Moderne Technik für Auto-Klassiker: Doping für Opa

Feine CabriosOldtimer sind wunderbar - aber manchmal auch einfach unpraktisch. Deswegen rüstet eine Handvoll kleiner Betriebe gegen die kleinen und großen Schwächen betagter Klassiker an. Moderne Motoren, Klimaanlagen oder ABS - bei den Transplantationen unter altes Blech ist fast alles möglich.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...-a-857273.html
  1. #90

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    1985, Fünfer 525i BMW, natürlich mit ABS, 1988, 535i natürlich mit ABS.
    ABS gab es für die 5er schon 1982.
    Das was tatäschlich später kam, war die serienmäßige Ausstattung mit ABS für die untere Mittelklasse.

    Ich habe den Führerschein 1964 gemacht. Und vier Jahre später habe ich ein, damals noch ....
    Daher schrieb ich ja auch "hatte praktisch niemand ABS". Ich weiß auch, dass es dies bereits früher gab. Schon im W116. Aber den konnte ich mir damals nicht leisten.

    Das fahrerische Können hängt sicher von vielen Faktoren ab. Aber sicher nicht davon, wann man gelernt hat Auto zu fahren.
    Oder was würden Sie dazu sagen, wenn man Ihrer Generation sagen würde: "Nehmt den alten mal die schnellen Autos weg! Die wissen doch gar nicht wie man damit umgeht. Als die Auto fahren gelernt haben, hatte ein Porsche 90PS!"???
  2. #91

    Als Firmenwagen

    Diese Thematik ist möglicherweise nicht für jeden Oldtimer-Fan interessant, aber für diejenigen, die einen Oldtimer gerne täglich fahren, und am besten als Firmenfahrzeug:
    Firmenfahrzeuge werden nach dem Bruttolistenpreis besteuert (also dieses bescheuerte 1%-Verfahren), EGAL was die Kiste beim Einkauf tatsächlich gekostet hat. Und so lässt sich das Hobby natürlich finanzieren: Statt für 80.000 € einen fetten Audi A6 zu kaufen, und dann jeden Monat 800 € zu versteuern, einfach so einen aufgemotzten Oldi fürs gleiche Geld kaufen, und die damalige Original Preisliste auftreiben und dem Finanzamt schicken. So ein schickes Mercedes-Coupe mag damals 20.000 DM gekostet haben. Und wenn dann eben nur 100 Euro mit 1% versteuert werden, statt 800€, da kann man eine Menge Geld sparen, und ein innen modernes und außen attraktives Gefährt tagtäglich chauffieren, wie dieses Mercedes-Coupe.
    DAS nenn ich mal eine sinnvolle Verwendung für so ein Fahrzeug !
  3. #92

    Zitat von osbourne68 Beitrag anzeigen
    . Dafür greifen im Ausland Regelungen, die wir hier in Deutschland nicht sehen/haben wollen
    Ernsthafte Frage:
    Wo denn genau?
    Ich weiss nur von etwas "gewoehnungsbeduerftigen" Regeln fuer Wohnmobil-Zulassungen in Oesterreich. Und von der Zwangsstillegung die es mal in Griechenland gab (meines Wissens mittlerweile abgeschafft).
    Besonders in den Nordlaendern (Schweden, Norwegen) hat man, vorallem mit dicken US-V8-Schiffen, geradezu Narrenfreiheit.
    Da koennen Sie mit einem komplett umgebauten Charger im Renntrimm ueber die Landstrasse bollern. Das stoert keine S*u. Steuerfrei sowieso.
    Umweltzonen, Dieselstrafsteuern und "Eintragungswahn" kenne ich ausschliesslich aus Deutschland.
  4. #93

    Zitat von Luke1973 Beitrag anzeigen
    Das fahrerische Können hängt sicher von vielen Faktoren ab. Aber sicher nicht davon, wann man gelernt hat Auto zu fahren.
    "Um die Ecke gedacht" schon.
    Als ich jung war und fahren lernte war an keinem einzigen Einkaufszentrums-Parkplatz eine Schranke (Glatteisuebungen); man konnte straflos mit Schrottautos durch die Sandgruben heizen wie ein Berserker und sogar auf dem Truppenuebungsplatz hat der Foerster meist ein Auge zugedrueckt wenn man da am Sonntag ein paar Kurvenuebungen machen wollte.
    Das ist in der heutigen Zeit absolut unmoeglich.
    Wie soll man da noch vernuenftig lernen, ein Auto im Grenzbereich zu beherrschen?
    Als ich meinen Sohn Sonntags auf dem Re*l-Parkplatz mal mit meinem Auto fahren lassen wollte kam sofort der Wachschutz und drohte mit Hausfriedensbruch-Anzeigen.
  5. #94

    Vorsicht...

