Statistik: 16 Millionen Deutsche fühlen sich arm

DPASie können ihre laufenden Rechnungen nicht begleichen, nicht regelmäßig vernünftig essen, geschweige denn in den Urlaub fahren: Etwa jeder fünfte Deutsche ist laut Statistik von Armut betroffen. Frauen trifft sie besonders häufig.

16 Millionen Deutsche fühlen sich arm - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    EU oder Deutschland?

    Erst geht es um Deutschland, das die Deutschen sich gefährdet fühlen.
    Aber plötzlich ist das Soziale in der EU gefragt. Warum in der EU? Wir "helfen" der EU doch längst mit unserem Rettungsschirm, nur doof, dass dieser an die Bonzen und ihre Hedge Fonds ausgezahlt werden.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/10/22/gute-wetten-auf-griechenland-eu-rettungsgelder-gehen-an-hedge-fonds/#comment-45871

    Dann hat ja alles genau so geklappt, wie unsere "Elitekanzlerin" es geplant hat. Mir braucht niemand mehr erzählen, das Merkel überhaupt ansatzweise für Europa oder Deutschland, für den einfachen Bürger kämpft, ob gewollt oder nicht sie ist "alternativlos" in den Klauen der Reichen und des Finanzsystems gefangen. Sie sollte sich langsam ernsthafte Gedanken darüber machen, ob sie das so weiterführen möchte ...

    www.wa2013.de

    Achja: (Viele) Deutsche fühlen sich nicht nur "arm", sondern ausgenutzt, belogen, betrogen (von Staat, Unternehmen, ...).
    Aber WEN INTERESSIERTS? Ja wohl kaum unsere Regierung.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie können ihre laufenden Rechnungen nicht begleichen, nicht regelmäßig vernünftig essen, geschweige denn in den Urlaub fahren: Etwa jeder fünfte Deutsche ist laut Statistik von Armut betroffen. Frauen trifft sie besonders häufig.

    16 Millionen Deutsche fühlen sich arm - SPIEGEL ONLINE
    Ist weniger in den Urlaub fahren ein Privileg für Armut?

    Urlaub ist vom Arbeitgeber zu geben, d. h. nicht zwangsläufig, dass man wegfahren muss.

    Meine Eltern sind in meiner Jugend 3x an die Ostsee gefahren, mehr nicht. Wenn ich das heutige Anspruchsdenken sehe, könnte ich kot...!

    Heute muss man wohl die komplette Welt kennen, als ob alle Kant gelesen hätten, der sich als Weltenbürger verstand, ohne sein Königsberg verlassen zu haben.

    Ich besitze weder eine Eigentumswohnung geschweige denn ein Haus, bis ich deswegen obdachlos?

    Unglaublich.
  3. #3

    Skeptisch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie können ihre laufenden Rechnungen nicht begleichen, nicht regelmäßig vernünftig essen, geschweige denn in den Urlaub fahren: Etwa jeder fünfte Deutsche ist laut Statistik von Armut betroffen. Frauen trifft sie besonders häufig.

    16 Millionen Deutsche fühlen sich arm - SPIEGEL ONLINE
    Naja, sich arm fühlen und tatsächlich arm sein sind ja zwei paar Schuhe. Außerdem: seit wann gehört ein Auto zur gewöhnlichen Ausstattung eines Armen? Wer sich ein Auto leisten kann, ist in meinen Augen nicht arm. Auch Urlaub sehe ich da relativ. Ich kann auch ins Sauerland fahren und mich erholen - muss ja nicht gleich die Karibik sein. Also, das zählt für mich schon unter Wohlstand wenn nicht gar Luxus.
    Außerdem würde mich interessieren, wieviele von den 16 Millionen schwarz arbeiten. Würden die dann die Wahrheit über ihre finanziellen Verhältnisse offenbaren? Jedenfalls erscheint mir 16 Millionen deutlich zu hoch gegriffen. Soviele arme Gestalten laufen auf der Strasse einfach nicht rum. Nicht einmal in der Großstadt... Diese ganze Armutsdebatte wird mir echt zu hoch aufgehängt. Ich sehe einfach nicht, dass Deutschland ein armes Land ist oder sich gar in Richtung Armut entwickelt. Ich sehe, das Wohlstand ungerechter verteilt wird, aber insgesamt ist es ein Jammern auf hohem Niveau. Arm sein - wir Deutschen wissen gar nicht, was das ist, sorry!
  4. #4

