BGH-Urteil: Flugreisende dürfen nicht für "unbekannt" buchen

DPAPassagiere können keine Flugbuchung für eine noch unbekannte Begleitperson vornehmen. Das hat nun der Bundesgerichtshof entschieden. Demnach kommt kein wirksamer Vertrag zustande, wenn für das Ticket ein Platzhalter statt des Namens in das Formular eingetragen wird.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-861727.html
  1. #1

    Namensänderung

    Warum dürfen die Fluggesellschaften überhaupt etwas außer einer Bearbeitungsgebühr verlangen, wenn sich der Name des Passagier ändert. Es gibt etliche Gründe warum bei einer Gruppe/Familie sich eine Person ändern kann. Die Fluggesellschaft hat hier eine Passage mit 100% Gewinn.
  2. #2

    Publizistisch schwach

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Passagiere können keine Flugbuchung für eine noch unbekannte Begleitperson vornehmen. Das hat nun der Bundesgerichtshof entschieden. Demnach kommt kein wirksamer Vertrag zustande, wenn für das Ticket ein Platzhalter statt des Namens in das Formular eingetragen wird.

    Flugreisende dürfen nicht für "unbekannt" buchen - SPIEGEL ONLINE
    Ich halte es fuer eine journalistische Schwachleistung, wenn bei so einer Meldung keinerlei Hintergrundinfo oder Aufhellendes erwaehnt wird.

    Es fehlt jeder Hinweis, ob die Fluggesellschaften alle so verfahren, ob sie es kraft mufti oder aus Abzockgruenden tun oder ob es generelle polizeiliche Verkehrs-Ueberwachungs-Massregeln gibt, welche die Fluggesellschsaften moeglicherweise zwingen, den Namen fuer eine Buchung im Vorwege zu verlangen.
    Als Pessimist argwoehne ich mal letzteres und die Journaille meidet in vorauseilendem Polizeigehorsam, Ross und Reiter in Sachen Einschraenkung unserer Freiheit zu nennen....
  3. #3

    und wie läuft das technisch?

    Wie soll das System eigentlich erkennen ob es sich um einen "Platzhalter" handelt? Vielleicht heißt ja tatsächlich jemand mit Vornamen "Noch-Unbekannt".:-) Und wie verhält es sich wenn ich einfach " Max Mustermann" angebe? Wieso ist eine Namensänderung eigentlich nicht möglich? Fragen über Fragen....
  4. #4

    Ich weiss nicht

    Zitat von Ursprung Beitrag anzeigen
    Ich halte es fuer eine journalistische Schwachleistung, wenn bei so einer Meldung keinerlei Hintergrundinfo oder Aufhellendes erwaehnt wird.

    Es fehlt jeder Hinweis, ob die Fluggesellschaften alle so verfahren, ob sie es kraft mufti oder aus Abzockgruenden tun oder ob es generelle polizeiliche Verkehrs-Ueberwachungs-Massregeln gibt, welche die Fluggesellschsaften moeglicherweise zwingen, den Namen fuer eine Buchung im Vorwege zu verlangen.
    Als Pessimist argwoehne ich mal letzteres und die Journaille meidet in vorauseilendem Polizeigehorsam, Ross und Reiter in Sachen Einschraenkung unserer Freiheit zu nennen....
    Alle mir bekannten Fluggesellschaften verfahren so, wahrscheinlich schon aus dem Grunde, damit man nicht Geschaefte mit Tickets machen kann. Ansonsten kauft man relativ frueh Tickets ein und verhoeckert man die dann billiger als die Airline per ebay kurz vor dem Abflugsdatum. Dies duerfte durchaus profitabel sein, bzw. die Airlines zwingen die Preise kurz vor Abflug zu senken oder die Preise lange vor Abflug zu erhoehen.
  5. #5