    Zitat von Additiva Beitrag anzeigen
    Diese Thematik ist möglicherweise nicht für jeden Oldtimer-Fan interessant, aber für diejenigen, die einen Oldtimer gerne täglich fahren, und am besten als Firmenfahrzeug:
    Firmenfahrzeuge werden nach dem Bruttolistenpreis besteuert (also dieses bescheuerte 1%-Verfahren), EGAL was die Kiste beim Einkauf tatsächlich gekostet hat. Und so lässt sich das Hobby natürlich finanzieren: Statt für 80.000 € einen fetten Audi A6 zu kaufen, und dann jeden Monat 800 € zu versteuern, einfach so einen aufgemotzten Oldi fürs gleiche Geld kaufen, und die damalige Original Preisliste auftreiben und dem Finanzamt schicken. So ein schickes Mercedes-Coupe mag damals 20.000 DM gekostet haben. Und wenn dann eben nur 100 Euro mit 1% versteuert werden, statt 800€, da kann man eine Menge Geld sparen, und ein innen modernes und außen attraktives Gefährt tagtäglich chauffieren, wie dieses Mercedes-Coupe.
    DAS nenn ich mal eine sinnvolle Verwendung für so ein Fahrzeug !
    ...es hat schon Finanzämter gegeben, die gegen dieses "Steuersparmodell" erfolgreich ihr Veto eingelegt haben. Und sollte man diesen Stunt tatsächlich mit einem derartig modifizierten Oldie durchziehen wollen, werden die Damen und Herren wohl sogar auf Vorsatz erkennen, mit allen Konsequenzen.
  6. #95

    Nein

    Zitat von tzdv9000 Beitrag anzeigen
    ...es hat schon Finanzämter gegeben, die gegen dieses "Steuersparmodell" erfolgreich ihr Veto eingelegt haben. Und sollte man diesen Stunt tatsächlich mit einem derartig modifizierten Oldie durchziehen wollen, werden die Damen und Herren wohl sogar auf Vorsatz erkennen, mit allen Konsequenzen.
    Das ist falsch. Ein Oldie als Geschäftswagen mit Privatnutzung ist völlig legitim und wird wie jedes andere Auto steuerlich gleichbehandelt.

    Wenn allerdings ein solches Oldiemodell mit nahezu null beruflicher Fahrleistung "abgeschrieben" wird, erkennt das FA die Abschreibung nicht an - logischerweise - weil die "geschäfts"bedingte Nutzung fehlt. Das passiert aber genauso auch bei neuen Autos.

    Also: wer einen Oldie als Firmenwagen beruflich nutzt, kann ganz normal steuerlich abschreiben.
  7. #96

    Wenn Sie meinen...

    Zitat von Sternundwinkelcruiser Beitrag anzeigen
    Das ist falsch. Ein Oldie als Geschäftswagen mit Privatnutzung ist völlig legitim und wird wie jedes andere Auto steuerlich gleichbehandelt.

    Wenn allerdings ein solches Oldiemodell mit nahezu null beruflicher Fahrleistung "abgeschrieben" wird, erkennt das FA die Abschreibung nicht an - logischerweise - weil die "geschäfts"bedingte Nutzung fehlt. Das passiert aber genauso auch bei neuen Autos.

    Also: wer einen Oldie als Firmenwagen beruflich nutzt, kann ganz normal steuerlich abschreiben.
    ...können Sie es natürlich gerne mal probieren, am besten mit einem 190SL von mechatronik.

    Ich komme Sie dann auch mal besuchen, wo immer Sie auch wg. Steuerhinterziehung einsitzen mögen. ;-)
  8. #97

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    "Um die Ecke gedacht" schon.
    Als ich jung war und fahren lernte war an keinem einzigen Einkaufszentrums-Parkplatz eine Schranke (Glatteisuebungen); man konnte straflos mit Schrottautos durch die Sandgruben heizen wie ein Berserker und sogar auf dem Truppenuebungsplatz hat der Foerster meist ein Auge zugedrueckt wenn man da am Sonntag ein paar Kurvenuebungen machen wollte.
    Das ist in der heutigen Zeit absolut unmoeglich.
    Wie soll man da noch vernuenftig lernen, ein Auto im Grenzbereich zu beherrschen?
    Als ich meinen Sohn Sonntags auf dem Re*l-Parkplatz mal mit meinem Auto fahren lassen wollte kam sofort der Wachschutz und drohte mit Hausfriedensbruch-Anzeigen.
    Ich weiß ja nicht wie alt Sie sind, aber die Zeiten als die Mehrheit der Fahranfänger in der von Ihnen beschriebnen Weise Fahren lernen durften sind sicherlich schon sehr sehr lange her. Bzw. bezweifle ich, dass jemals ein nennenwerter Prozentsatz das so gemacht hat. Von daher irrelevant für die Fahrkünste der heutigen Genertation.

    Und nochmal: Wie man mit ABS und anderen Dingen umgeht, die es damals auf dem Truppenübungsplatz noch nicht gab, haben die Alten nicht gelernt. Die Konsequenz wäre also zu behaupten, dass die Alten nicht vernünftig mit moderner Technik umgehen können.

    Merken Sie, wie unsinnig Ihre Argumentation ist? Soll kein Angriff sein, aber es macht einfach keinen Sinn in dierser Art zu argumentieren.

    Würde man das auf andere Lebensbereiche ausdehnen, dann dürfte man der Ü50-Generation kein Handy oder gar Smartphone verkaufen, denn die können ja unmöglich damit umgehen, da sie es "zu ihrer Zeit" nicht lernen konnten.