S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Der schmerzhafte Google-Spagat

Wir Nutzer kennen Google vor allem als Betreiber nützlicher, nur schwer verzichtbarer Websites, als Rückgrat des Internets. Der Konzern hat hingegen vor allem seinen Gewinn im Blick. Nun sorgt diese Doppelrolle zunehmend für Ärger.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/g...-a-862840.html
  1. #1

    Bitter

    Jaja, leider ist Google in dem, was es tut, sehr gut. Ich meine, man soll mir bitte mal einen E-Mail-Anbieter suchen der mir 1GB Speicher oder mehr gibt, POP/IMAP-Zugang ohne zeitliche Begrenzung, einem ähnlich guten Spam-Filter und Servern, die die Mails auch empfangen.
    Ich kenne zumindest keinen, der in allem überzeugen konnte...
    Sonst nutze ich von Google nur YouTube; gesucht wird über DuckDuckGo.
  2. #2

    Ganz hervorragende Analyse, die Schlußfolgerungen genau dosiert mit Belegbeispielen illustriert, ohne sich im Detail zu verlieren.
  3. #3

    alternativer Mailanbieter

    ich finde myopera.com recht gut
    es gibt imap und 1 GB Speicherplatz. google biete da mehr, aber ich komme nie in die Nähe von auch nur 1 GB
  4. #4

    zitiert aus Artikel:

    Zitat von Sascha Lobo Beitrag anzeigen
    In seiner Gestalt als Unternehmen will Google zu Recht den Gewinn maximieren. Das funktioniert wie in jedem Lehrbuch nachlesbar mit

    1. Ausrichtung auf die zahlenden Kunden,

    2. Optimierung der .....
    Da muss ich deutlich widersprechen... Die ersten 3 Punkte sind Vorgehensweisen die damals von Firmen wie yahoo und AOL angewandt wurden. Ja richtig, reine BWL-Methoden. Und eben diese Suchmaschinen waren es die Google das Spielfeld überlassen haben durch ihr dilletantisches auftreten. Google wurde seine heutige Marktposition geschenkt von eben jenen Firmen, die nicht begriffen haben, dass Nutzerorientierung, Neutralität und Nachvollziehbarkeit Priorität haben. Google hat dies Verstanden und (abgesehen von Punkt 3 der schwer umsetzbar ist) dieses System bis heute beibehalten.
  5. #5

    Lackmustest

    Angeblich geht es Google nur um "die Optimierung des Nutzungserlebnisses". Warum aber muss das durch zwanghaft, heimliches Durchwühlen privatester Emails, Bilder etc. geschehen? Warum blendet Google nicht einmal pro Woche, oder ständig, ein kleines ausfüllbares Fenster ein, wo man die Begriffe einträgt, die einen derzeit interessieren? Beispiel: Urlaub, BMW 5, Hauskredit etc. .... und dann erhält man - was für ein toller Service - vorwiegend Anzeigen aus diesem Bereich. Meiner Meinung nach ist der schlichte Grund, dass Google mehr will als optimierte Anzeigen.
  6. #6

    Tragik

    Dass es mit Google quasi nur ein einziges Rückrat des Internets gibt, ist tragisch. Noch tragischer wäre, gäbe es überhaupt kein solches starkes Rückrat. Insofern stimme ich zu, die rückratförderliche, d.h. infrastrukturförderliche Kontrolle dieses Rückrats ist ebenso ein Spagat und Drahtseilakt - zwischen Übertreibung und Sorglosigkeit - wie das Unternehmen selbst.
  7. #7

    Besser eine andere Suchmaschine nutzen

    Wir selber haben es in der Hand, wie abhängig wir uns von Google machen. Als Betreiber mehrerer Blogs habe ich nun meine Interne Blogsuche auf Bing umgestellt und biete meinen Lesern nicht mehr die Google Suche an.
    Das mag zwar weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, aber wenn immer mehr mitmachen, können wir die Leser so auf Suchalternativen aufmerksam machen. Wie man seine Blogsuche auf eine Google Alternative umstellt, habe ich heute in meinem Blog beschrieben, siehe hier: http://www.baynado.de/blog/usability-alternative-suche-fur-dein-wordpress-blog

    Jammern und klagen ist einfach, abe rmittlerweile ist es Zeit dem Jammern und Klagen, Taten folgen zu lassen.
  8. #8

    Zitat von baynado Beitrag anzeigen
    Wir selber haben es in der Hand, wie abhängig wir uns von Google machen. Als Betreiber mehrerer Blogs habe ich nun meine Interne Blogsuche auf Bing umgestellt und biete meinen Lesern nicht mehr die Google Suche an.
    Das mag zwar weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, aber wenn immer mehr .....
    Ja, besonders wenn man für sich selber Reklame machen kann. Schade nur, dass es noch keine Suchmaschine nur für Orthographie-, Grammatik- und Interpunktionsfehler gibt, die würde Ihren Blog sofort auflisten, weil sich zwei Fehler bereits im ersten Satz der Einleitung befinden, und es kommen noch die drei Fehler im letzten Halbsatz dazu.
    Ich zitiere aus der Version vor der Korrektur und setze an bzw. bei den Fehlerstellen Nummern in eckigen Klammern:
    Wir[1] ihr euren WordPress Blog benutzerfreundlicher mit einer besseren Suche für eure Blog-Inhalte macht[2] möchte ich heute zeigen. WordPress bietet zwar eine eigene Suche an, diese findet aber nicht immer genau das Gewünschte, deshalb gibt [3] Plugins[4] die sich die Macht der “richtigen” Suchmaschinen zu[5]nutze machen.
    Nach den weiteren Fehlern im ersten Absatz habe ich aufgehört zu lesen.

    Ich hätte auch gern eine Suchmaschine, die in allen Blogs das Wesentliche erkennen und als Zusammenfassung auflisten würde, so dass ich nicht all die der Selbstdarstellung dienenden geistigen Ergüsse lesen muss um herauszufinden, ob da was Interessantes dabei ist.
  9. #9

    Rückrat - völlig überzogen ...

    Denn wenn Google morgen weg wäre, würde das Internet genauso funktionieren wie es das heute tut. Teilweise wäre es schneller, weil nicht der ganze doubleclick, google-analytics-, google Like-Mist immer mitgeladen werden müsste.

    Heia Safari ?!
    Mindestens aber wäre es vertrauenswürdiger: Google interessiert es nicht, wenn sie nicht getrackt werden wollen. Es trackt sie trotzdem. Und verwendet dabei einen Trick, um ihre ausdrücklichen Wünsche zu umgehen. Dafür hat Google gerade mal 22,5 Mio Dollar Strafe gezahlt. Nicht umsonst. Leider aber aus der Portokasse. Bingen sie einfach mal "Safari-Trick, Google und 22,5".