Umfrage: Deutsche würden für gesundes Essen mehr zahlen

DPADie Berichte über diverse Lebensmittelskandale haben Verbraucher offenbar zum Umdenken gebracht: Einer Umfrage zufolge sind mehr als 40 Prozent der Befragten dazu bereit, höhere Preise für sicheres und gesundes Essen zu zahlen - ein Drittel tut das bereits.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-862706.html
  1. #1

    Haha, da wird doch die bittere Realität in diesem Land bereits sichtbar: 40% möchten sich gerne gesund ernähren, aber können es sich nicht (mehr) leisten.
  2. #2

    Zitat von Celestine Trueheart Beitrag anzeigen
    Haha, da wird doch die bittere Realität in diesem Land bereits sichtbar: 40% möchten sich gerne gesund ernähren, aber können es sich nicht (mehr) leisten.
    Eigentlich sind es sogar 45%, die angeben, sie könnten es sich nicht leisten. Allerdings lässt sich das kaum als direkter Indikator für die effektive finanzielle Situation nehmen. "Können" ist nach wie vor ein weitläufiger Begriff. Der, bei allem Respekt für die prekären Lebenssituationen vieler, meist doch eher mit "wollen" übersetzt werden muss. Meines Erachtens sagt das darum immer noch mehr darüber aus, welchen Stellenwert die Ernährung bzw. Lebensmittelqualität für einen grossen Teil der Bevölkerung hat.
  3. #3

    oder den 40 % ist ihr neues Smartphone wichtiger als gesundes Essen?
    Deutschland ist, was die Ausgaben fuer Lebensmittel angeht, eher im unteren Bereich angesiedelt.
  4. #4

    Wer's glaubt...

    Zitat von Celestine Trueheart Beitrag anzeigen
    Haha, da wird doch die bittere Realität in diesem Land bereits sichtbar: 40% möchten sich gerne gesund ernähren, aber können es sich nicht (mehr) leisten.
    Das soll wohl wieder mal eine Preiserhöhung begründen. Ein paar nutzlose Logos auf die Verpackung gedruckt und schon sieht es nach "gesünder" aus.

    Würde Wohnen und Energie nicht mehr als 50% der Nettoeinkommen auffressen, wäre auch mehr Geld für Bäcker, Metzger zur Verfügung.
    WIEVIEL mehr die befragten Bürger ausgeben würden, wird übrigens nicht erwähnt. Und wer definiert "gesundes" Essen? Die Lebensmittelindustrie? Wer sträubt sich denn ständig gegen eindeutige Deklaration von Lebensmitteln?
    Zum Glück sind wir Menschen Allesfresser. Und das tun wir dann eben auch.
  5. #5

    .... glauben, werte Celestine, glauben es sich nicht leisten zu können. Fertigprodukte sind i.d.R. Regel teurer als gleiche Qualität frisch zubereitet mit Zutaten aus biologischer Wirtschaft.

    Das wurde schon mehrfach unter Beweis gestellt
  6. #6

    Deutscher Geiz beim Essen

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Eigentlich sind es sogar 45%, die angeben, sie könnten es sich nicht leisten. Allerdings lässt sich das kaum als direkter Indikator für die effektive finanzielle Situation nehmen. "Können" ist nach wie vor ein weitläufiger Begriff. Der, bei allem Respekt für die prekären Lebenssituationen vieler, meist doch eher mit "wollen" übersetzt werden muss. Meines Erachtens sagt das darum immer noch mehr darüber aus, welchen Stellenwert die Ernährung bzw. Lebensmittelqualität für einen grossen Teil der Bevölkerung hat.
    Ein Deutscher gibt gerade mal knapp über 10% seines Einkommens für Lebensmittel aus. Das ist nicht nur weltweit der geringste Wert, sondern auch deutlich weniger, als der Durchschnittsdeutsche für sein Auto ausgibt.
    Das zeigt den Stellenwert, den Nahrungsmittel in Deutschland haben. Wenn man bedenkt, dass vor 60 Jahren der Anteil noch bei 50% lag, dann sind heute selbst für "prekäre Haushalte" Nahrungsmittel kein Problem. Der Tagesbedarf von zweitausend Kalorien läßt sich locker mit weniger als 5 Euro am Tag decken.
  7. #7

    Würden würden die Deutschen Vieles

    Mal abgesehen davon, was nun gesund ist, werden viele Deutsche es nicht tun, wenn es tatsächlich Geld kostet.
  8. #8

    Ganz genau, Fertiggerichte, Tütchen zum kochen etc. sind in der Regelviel teuerer, als die selben Gerichte mit frischen Zutaten zu kochen. Bei den 40% sollte man noch mal genauer nachfragen, welcher Betrag monatlich für das Auto, Handy oder auch Rauchen ausgegeben wird. Und das, was der Körper wirklich braucht, gutes, frisches Essen... Dafür ist dann kein Geld da. Das ist wirklich traurig.
  9. #9

    Ja, so isses wohl.

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Eigentlich sind es sogar 45%, die angeben, sie könnten es sich nicht leisten. Allerdings lässt sich das kaum als direkter Indikator für die effektive finanzielle Situation nehmen. "Können" ist nach wie vor ein weitläufiger Begriff. Der, bei allem Respekt für die prekären Lebenssituationen vieler, meist doch eher mit "wollen" übersetzt werden muss. Meines Erachtens sagt das darum immer noch mehr darüber aus, welchen Stellenwert die Ernährung bzw. Lebensmittelqualität für einen grossen Teil der Bevölkerung hat.
    Die, die WOLLEN, aber NICHT KÖNNEN, sind wohl nicht so viele.
    Aber so sind die nun mal, diese Bewohner deutscher Gegenden:
    Quantität rangiert offenbar vor Qualität. Angeblich sind uns zB die Italiener iS Lebensmittelqualitätsbewusstsein um einiges voraus... zumindest pauschal betrachtet...
    Die Folgen falscher bzw. minderwertiger Ernährung mit all ihrem krankmachenden Potential werden schließlich nicht direkt und in klarer Relation wahrgenommen: Die Folgen werden dem Sozialsystem angelastet.
    Verantwortungsbewußtsein für den eigenen Organismus lässt sich aber nun mal nicht per EU-Verordnung herbeiführen. Noch weniger kann man jemanden zum Glück eines halbwegs beschwerdefreien körperlichen Daseins zwingen.