Hohe Verluste: Siemens stößt Solargeschäft ab

SiemensSiemens beendet seinen verlustreichen Ausflug ins Solargeschäft. Der Elektrokonzern will die Sparten Solarthermie und Photovoltaik verkaufen, es laufen bereits Gespräche mit Interessenten. Künftig setzt das Unternehmen bei Ökostrom auf Wind- und Wasserkraft.

Siemens verkauft verlustreiches Solargeschäft - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    absichtliche Täuschung?

    Zitat von SPIEGEL
    Der Konzern hatte vor allem auf Anlagen zur Stromerzeugung aus Sonnenhitze gesetzt und dafür vor knapp einem Jahr eigens die israelische Firma Solel für gut 280 Millionen Euro gekauft. Die Strategie zahlte sich jedoch nicht aus. Solel machte mehr Verlust als Umsatz. Siemens musste rund die Hälfte des Kaufpreises abschreiben.

    Weil Deutschland die Subventionen für den Solarausbau kappt und die Konkurrenz vor allem aus China erstarkt, ist der Solarmarkt derzeit in Aufruhr.
    Kennen die Verfasser von Spiegel-Artikeln nicht mal den Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie, oder zwischen Einspeisevergütung und Subventionen?
    Ein Mindeststandard bei dem Journalismus muss doch auch irgendwie sein...
  2. #2

    Sachverstand

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Siemens beendet seinen verlustreichen Ausflug ins Solargeschäft. Der Elektrokonzern will die Sparten Solarthermie und Photovoltaik verkaufen, es laufen bereits Gespräche mit Interessenten. Künftig setzt das Unternehmen bei Ökostrom auf Wind- und Wasserkraft.

    Siemens verkauft verlustreiches Solargeschäft - SPIEGEL ONLINE
    Wenn ökologisches Wunschdenken Sachverstand ersetzt, dann sind dies die Folgen.
    Dies nach nicht einmal einem Jahr !
  3. #3

    Emanzipation von der systematischen Verblödung durch eine Ideologie der GRÜN-ROTEN

    Das wünschte man sich eigentlich von der Politik. Entgegen allen Beteuerungen: Solarstrom rechnet sich nicht, man hat auf das falsche Pferd gesetzt.

    Das ist schlimm. Die Subventionierung der Solarindustrie dauert noch 20 Jahre lang und kostet jedes Jahr 5 Mrd. Euro. Rausgeschmissenes Geld!
  4. #4

    Abstoß

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Siemens beendet seinen verlustreichen Ausflug ins Solargeschäft. Der Elektrokonzern will die Sparten Solarthermie und Photovoltaik verkaufen, es laufen bereits Gespräche mit Interessenten. Künftig setzt das Unternehmen bei Ökostrom auf Wind- und Wasserkraft.

    Siemens verkauft verlustreiches Solargeschäft - SPIEGEL ONLINE
    Im Abstoßen war Siemens nie verlegen. Bildmeister, Telefontechnik, Computer und PCs und nun das Solargeschäft. Siemens ist so reich und hat nicht den Biss und die Fähigkeit, Produkte weltmarktfähig weiter zu entwickeln. Der Siemens-Konzern ist nur fähig kleine, erfolgreiche Firmen aufzukaufen und zu filetieren.

    Siemens ist eben eine Bank, mit angeschlossener Elektroabteilung.
  5. #5

    Rein in die Kartoffeln....

    So war es schon imer bei Siemens. Almählich müssen sie aber bei Ihrer Portfoliopoitik aufpassen, daß überhaupt noch was übigbleibt. Ständig neue Geschäftsfelder, ständig neue Leute. Wenn sich man beim Siemens über den Zustand der Firma kundig machen will, fragt man m besten die Pförtner. Das ist die mit Abstand am besten informierte Truppe innerhalb des Konzerns.
  6. #6

    Einfach nur traurig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Siemens beendet seinen verlustreichen Ausflug ins Solargeschäft. Der Elektrokonzern will die Sparten Solarthermie und Photovoltaik verkaufen, es laufen bereits Gespräche mit Interessenten. Künftig setzt das Unternehmen bei Ökostrom auf Wind- und Wasserkraft.

    Siemens verkauft verlustreiches Solargeschäft - SPIEGEL ONLINE
    einfach nur traurig, wie Siemens operiert: irgendein Geschäftsgebiet wird zum strategischen Fokus erklärt (i.d.R. reichlich spät), dann kauft man sich für viel Geld ein Sammelsurium an Firmen. Stellt fest, daß das Ganze eben nicht mehr als Summe der Teile ergibt, weil nichts zusammenpaßt und Integration Geld, Sachverstand und Zeit kostet. Und schon verabschiedet man sich wieder und jagt dem nächsten strategischen Fokus nach.
    Wie kurzsichtig muß man als Weltkonzern sein,um NICHT beim Solargeschäft etwas mehr Durchhaltewillen zu entwickeln?
    Eigene Geschäfte (s. Osram) läßt man verkümmern oder melkt sie solange, bis sie zum Sanierungsfall verkommen.

    Es ist sicher gut und richtig, jeden Bereich immer wieder auf den Prüfstand zu stellen. Aber man sollte auch einen (langfristigen) Plan haben und entsprechend agieren, anstatt alles nur kurzsichtig durch die Renditebrille zu betrachten.
  7. #7

    Schon klar das die arabischen Nachbarn nicht bei einer israelischen Firma shoppen

    Wer bitteschön sollten denn die Kunden sein? Das wären doch in erster Linie die arabischen Nachbern gewesen. Und die kaufen lieber in China als beim Erzfeind Israel.
  8. #8

    immer dassebelbe

    kaum gibts ne durststrecke, meist mitverantwortet von spartenmanagern und geschäftsleitung, gibt man auf und stößt - wie gewohnt - mit verlust den geschäftsbereich ab. merke: ohne geduld kommt man in neuen geschäftsbereichen nicht vorwärts. ausserdem ist die windenergie wieder technischen heimatland für siemens: großtechnische projekte mit großen umsatzerwartungen ...
  9. #9

    China freut sich!

    Haben die genau richtig gemacht:
    Erst mit staatlich gefördertem Dumping mit Billig-Solarpaneelen unter Hestellungspreis den Markt kaputtgemacht und jetzt können sie in aller Ruhe die Reste aufkaufen und so die Konkurrenz ausschalten.
    Man kann über China sagen, was man will, aber die HABEN wenigstens einen Plan! Hier werden wir das erst begreifen, wenn wir gezwungen sind, Mondpreise für Solarzellen zu bezahlen...