Kulturschock in Vietnam: Chef, Sie brauchen Wasser

DPAAls Büroleiter eines Logistikkonzerns arbeitet Jürgen Braunbach schon seit 18 Jahren in Vietnam. Das Land hat sich verändert, er auch. Nun findet der studierte Sinologe Feng Shui spannend, mag Bürofische und überhört lärmende Nachbarn. Nur unterm Schreibtisch schlafen mag er nicht.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...-a-861363.html
  1. #1

    Klasse Bericht!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Büroleiter eines Logistikkonzerns arbeitet <i>Jürgen Braunbach</i> schon seit 18 Jahren in Vietnam. Das Land hat sich verändert, er auch. Nun findet der studierte Sinologe Feng Shu
    Sehr schöner Bericht.

    Ich stelle aber fest, dass zwischen Vietnam und China
    gar nicht so große Unterschiede bestehen.

    Auch in China gibt es diese Feng Shui Berater, die alles
    besser wissen.
    Z.B. hat ein Berater meiner Lebensgefährtin gesagt, wo die
    Betten im Schlafzimmer sein sollen und dass der Boden
    aus Bambus sein soll.
    Haben wir dann gemacht und der Bambus quoll in einigen
    Monaten um ca. 10 cm unregelmäßig auf, die Betten
    verrutschten laufend und ich kam mir vor, wie auf einem
    Schiff in schwerer See, bis wir den Bambusboden ersetzten.

    Hinterher lachen wir immer noch über diese Episode.

    Und was die Fische betrifft, so ist der phonetische Ausdruck
    für Fisch im Mandarin dem Ausdruck von Glück, Reichtum
    gleichzusetzen.

    Deshalb haben viele Chinesen Fische zu Hause, denn sie
    wollen doch so gerne reich und glücklich sein,
    aber abergläubisch sind sie gar nicht, was man ja auch an
    den Zahlen sieht, z.B. 138 für Autoschilder!!!!!!!!!!!!!!

    Bin auf weitere Berichte aus Vietnam gespannt.

    mfg
    Li
  2. #2

    optional

    sehr spannend - ich freu mich auch auf weitere berichte. Aus Vietnam hört man ja nur wenig - China ist da üblicher.
  3. #3

    optional

    hoert sich aber trotzdem aehnlich wie China. mittagsschlaf ist hier auch ueblich - juengere frauen haben dann sogar ab und zu noch ein kuscheltier dabei. Geraeuschunempfindlichkeit scheint auch nicht ausschliesslich ein Vietnamesisches problem zu sein. Und ja, mieten fuer westlichen standard sind nach oben offen. Westliche lebensmittel natuerlich teurer als in Europa - muss ja hierher geschippert werden. Feng Shui kann ich aber noch immer nichts abgewinnen - das ist mir die "schule der gemuetlichkeit" lieber. Wenn's gemuetlich und nett ist passt's am arbeitsplatz wie zu hause :)
  4. #4

    Zitat von radbab Beitrag anzeigen
    Feng Shui kann ich aber noch immer nichts abgewinnen - das ist mir die "schule der gemuetlichkeit" lieber. Wenn's gemuetlich und nett ist passt's am arbeitsplatz wie zu hause :)
    So ähnlich habe ich es mal einem Freund erklärt. Manche Menschen haben Sinn für Ästhetik und Harmonie. Andere brauchen einen Berater.

    Der Autor schrieb, dass fast jeder ein Hausmädchen hat. Aber haben dann die Hausmädchen auch ein Hausmädchen? Wieviel verdienen die Menschen dort? Oder können sich die 1000 Dollar pro Monat für eine 3-Zimmer-Wohnung nur wenige Westler leisten?

    Zwar faszinieren mich Länder wie Indien, China oder auch Vietnam. Aber nur aus der Ferne. Angesichts des Lärms und der Menschenmassen würde ich durchdrehen.
  5. #5

    Kulturschock in Vietnam ??

    "Aufgezeichnet von Verena Töpper" !!

    Ich bin in Vietnam und da hat mich eher die wohl neodeutsche Schreibweise
    "Ho-Tschi-minh-Stadt" schockiert.
    Das schrieb sich mal ueblicherweise: Ho Chi Minh Stadt (City)
    odel in Vietnamesischer Schreibweise: Thành phố Hồ Chí Minh
    Der Name Ho Chi Minh ist bereits in einem vorigen Bericht auf SPON so verhunzt worden.

    Was der fettgedruckte Einschub "Mythos Hundebraten" soll, geht aus dem Bericht nicht hervor und weiss die Aufzeichnerin wohl selbst nicht so genau.

