S.P.O.N. - Helden der Gegenwart: Her mit dem Herrensaft!

Casting Louis Ein Kind von einem Prominenten, wer hätte das nicht gerne? Die britische Firma "Fame Daddy" verspricht Samen von Erfolgreichen - leider ist sie aber nur ein Witz. Doch das macht gar nichts, dann bediene eben ich den deutschen Markt. Wer braucht schon Prinz William, wenn er Ernst August hat?

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-862003.html
  1. #1

    Tolle Idee!

    In Verden gibt es eine Rinder-Besamungsstation, in der berühmten "Fame"-Bullen zweimal wöchentlich ihr kostbares, teures Sperma beim Bespringen von Kunststoffkühen abgezapft wird.

    Der Tüchtigste dieser verarschten Superbullen, dessen Saft weltweit verkauft wird, bringt es so auf bis zu 50 000 wertvolle Nachkommen.

    So ähnlich sollte/ dürfte/müsste das mit den berühmten/verehrten/ begehrten/adeligen/reichen/schönen menschlichen Superbullen auch gemacht werden. Ist garantiert ein tolles Geschäft. Fragt sich nur, welche der so begehrten Samenspender, für welchen Preis bereit sind, menschliche Kunstmodells, die mindestens so scharf wie Marylin Monroe aussehen müssen, zu bespringen.

    PS: Dieser verrückten, perversen Menschheit (Krone der Schöpfung!??) ist wirklich alles zuzutrauen. Deshalb könnte die Vision der Autorin irgendwann Realität werden, tolle Aussichten!
  2. #2

    Noch was?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Kind von einem Prominenten, wer hätte das nicht gerne? Die britische Firma "Fame Daddy" verspricht Samen von Erfolgreichen - leider ist sie aber nur ein Witz. Doch das macht gar nichts, dann bediene eben ich den deutschen Markt. Wer braucht schon Prinz William, wenn er Ernst August hat?

    Silke Burmester hat die Geschäftsidee: Promi-Sperma verkaufen - SPIEGEL ONLINE
    Es geht offensichtlich nicht ohne jene feuchten Niederungen allzu menschlicher Wunschträume.
    Selbst SPON bedient sich dieser Evolutionsfraktals.
    Und liebe Frau Burmester, Danke.
    Der Blick in die Tiefen weiblicher Logik zeigt Beruhigendes.
    Wir Männer sind nicht alleine die Dummen, wenn die Kleinkarriertheit des Egos aus der Kurve der Vernunft getragen wird.
  3. #3

    Jepp

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Her mit dem Herrensaft!
    Klasse Idee, Silke.

    Glaub' mir, ich bin der Einzige, von dem Du ein Kind willst.

    Wo soll ich das Zeug hinschicken ? ;-)
  4. #4

    Inhaltlich ...

    ... wie sprachlich gewohnt langweilig.
  5. #5

    Träume

    Was ich an diesem Kommentar besonders schätze, ist die konsequente Linie der Frauensicht. Das ist ehrlich. Genau da liegt der Einblick in "kühnste Träume" - die es tatsächlich gibt. Deshalb wird die Fake-Idee früher oder später irgendwo in einer Nische zum realen Geschäft.
    Eine Kolumnisten-Kollegin, die sehr bewegt in Frauenthemen ist, hat da einen anderen Ansatz: aufgeheizt aus Zwitschern im Netzrauschen kennt sie nur Gut und Böse, wobei Männer letzteres sind. Ein Kontrapunkt als Feigenblatt vor der Einseitigkeit soll das hin und wieder verdecken, während ihre Überzeugungen unentwegt auf selber Linie laufen - hin zu einer Märchenwelt besorgniserregender Probleme.

    Weiterführende Frage:
    Die "kühnsten Träume" sind nur möglich, wenn man biologistisch denkt und Menschenqualitäten an Körperlichkeit bindet. Da hätte doch eigentlich Darwin recht mit seinen Menschenzucht-Rezepten (=Descent of Man). Die werden aktuell konsequent umgesetzt in "affirmative action", wobei Körpermerkmale, gar "Rasse", Anlaß für Privilegien werden, z.B. Frauenquoten. Habe ich das richtig verstanden, daß diese Zeit auch noch meint, Rassismus in einer humaneren Haltung überwunden zu haben?
  6. #6

    Naja,"Onkel Oswald und der Sudankäfer" reloaded.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Kind von einem Prominenten, wer hätte das nicht gerne? Die britische Firma "Fame Daddy" verspricht Samen von Erfolgreichen - leider ist sie aber nur ein Witz. Doch das macht gar nichts, dann bediene eben ich den deutschen Markt. Wer braucht schon Prinz William, wenn er Ernst August hat?

    Silke Burmester hat die Geschäftsidee: Promi-Sperma verkaufen - SPIEGEL ONLINE
    Das konnte Roald Dahl bereits 1979 wesentlich origineller und nicht so furchtbar schwerfällig.
  7. #7

    Danke Frau Burmester

    Danke Frau Burmester!

    Diese Kolumne im direkten Anschluss an die Empörungs-Niederschrift Ihrer Mit-Kolumnistin Sibylle Berg loszulassen ist einfach nur großartig!

    :-)
  8. #8

    Wie jetzt?

    Gestern: Prostitution abschaffen.
    Heute: Her mit dem Sperma.
    Mensch Mädels, was denn nun ...
  9. #9

    Shot für den selbst ausgetragenen Idealmenschen

    Nach den Bergs alpenländischen Verrichtungsboxen kommt nun Burmesters internationaler Spermienhandel – doch alles hat einmal, außer der Wurst, ein Ende, denn ein Blick auf die Kolumnisten-Liste bei SPON zeigt mir, dass damit die Frauenquote ausgeschöpft ist, sie beträgt übrigens knapp 29 Prozent, ein recht ordentlicher Wert für die verkappte Männer-Domäne an der Elbe.

    Bei selbstgefälliger Herangehensweise könnte einem die kühne Geschäftsidee kommen, den eigenen Samen zu verkaufen, aber Moment – nicht zum Schleuderpreis, kein unkontrollierter Pollutionsausverkauf, es gibt zwar einen anständigen Proleten-Rabatt, doch die Selbsteinschätzung seiner optischen und intellektuellen Werthaltigkeit muss in das Preisniveau einfließen... ich weiß allerdings gar nicht, wie man das alles so, ich meine portioniert, und die Mindesthaltbarkeitsgrenze darf ja auch nicht überschritten werden – aber die Frauen werden schon wissen, wie sie sich den Shot für den selbst ausgetragenen Idealmenschen applizieren.