Energiewende: US-Unternehmen will Tennet unterstützen

Die Probleme des Stromnetzbetreibers Tennet locken US-Investoren an. Die amerikanische Firma Anbaric will nun mit mindestens vier Milliarden Euro helfen. Die niederländische Gesellschaft weist die Verantwortung für den stockenden Ausbau von Offshore-Windparks zurück.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-862639.html
  1. #1

    Aufgabe nicht erfüllt!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Probleme des Stromnetzbetreibers Tennet locken US-Investoren an. Die amerikanische Firma Anbaric will nun mit mindestens vier Milliarden Euro helfen. Die niederländische Gesellschaft weist die Verantwortung für den stockenden Ausbau von Offshore-Windparks zurück.

    US-Unternehmen Anbaric will Tennet unterstützen - SPIEGEL ONLINE
    Tennet kassiert seit Jahren Netzgebühren, wird nicht kontrolliert was damit gemacht wird ?
    Stromnetze sind Infrastruktur, d.H. sie gehören in die Hand des Staates.
    Also: Rückgabe der Netze an den Bürger - ohne Entschädigung versteht sich, was will Tennet denn auch machen ?
    Die Masten abbauen und nach Holland holen ?
  2. #2

    Mit

    Zitat von denkdochmalmit Beitrag anzeigen
    Tennet kassiert seit Jahren Netzgebühren, wird nicht kontrolliert was damit gemacht wird ?
    Stromnetze sind Infrastruktur, d.H. sie gehören in die Hand des Staates.
    Also: Rückgabe der Netze an den Bürger - ohne Entschädigung versteht sich, was will Tennet denn auch machen ?
    Die Masten abbauen und nach Holland holen ?
    den Realitäten und zu deren Kenntnisnahme scheinen Sie über
    erhebliches Aufbesserungspotential zu verfügen.
    Hier ein Hinweis ( ex Deutschland Chef Tennet):
    "Hartman: Wir haben unsere Aktivitäten auch innerhalb kurzer Zeit enorm ausgeweitet. Als wir 2010 das Stromnetz von E.on kauften, war es üblich, rund 100 Millionen Euro pro Jahr in die Netze zu stecken. Tatsächlich haben wir in den vergangenen zweieinhalb Jahren sechs Milliarden Euro investiert - und zwar nur für Offshore. Nun sollen wir bis 2020 weitere 15 Milliarden aufbringen. Das ist mehr als E.on oder RWE in die Energiewende stecken. "
    Interview mit Tennet-Chef Lex Hartman zu Stromnetz und Offshore-Wind - SPIEGEL ONLINE

    Wie sieht Ihr Beitrag nun aus ?
  3. #3

    Also die Kunden zahlen

    Die Bundesregierung bürgt. Risikolose Anlage also, da sollten sich bei dem Zinsniveau doch Investoren finden lassen. Die Verbraucher sind wieder die Dummen.
  4. #4

    Betrachtungsweise.

    Zitat von burghard42 Beitrag anzeigen
    den Realitäten und zu deren Kenntnisnahme scheinen Sie über
    erhebliches Aufbesserungspotential zu verfügen.
    Hier ein Hinweis ( ex Deutschland Chef Tennet):
    "Hartman: Wir haben unsere Aktivitäten auch innerhalb kurzer Zeit enorm ausgeweitet. Als wir 2010 das Stromnetz von E.on kauften, war es üblich, rund 100 Millionen Euro pro Jahr in die Netze zu stecken. Tatsächlich haben wir in den vergangenen zweieinhalb Jahren sechs Milliarden Euro investiert - und zwar nur für Offshore. Nun sollen wir bis 2020 weitere 15 Milliarden aufbringen. Das ist mehr als E.on oder RWE in die Energiewende stecken. "
    Interview mit Tennet-Chef Lex Hartman zu Stromnetz und Offshore-Wind - SPIEGEL ONLINE

    Wie sieht Ihr Beitrag nun aus ?
    In dem - von Ihnen zitierten - Interview gibt es einen Satz, der gleich dreifach die Vergangenheit verdeutlicht.
    Als wir 2010 das Stromnetz von E.on kauften, war es üblich, rund 100 Millionen Euro pro Jahr in die Netze zu stecken.

    Ad 1) Wenn in den Unterhalt und Ausbau der Höchstspannungsnetze nicht mehr als 100 Mio gesteckt wurden, dann frage ich mich doch, wieso - bei sowieso garantierter Rendite - die Strompreise bis 2010 trotzdem gestiegen sind; und zwar überproportional.

    Ad 2) Wieso man einem mittelständischen Unternehmen - und was anderes ist TenneT nicht - überhaupt ein derartiges Stromnetz überlassen konnte, erschließt sich mir nicht wirklich.

    Ad 3) Als Unternehmen investiert man, wenn man sich einen Gewinn verspricht. Also hat sich TenneT - trotz der laufenden 100 Mio Invest - den staatlich garantierten Gewinn auch vereinnahmen wollen.
    Dagegen ist zunächst nichts zu sagen, würde jeder Unternehmer so machen, also auch ich.

    Bloß, zum Zeitpunkt des Kaufs, waren aber schon über ZWANZIG Offshore-Parks geplant und genehmigt !
    Welche Hinterzimmer-Abreden sind da versprochen worden ?
    Wird der tumbe Deutsch-Michel schon wieder an der Nase herumgeführt ?
  5. #5

    War üblich - genau...