    Die Fakten, die Braunbach erzaehlt, sind natuerlich aus seiner Sicht richtig.
    Nur wo bleibt da der Kulturschock ??
    Das habe ich andersherum wirklich erlebt.
    Als 1989 eine Gruppe Vietnamesen auf study tour in Hamburg landete und ich die dann die Moenckebergstrasse in der Hamburger Innenstadt hinauf und herunter fuehrte an den glitzernden Konsumpalaesten vorbei und manchmal auch hinein.
    Die Vietnamesen waren sowas von platt, platter ging es nicht und waren bis des Abends nicht mehr ansprechbar. Das war sichtbarer, echter Kulturschock.

    Nun zu Ho Chi Minh City.
    Es ist richtig, dass in den Supermaerkten die importierten Waren vergleichsweise recht teuer sind.
    Nur, wenn man schon ein Housemaid hat, die auch kocht, dann kann man die auch zum naechstgelegenen Distrikt-Markt zum Einkaufen schicken.
    Das ist wesentlich preiswerter.
    Ich gebe fuer Fruehstueck, Abendessen und Fruechte zwischendurch umgerechnet 15 Euro pro Woche und muss nicht darben, eher im Gegenteil.
    Natuerlich kann man 15 Euro und mehr auch fuer nur ein Abendessen in einem entspechenden Restaurant ausgeben.

    Restaurants, die Hundefleisch anbieten, gibt es so einige (viele) in der Stadt.
    Wenn 9 von 10 Vietnamesen kein Hundfleisch moegen, dann bleiben immer noch 1 Mio Leute in dieser Metropole von knapp 10 Mio Einwohnern. Natuerlich gibt es auch andere Spezialitaeten wie Schlangen etc.

    Die Mittagspause ist in Vietnam ueblicherweise zwischen 11:30 Uhr und 13:00 Uhr, frueher bis 13:30 Uhr.
    Und in der Zeit wird zu Mittag gegessen und danach schlafen die Vietnamesen, wo auch immer sie ein Plaetzchen dafuer finden, ihren Stremel weg, sonst sind sie am Nachmittag nicht arbeitsfaehig.

    Gruss aus Saigon von George, der ueberwiegend seit 1984 in Ho Chi Minh City – Saigon lebt - ohne "Kulturschock" !!
  6. #6

    Langweiliger Bericht

    Zitat von georgius1 Beitrag anzeigen
    "Aufgezeichnet von Verena Töpper" !!

    Ich bin in Vietnam und da hat mich eher die wohl neodeutsche Schreibweise
    "Ho-Tschi-minh-Stadt" schockiert.
    Das schrieb sich mal ueblicherweise: Ho Chi Minh Stadt (City)
    odel in Vietnamesischer Schreibweise: Thành phố Hồ Chí Minh
    Der Name Ho Chi Minh ist bereits in einem vorigen Bericht auf SPON so verhunzt worden.

    Was der fettgedruckte Einschub "Mythos Hundebraten" soll, geht aus dem Bericht nicht hervor und weiss die Aufzeichnerin wohl selbst nicht so genau.

    Die Fakten, die Braunbach erzaehlt, sind natuerlich aus seiner Sicht richtig.
    Nur wo bleibt da der Kulturschock ??
    Das habe ich andersherum wirklich erlebt.
    Als 1989 eine Gruppe Vietnamesen auf study tour in Hamburg landete und ich die dann die Moenckebergstrasse in der Hamburger Innenstadt hinauf und herunter fuehrte an den glitzernden Konsumpalaesten vorbei und manchmal auch hinein.
    Die Vietnamesen waren sowas von platt, platter ging es nicht und waren bis des Abends nicht mehr ansprechbar. Das war sichtbarer, echter Kulturschock.

    Nun zu Ho Chi Minh City.
    Es ist richtig, dass in den Supermaerkten die importierten Waren vergleichsweise recht teuer sind.
    Nur, wenn man schon ein Housemaid hat, die auch kocht, dann kann man die auch zum naechstgelegenen Distrikt-Markt zum Einkaufen schicken.
    Das ist wesentlich preiswerter.
    Ich gebe fuer Fruehstueck, Abendessen und Fruechte zwischendurch umgerechnet 15 Euro pro Woche und muss nicht darben, eher im Gegenteil.
    Natuerlich kann man 15 Euro und mehr auch fuer nur ein Abendessen in einem entspechenden Restaurant ausgeben.

    Restaurants, die Hundefleisch anbieten, gibt es so einige (viele) in der Stadt.
    Wenn 9 von 10 Vietnamesen kein Hundfleisch moegen, dann bleiben immer noch 1 Mio Leute in dieser Metropole von knapp 10 Mio Einwohnern. Natuerlich gibt es auch andere Spezialitaeten wie Schlangen etc.

    Die Mittagspause ist in Vietnam ueblicherweise zwischen 11:30 Uhr und 13:00 Uhr, frueher bis 13:30 Uhr.
    Und in der Zeit wird zu Mittag gegessen und danach schlafen die Vietnamesen, wo auch immer sie ein Plaetzchen dafuer finden, ihren Stremel weg, sonst sind sie am Nachmittag nicht arbeitsfaehig.