    Indiz fuer Verdacht

    Zitat von w.uljanow Beitrag anzeigen
    Alle mir bekannten Fluggesellschaften verfahren so, wahrscheinlich schon aus dem Grunde, damit man nicht Geschaefte mit Tickets machen kann. Ansonsten kauft man relativ frueh Tickets ein und verhoeckert man die dann billiger als die Airline per ebay kurz vor dem Abflugsdatum. Dies duerfte durchaus profitabel sein, bzw. die Airlines zwingen die Preise kurz vor Abflug zu senken oder die Preise lange vor Abflug zu erhoehen.
    Ihre Vermutung klingt plausibel.
    Doch ist das auch wirklich der Grund?
    Da es "alle so machen" ist das doch eher ein Indiz, dass es noch andere Gruende geben duerfte, sonst wuerde die eine oder andere Gesellschaft auch mal ein anderes Modell ausprobieren, oder?
  6. #6

    Für die Fluggesellschsft

    ist es legal und muss so gehandhabt werden. Wenn der Name des Passagiers geändert wird, kommt es einer Stornierung gleich, da die Ursprungperson nicht am Flug teilnimmt. Und für eine Stornierung gibt es eben gesonderte Regeln, die zu beachten sind. Und Beförderungsbedingungen werden für "Ausnahmen" nicht neu geregelt. Zudem sind die im Internet erworbenen Tickets "etwas" billiger, aber auch die Kaufsbedingungen sind etwas anders und beachtungswert.
  7. #7

    optional

    Richtig (ver)urteilt. Sonst würden sich Tauschbörsen bilden, wo jeder billige Flüge anbietet. Ich vermute der Herr aus Dresden ist kaum richtig gereist, sonst würde er solche Sachen wissen.

    Übrigens: Ähnlich ist es mit fast allen Returntickets bei denen der Hinflug verfällt (z. B. spontane Eigenanreise oder verspätete Hinreise durch Krankheit): Dann wird der Rückflug automatisch storniert. Man darf zwar Steuern und Gebühren zurückverlangen, MUSS sie laut Gesetz auch erstattet bekommen, da er diese (Flughafen-)Leistungen nicht in Anspruch nimmt, aber meistens ist die Bearbeitungsgebühr genauso hoch.
  8. #8

    Zitat von cabeza_cuadrada Beitrag anzeigen
    Wie soll das System eigentlich erkennen ob es sich um einen "Platzhalter" handelt? Vielleicht heißt ja tatsächlich jemand mit Vornamen "Noch-Unbekannt".:-) Und wie verhält es sich wenn ich einfach " Max Mustermann" angebe? Wieso ist eine Namensänderung eigentlich nicht möglich? Fragen über Fragen....
    Erinnert mich an "Not Sure" aus Idiocrazy.
  9. #9

    Zitat von cmotpet Beitrag anzeigen
    ist es legal und muss so gehandhabt werden. Wenn der Name des Passagiers geändert wird, kommt es einer Stornierung gleich, da die Ursprungperson nicht am Flug teilnimmt. Und für eine Stornierung gibt es eben gesonderte Regeln, die zu beachten sind. Und Beförderungsbedingungen werden für "Ausnahmen" nicht neu geregelt. Zudem sind die im Internet erworbenen Tickets "etwas" billiger, aber auch die Kaufsbedingungen sind etwas anders und beachtungswert.
    Erklären Sie das doch bitte mal einem, der nicht auf der Gehaltsliste einer Fluggesellschaft steht, also jemandem wie mir:

    Wieso ist es eine Stornierung, wenn Max Mustermann zwei Tickets bucht und, da seine ältere Tochter Erika drei Tage oder drei Wochen vor Abflug erkrankt, entscheidet, dass seine jüngere Tochter Elsa an die Stelle von Erika tritt? Er hat für zwei Personen bezahlt und will mit zwei Personen fliegen. Warum werden die Fluggesellschaften in solchen Fällen nicht gesetzlich verpflichtet, gegen eine angemessene Gebühr (5 Euro?) den Namen auszutauschen?