zum Wasser, bis er bricht.
  7. #7

    Zitat von Spiegelleserin57 Beitrag anzeigen
    in der fernsehreportage und a us eingenr Erfahrung gibt es diese Probleme in anderen Krankenhäusern auch. Die Putzkärfte sind häufig Auländer die schlecht Deutsch sprechen und diese Keimproblematik gar nicht verstehen. Wie will man auch jemand erklären wo er putzen soll wenn nichts sichtbar ist- Da müssen schon geschulte Fachkräfte putzen und nicht nur in 5 Minuten ein Zimmer. mich wundern diese Probleme nicht!
    Achso, Ausländer verstehen also garnicht was Keime sind? Himmel...

    Immer wieder das Putzfraubashing. Sie haben von Übertragungswegen im Krankenhaus offensichtlich keine Ahnung.
  8. #8

    Fakten!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das an einer Darmkeiminfektion in der Charité verstorbene Baby ist bereits beigesetzt worden.
    Noch heute Mittag wetterten hier fast alle Foristen über die angebliche Schlamperei in der Klinik, die mutmaßlich den Leichnam verschwinden ließ, um Fehler zu vertuschen!

    Jedem Deppen hätte klar sein müssen, dass die Eltern das Kind längst "mitgenommen" und nach muslimischem Brauch bestattet haben.

    Und wer den Gynäkologen verprügelt hat, dürfte ja wohl auch nicht allzu schwer zu erraten sein...

    Nichts desto trotz sind die Verhältnisse in deutschen Kliniken - was Hygiene angeht - erbärmlich! Hier macht sich der gnadenlose Kostendruck am deutlichsten bemerkbar.

    Dabei spielt diese unsägliche Kostenminimierung längst in allen Bereichen eines Klinikums die unrühmliche Hauptrolle, denn auch die pflegerischen Ansprüche müssen anhand von immer weniger Schwestern (die zudem immer niedrigere Ausbildungsstandards erfüllen müssen) realistischerweise weiter gegen Null reduziert werden.

    Hinzu kommen Ärzte, die der deutschen Sprache kaum mächtig sind, Putzkolonnen auf Niedrigstlohn-Niveau usw...

    Wer heute ins Krankenhaus kommt - ohne familiären Beistand - hat schon verloren!
  9. #9

    Nun wenn diese Herrschaften nur

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das an einer Darmkeiminfektion in der Charité verstorbene Baby ist bereits beigesetzt worden. Das teilte die Charité mit. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor bekanntgegeben, dass die Leiche nicht auffindbar sei. Derweil wächst die Kritik an der Sparpolitik des Klinkums.

    Charité: Totes Frühchen ist bereits beerdigt - SPIEGEL ONLINE
    am Profit intressiert sind, dann sollte man sich die Amerikanische Rechtsprechung im Falle der Krankenhäus hier zu eigen machen. Wird ein Fehler aufgedeckt, eine Millionenklage einreichen und Gewinnen. Leider hinkt unser Rechtssystem da hinterher und genau das zeigt auch auf was wir den Politikern die das ändern könnten Wert sind, nähmlich garnichts! Gerade was Kunsfehler und Fehlbehandlung angeht, ganz zu schweigen von den vielen korrupten Gutachtern die sich hierzulande so tummeln. Wenn jemand mit der Gesundheit anderer Menschen Profit machen will, so muss derjenige auch für die Schäden die in seinem Krankenhaus und oder Praxis so passieren aufkommen. Und das nicht nur mit einem Trinkgeld, wie das in den Deutschen Landen so üblich ist, sondern dem Opfer falls es noch am Leben ist, muss ein wertiges Leben gewährleitet sein und damit meine ich sicherlich nicht Hartz 4 sondern Sorgenfrei. Und im Todesfall müssen die Hinterbliebenen richtig Entschädigt werden, denn fällt der Ernährer wegen einer Fehlbehandlung aus, wer Ernährt dann die Familie? Und je mehr diese Herrschaften sich noch mehr in die Tasche
    stecken und noch mehr Einsparen um so schlimmer wird es werden.
    Es sollte endlich etwas passieren.
    schönen Tag noch,