    Armut auf höchstem Niveau

    das ist es wenn in diesem Artikel beklagt wird, dass man sich angeblich keinen Urlaub und keinen Pkw leisten kann. Wissen Sie wirklich was Armut ist ? Wahrscheinlich eher, dass man keinen Urlaubsanspruch hat und das Geld selbst für den Bus nicht aufzutreiben ist. So wie bei einigen Milliarden Menschen in der 3. Welt. Arm sind Deutsche unter Anderen wegen der geradezu unglaublichen Preise für Dienstleistungen (Handwerker mit zu 80 Euro /h verrechneten Sätzen z.B.), hohen Medikamentenpreisen, hohen Energiekosten etc. Kein Wunder, dass für den kleinen Luxus Urlaubsreise und PkW kein cent übrigbleibt. Aber was ist die Lösung dieses Dilemmas? Wahrscheinlich Vollbeschäftigung, so wie vor 30 Jahren. Nur: wer soll diese schaffen ? Ein Staat der quasi bankrott ist ? Alle diese Studien sind zu Nichts nutze wenn sie nicht durch praktische Vorschläge zur Lösung begleitet werden.
  5. #5

    ....

    und das ist erst der Anfang. Die Zeiten in D wo man mit Arbeit und Einsatz was erreichen konnte sind fuer den Durchschnittsbürger vorbei. In meinen Augen ist die Ursache fuer den Wirtschaftsboom nach dem 2.WK das Aufbrechen bestehender Machtstrukturen denn von da an konnte man wieder was erreichen. Arbeit hat sich gelohnt. Solange unsere heutigen Machtsysteme bestehen bleiben, wird die Kaufkraft weiterhin von allen Richtungen durch alle möglichen Interessengruppen ausgebombt.
  6. #6

    Gefühlte und tatsächliche Armut.

    Bei der hiesigen Armutsdiskussion muss ich immer gleich an einen Artikel über soziale Gerechtigkeit von Klonovsky denken, die hilft die Betrachtung von der subjektiven etwas auf die objektive Ebene zu heben:

    ... Was heute in der westlichen Welt als materielle Armutsgrenze gilt, wäre vor 200 Jahren purer Luxus gewesen; was die medizinische Versorgung, die Mobilität und den sanitären Komfort angeht, ist heute ein Hartz-IV-Empfänger jedem historischen Souverän überlegen. ...
    (Michael Klonovsky)

    Jetzt kommt gleich der Einwand, das das lange her sei - nun gut: dann mal an die 25.000 täglichen Hungertoten von heute denken. Danke.

    Den meisten der sich in Deutschland arm fühlenden ist sicher gar nicht bewusst wieviel Glück sie im Hinblick auf Ort und Zeit ihrer Geburt haben.
  7. #7

    Armut

    Zitat von y0urselfishment. Beitrag anzeigen
    Erst geht es um Deutschland, das die Deutschen sich gefährdet fühlen.
    Aber plötzlich ist das Soziale in der EU gefragt. Warum in der EU? Wir "helfen" der EU doch längst mit unserem Rettungsschirm, nur doof, dass dieser an die Bonzen und ihre Hedge Fonds ausgezahlt werden.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrich...#comment-45871

    Dann hat ja alles genau so geklappt, wie unsere "Elitekanzlerin" es geplant hat. Mir braucht niemand mehr erzählen, das Merkel überhaupt ansatzweise für Europa oder Deutschland, für den einfachen Bürger kämpft, ob gewollt oder nicht sie ist "alternativlos" in den Klauen der Reichen und des Finanzsystems gefangen. Sie sollte sich langsam ernsthafte Gedanken darüber machen, ob sie das so weiterführen möchte ...

    *-*Startseite*-*wa2013.de

    Achja: (Viele) Deutsche fühlen sich nicht nur "arm", sondern ausgenutzt, belogen, betrogen (von Staat, Unternehmen, ...).
    Aber WEN INTERESSIERTS? Ja wohl kaum unsere Regierung.
    Sehr richtig. Und die extra Runde Mitleid für Frauen, die - wie immer in unseren Medien - wieder mal besonders betroffen sind, darf man natürlich auch nicht vergessen.
  8. #8

    Zitat von !!!Fovea!!! Beitrag anzeigen
    Heute muss man wohl die komplette Welt kennen, als ob alle Kant gelesen hätten, der sich als Weltenbürger verstand, ohne sein Königsberg verlassen zu haben.
    .
    Wäre es doch nur so, dass alle Kant gelesen und verstanden hätten.
    Ethisch kann man aus der Welt noch deutlich mehr rausholen. Man muss ja nur mal nach Russland schauen ...
  9. #9

    Arm oder ausgegrenzt sind nach der Definition der EU, wenn bei den befragten Haushalten eines oder mehrere der drei folgenden Kriterien vorliegen:

    Armutsgefährdung
    erhebliche materielle Entbehrung
    Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung
    Diese Definition verstehe ich nicht.

    Demnach sind vermögende, nicht berufstätige Privatiers als arm zu betrachten - weil Kriterium Nr. 3 (mangelnde Erwerbsbeteiligung) erfüllt ist?