    Zitat von burghard42 Beitrag anzeigen
    den Realitäten und zu deren Kenntnisnahme scheinen Sie über
    erhebliches Aufbesserungspotential zu verfügen.
    Hier ein Hinweis ( ex Deutschland Chef Tennet):
    "Hartman: Wir haben unsere Aktivitäten auch innerhalb kurzer Zeit enorm ausgeweitet. Als wir 2010 das Stromnetz von E.on kauften, war es üblich, rund 100 Millionen Euro pro Jahr in die Netze zu stecken. Tatsächlich haben wir in den vergangenen zweieinhalb Jahren sechs Milliarden Euro investiert - und zwar nur für Offshore. Nun sollen wir bis 2020 weitere 15 Milliarden aufbringen. Das ist mehr als E.on oder RWE in die Energiewende stecken. "
    Interview mit Tennet-Chef Lex Hartman zu Stromnetz und Offshore-Wind - SPIEGEL ONLINE

    Wie sieht Ihr Beitrag nun aus ?
    2005 - ein richtiges NETZcrashjahr - trieben die Netzbetreiber
    ca. 18 Mia. € ein!

    Ausgegegeben für Ausbau und Unterhalt wurden 0,6 Mia. €.

    Erklären Sie mal, was mit den verbleibenen 17,4 Mia. passiert ist!
  6. #6

    Zitat von hanfiey Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung bürgt. Risikolose Anlage also, da sollten sich bei dem Zinsniveau doch Investoren finden lassen. Die Verbraucher sind wieder die Dummen.
    Für was bürgt die Bundesregierung bei diesem Zinsniveau?

    Als Alternative könnte man sein Geld wohl auch unter der Matraze aufbewahren oder in Form von Gold im Garten verbuddeln
  7. #7

    Zum Thema 'Aussagen Hartmann'

    Zitat von burghard42 Beitrag anzeigen
    den Realitäten und zu deren Kenntnisnahme scheinen Sie über
    erhebliches Aufbesserungspotential zu verfügen.
    Hier ein Hinweis ( ex Deutschland Chef Tennet):
    "Hartman: Wir haben unsere Aktivitäten auch innerhalb kurzer Zeit enorm ausgeweitet. Als wir 2010 das Stromnetz von E.on kauften, war es üblich, rund 100 Millionen Euro pro Jahr in die Netze zu stecken. Tatsächlich haben wir in den vergangenen zweieinhalb Jahren sechs Milliarden Euro investiert - und zwar nur für Offshore. Nun sollen wir bis 2020 weitere 15 Milliarden aufbringen. Das ist mehr als E.on oder RWE in die Energiewende stecken. "
    Interview mit Tennet-Chef Lex Hartman zu Stromnetz und Offshore-Wind - SPIEGEL ONLINE

    Wie sieht Ihr Beitrag nun aus ?
    Ungeachtet Ihrem Zitat muß ich gerade schmunzeln.

    In diesem hochaktuellen SpOn-Artikel steht zu lesen:
    Die niederländische Gesellschaft reagiert reserviert: "Ich weiß nicht, wer das ist", sagte Tennet-Geschäftsführer Hartmann.
    US-Unternehmen Anbaric will Tennet unterstützen - SPIEGEL ONLINE

    Und dann stoße ich ich im nächsten FF-Tab auf das Handelsblatt und was lese ich da ?
    Tennet bestätigte am Montag den Kontakt zu Anbaric: „Ja, ich habe mich mit Anbaric-Chef Ed Krapels getroffen. Und wir haben nicht über Fußball geredet“, sagte Tennet-Vorstand Lex Hartman dem Handelsblatt.
    Ausbau von Stromtrassen: Netzbetreiber Tennet verhandelt mit US-Investor - Industrie - Unternehmen - Handelsblatt

    Jetzt bin ich - grübel-grübel - total verunsichert.
    Weiß Herr Hartmann nicht, wovon er redet, oder sind die HB-Männchen einfach besser oder schneller oder cleverer als die SpOn-Männchen ?
  8. #8

    Mißverständnis ?

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    Für was bürgt die Bundesregierung bei diesem Zinsniveau?

    Als Alternative könnte man sein Geld wohl auch unter der Matraze aufbewahren oder in Form von Gold im Garten verbuddeln
    Wahrscheinlich meinte der Forist:
    "Die Bundesregierung bürgt mit ihrer Gesetzgebung ..."

    Denn genauso ist es. Die Netzbetreiber haben eine gesetzmäßig garantierte Rendite von mind. 9%.
    Nicht umsonst werbe ich für eine Volksanleihe der Netzbetreiber.
    Wenn mir schon das Geld aus der Tasche gezogen wird, soll es wenigstens über Umwege wieder - teilweise - hereinkommen.

    Allerdings könnte man auch nach dem Sinngehalt der garantierten 9% oder nach der privaten Betreibung eines solchen Netzes fragen.
  9. #9

    Nicht

    Zitat von tempus fugit Beitrag anzeigen
    2005 - ein richtiges NETZcrashjahr - trieben die Netzbetreiber
    ca. 18 Mia. € ein!

    Ausgegegeben für Ausbau und Unterhalt wurden 0,6 Mia. €.

    Erklären Sie mal, was mit den verbleibenen 17,4 Mia. passiert ist!
    schon wieder tf.
    Ich habe bisher im Einzugsbereich der BEWAG (berlin) gelebt,
    kannte den Netzausbau Brandenburg,Sachsen ,Sachsen Anhalt und Thüringen bis ca 2000.....und da wurden KWe abgebaut,neue errichtet
    und die Netze,Netzknoten auf "Vordermann" gebracht.
    Und:
    Hier ging es um Tennet,Netzbetreiber ab 2010
    und den von Trittin eingeleiteten offshore WKA in der Nordsee.
    Die Probleme dort sind ja kaum zu übersehen.
    Warum sich Tennet für diesen Netzbetrieb insbesondere für die Verpflichtung zum Netzanschluß der HGÜ WKA entschieden hat ?
    Ich weiß es nicht.