    Gruss aus Saigon von George, der ueberwiegend seit 1984 in Ho Chi Minh City – Saigon lebt - ohne "Kulturschock" !!
    Sorry, aber der Beitrag von Verena Töpper gefällt mir um
    Längen besser, als Ihrer, der außer Besserwissen nichts
    erhellendes, vor allem nichts interessantes bringt.

    Ihr Bericht kommt mir so vor, wie der Kassenbericht am
    Monatsende.

    Sind Sie Buchhalter?

    mfg
    Li
  7. #7

    Auch ne Meinung...

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    Sorry, aber der Beitrag von Verena Töpper gefällt mir um
    Längen besser, als Ihrer, der außer Besserwissen nichts
    erhellendes, vor allem nichts interessantes bringt.
    Ihr Bericht kommt mir so vor, wie der Kassenbericht am
    Monatsende.
    Sind Sie Buchhalter?
    mfg
    Li
    ... mit der ich zwar nichts anfangen kann,
    da frei von Fakten und damit rein persoenlich / subjective,
    die ich aber nichtsdestotrotz respektiere.
    Diesen Respekt lernt man in hier Asien von den Leuten,
    denen gute Erziehung und gute Manieren zuteil wurden.

    Ich habe nochmal geschaut und kann mir vorstellen,
    dass nur mit Feng Shui der "Kulturschock" gemeint sein kann.
    Sonst passt nichts.
    Nur - Feng Shui ist dafuer gaenzlich ungeeignet.
    Ich kenne einge Leute hier in Ho Chi Minh City - Saigon,
    die Feng Shui lehren und deren Schueler.
    Allen gemeinsam sind gute Erziehung und gute Manieren.
    Das ist wohl eine Voraussetzung fuer diese Lehre und deren Studium.

    Uebrigens, in der Vietnamesischen Familie, in der ich wohne, gibt es
    einen hier recht bekannten Feng Shui Lehrer.
    Ich bin also nahe dran, habe damit aber nichts weiter am "Hut". !!
    Gruss aus Saigon, George
  8. #8

    Sorry, wenn ich Sie etwas echauffiert haben sollte!

    Zitat von georgius1 Beitrag anzeigen
    ... mit der ich zwar nichts anfangen kann,
    da frei von Fakten und damit rein persoenlich / subjective,
    die ich aber nichtsdestotrotz respektiere.
    Diesen Respekt lernt man in hier Asien von den Leuten,
    denen gute Erziehung und gute Manieren zuteil wurden.

    Ich habe nochmal geschaut und kann mir vorstellen,
    dass nur mit Feng Shui der "Kulturschock" gemeint sein kann.
    Sonst passt nichts.
    Nur - Feng Shui ist dafuer gaenzlich ungeeignet.
    Ich kenne einge Leute hier in Ho Chi Minh City - Saigon,
    die Feng Shui lehren und deren Schueler.
    Allen gemeinsam sind gute Erziehung und gute Manieren.
    Das ist wohl eine Voraussetzung fuer diese Lehre und deren Studium.

    Uebrigens, in der Vietnamesischen Familie, in der ich wohne, gibt es
    einen hier recht bekannten Feng Shui Lehrer.
    Ich bin also nahe dran, habe damit aber nichts weiter am "Hut". !!
    Gruss aus Saigon, George
    Ist ja schön, was Sie da schreiben, aber auch das ist
    genau so langweilig, wie Ihr erster Beitrag.

    Fakt ist, dass ich einfach gerne Berichte lese, die etwas
    über ein anderes Land sagen, das ich noch nicht kenne,
    da ich bisher immer nur kurz in Vietnam war und das auch
    noch in den großen internationalen Hotels, wo man ja
    leider nichts vom Leben in Vietnam mit bekommt.

    Deshalb finde ich den Bericht von Frau Töpper KLasse und
    Ihr Bericht ist halt so trocken wie alte Eßstäbchen oder mein
    Bambusboden.

    mfg
    Li
  9. #9

    Fast wie das echte Leben

    Unsere Unternehmung ist seit etwas über 5 Jahren in Vietnam, wo wir Software-Outsourcing anbieten. Das hat auch mich hier her verschlagen. Anstatt im Süden, sind wir hier in der Hauptstadt Hanoi. Das Leben ist ähnlich, aber doch ein wenig anders. Eine 3-Zimmer-Wohnung für $1000 ist ausserhalb der Reichweite der meisten Menschen hier. Eine solche Wohnung für Einheimische kostet eher um die $250. Der gesetzliche Mindestlohn liegt bei $150 pro Monat, wobei einheimische Fachleute im IT-Bereich gut und gerne eher Richtung $1000 nach Hause tragen. Anstatt Hausmädchen haben viele Vietnamesen, die ganze Familie zuhause und Grosseltern helfen bei der Kinderbetreuung.